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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 1
Date
1925-01-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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— 12 — (konfessionell gemischt). Diese sind für Preußen bedeutungsvoller als die rein konfessioneller Richtung, weil sie infolge ihrer Lage, in den Großstädten vorzugsweise, letztere an Größe übertreffen und hierdurch mehr Schulstellen (61983 gegen 55853) umfassen. In Orten mit über 100 000 Einwohnern besteht in ganz Preußen nur ein rein konfessioneller Schulverband und zwar ein jüdischer in Altona. Die Gesamtschulverbände mit ausschließlich jüdischen Schulen haben gegenüber derartigen Eigenschulverbänden geringe Bedeutung. mgenschulyerbände Schulen Schulstellen (mit ausschlieft!, jud. Schuien) 1911 117 1921 91 Gesamtschulverbbände (mit ausschließt, jüd. Schulen) 1911 8 117 91 128 97 Schulen Schulstellen 8 8 1921 O Q Q V Q CJ Die Ursache dieses Ergebnisses erklärt sich daraus, daß der Jude vor allem Städter ist und in den Städten die Eigenschulverbände bei weitem überwiegen. Es haben sich aber auch Schulverbände mit Schulen verschiedenen konfessionellen Charakters entwickelt: Eigenschulverbände mit Schulen konfessionell verschiedenen Charakters jüd. Schuien 1911 1921 82 49 jüd. Schulstellen 1 AH 90 üesamtschulverbände mit Schulen konfessionell verschied, Charakters jüd. Schulen jüd. Schulstellen Q •j 1911 3 1921 5 6 Die rein konfessionellen Schulverbände haben sich vermindert, am meisten bei den Juden (20,80%), ebenso die Anzahl der Schulstellen (22,79 %). Da aber die paritätischen und konfessionell gemischten Verbände zugenommen haben, läßt sich die Behauptung rechtfertigen, daß in dem von uns untersuchten Zeitraum die konfessionelle Abschlußtendenz nachgelassen hat. Die indische Arbeiter; Von J. K o r a 1 n i k, Wie steht es jetzt um die jüdische Arbeiterklasse in usteuropa nacn den zenn stürmischen Kriegs- und Revolutionsjahren? Es wird sehr oft und sehr viel von bedeutsamen Eroberungen, ja von großen Siegen gesprochen, die diese zehn Jahre, besonders aber die Revolution der jüdischen Arbeiter- . kiasse Osteuropas gebracht haben sollen: es wird dabei hingewiesen auf das Wachsen ihres politischen Einflusses im jüdischen Leben, auf ihre große kulturellen Fortschritte (modernes jüdisches Schulwesen usw.), auf eine :<M in Osteuropa, Berlin-Grunewald. starke jüdische Gewerkschaftsbewegung im Osten und dergleichen mehr. Es ist schwer zu saeen. inwieweit diese j / Behauptungen der Wirklichkeit entsprechen, weil das vorhandene Material über diese höchstinteressanten Fragen noch zu dürftig ist. Es ist gar nicht ausgeschlossen, daß ein objektives und gründliches Studium dieser Probleme uns zu wesentlich anderen, jedenfalls weniger optimistischen Ergebnissen führen würde.

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