Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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- 28 — 6 durch Diszipl inlosigkeit unorganisierter Arbeiter!) Und an den Streiks, die mit Kompromiß endeten, waren wenigstens zu 40 $ dieselben Faktoren beteiligt. In Jerusalem gingen die Streiks zu 100 fo aus diesen Gründen für die Arbeiter verloren. Auch diese Zahlen zeigen wieder einen tiefliegenden Unterschied zwischen dem jüdischen Ansiedlungsrayon nach der Darstellung von Borochow und Palästina. Auch nach Borochow gewannen die jüdischen Arbeiter dort 70 % aller Streiks, weit mehr als im übrigen Europa durchschnittlich. Oberflächlich sind die Resultate vergleichbar, aber innerlich, ganz andrer Art. War an dem Resultat im Ansiedlungsrayon ausschließlich die Schwäche der Unternehmer schuld, dem auch der Arbeiter keine Macht gegenüberzustellen hatte (siehe Borochow), so ist in Palästina gerade die außerordentlich starke r^._„„„:„„j.:^„ a ^~ a -u „fca n/ v^igcmisauuii uci t\i uciiciscncui ^uuci ov yo Organisierte) an dem Resultate schuld, während auch die Macht der Arbeitgeberschaft bereits konsolidierter ist als im Ansiedlungsrayon. In der folgenden Tabelle IX sehen wir die Entwicklung der Streiks der Zeit nach. Die Tabelle ergibt keine ganz klare Entwicklungslinie; wir sehen nur, daß im Jahre 5683, einem Jahr der Arbeitslosigkeit und Depression auch die Prozentzahl der Niederlagen verhältnismäßig groß war. Im Allgemeinen bleibt die Zahl der gelungenen Streiks in den letzten Jahren verhältnismäßig konstant (die ersten Jahre lassen sich noch nicht recht in Betracht ziehen). Jedenfalls zeigt sich l-v^^l"»^«. 1' m . 11 A \\c~. itrn i-t *-i rv *^ /~\ *■ A -t*V^ o < v Q fC1 /*"■ l~l 1 f UlDilCl rv.CJ.iit. nuauiwauiung uvi jn.i i.v_iL>wiiil L in Palästina, wie sie Borochow für den Ansiedlungsrayon im Laufe der Jahre fest- -i.iii. stein. Noch eine interessante Erscheinung wollen wir nicht unerwähnt lassen, die das gefestigtere Gefüge der jüdischen Wirtschaft in Palästina gegenüber dem Ansiedlungsrayon schon heute zeigt. Borochow erwähnt, (Seite 70), daß auf einen gelungenen Streik im Durchschnitt 70 Streikende kamen, auf einen mißlungenen 91, auf einen, der mit Kompromiß ausging 119; d.h. der jüdische Arbeiter hat weit größeren Erfolg in kleinen Streiks. Aus unserer Tabelle VIII aber geht hervor, daß an einen gelungenen Streik sich durchschnittlich 35 Arbeiter beteiligten, an einen mißlungenen aber 24; d. h.: gerade die größeren Streiks gingen mit Erfolg für die Arbeiterschaft aus. Der Grund liegt darin, daß gerade in der Bauindustrie, die im ToK«1lQ TV XClUK*ll\* UV. Die Resultate der Streiks nach Jahren. 5679 5680 j 5681 a h r 5682 e 5683 5684 5685 (4 Monate) Sa. Sieg der Arbeiterschaft . "Mi pH pH aap Hpr X „*W~V,**WLÖW--* „ 1 X — 4 8 1 i 2 1 1 2 | 3 | — 19 7 1 24 4 4 18 O 7 74 O/A dA) XI Sa. 1 O 1 r\ 3 j y 9 r^,r7 I orv i o r\ ZI 1 ÖZ j ou i * 1 III % der Niederlagen . . 100 % 0% 33% 44 °/ /ü OO <~> ' /q 88% 11% 70% 24% 75% 1 O O/ A* 7o 60% 16 % 66,7 % 18,0%