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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 1 · p. Seite 11

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 1
Date
1925-01-01
Page
Seite 11 (sequence 13)
Language
German
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_ 11 _ biidung angedeihen lassen, ihre Lebensansprüche den veränderten Verhältnissen angepaßt haben. Daß gerade die Israeliten von der Ungunst der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen sind, ist allgemein bekannt und wird auch im Schulwesen sich bemerkbar machen. Betrachten wir nun das jüdische Volksschulwesen in Preußen, so müssen wir bemerkenswerter V/eise feststellen, daß die Zahl der jüdischen Schulen (0,46 Prozent) an sich größer ist als d >r Anteil der Israeliten an der Gesamtheit der Voiksschulkinder (0,27 Prozent) entspricht, was seine Begründung darin findet, wie wir oben dargelegt haben, daß 60 Prozent der jüdischen Kinder höhere und mittlere Anstalten frequentieren. Im Jahre jüdische Schulen Stellen für Lehrpersonen 1911 174 (* 115 — 59) 220 (159 -61) 1921 153 (99 — 54) 201 (146- 55) Im Jahre Schulklassen Kinder 1911 220(159 — 61) 4612(3555- 1057) 1921 201 (145 — 56) 3921 (3205—716) *) geschieden nach Stadt und Land, Es empfangen also von den jüdischen Kindern nur 2b, 13^ ihren Unterricht in jüdischen Schulen, in christlichen Bekenntnisanstalten 65,85%, in paritätischen Schulen 8,02^: Die Bekenntnisschule bedeutet für die jüdische Bevölkerung die Ausnahme, für den übrigen Bevölkenin srsteil dos Normale. Von sämtlichen Schülern im Alter von 6 -14 Jahren besuchten im Jahre 1921 Anstalten des eigenen Bekenntnisses: Protestanten 87,60; Katholiken 86,73; Juden 11,46^. Die überwiegende Anzahl dieser jüdischen Schulen liest im Regierungsbezirk Cassel (68). In v_j O <3 ' Ostelbien und Sachsen existieren nur 5 Anstalten. Sie sind auch, vergleicht man sie mit den übrigen Schulen, äußerst klein. Durchschnittlich werden sie von 26, die evangelischen von 147, die katholischen Schulen sogar von 211 Kindern aufgesucht. Was ihre Gliederung anbelangt, haben sie 1,31, die protestantischen 3,46 und die katholischen 4,29 Klassen. Trotz aller Neuerungen, die der Weltkrieg ausgelöst hat, spielt nach wie vor die Religion eine wichtige Rolle im Leben des deutschen Volkes und im Schulwesen. Der schulplanmäßige Religionsunterricht euren Rabbiner wurde an 9 jüdischen Schulen (1911 und 1921) für 343 und 301 Kinder und an 4 und 7 paritätischen Schulen für 26 und III Kinder erteilt. Besondere jüdische Religionslehrer waren an evangelischen Schulen für 946 und 831, an katholischen Schulen für 377 und 239, an paritätischen Schulen für 372 und 306 Schulkinder bestellt. Dagegen fehlten die Religionslehrer an evangelischen für 8230 und 6171, an katholischen für 1595 und 946, an paritätischen Anstalten für 834 und 726 jüdische Kinder. Von ihnen nahm ein beträchtlicher Teil am Religionsunterricht außerhalb der Schule teil, gleichwohl entbehrten im Jahre 1921 1898 Kinder jüdischen Glaubens (12,65%) jedweder religiöse Unterweisung. Der Vollständigkeit halber sei am Schluß noch der Schulverbände gedacht. Die historische Entwicklung hat es bewirkt, daß die Träger des preußischen Volksschulwesens nicht, wie man erwarten sollte, die politischen Gemeinden, sondern die Schulverbände sind. C~ ' 1 £. Jl ' — Ii f j'?r i; CS fc-r Olli iil^CP-t" i irlltiriinn-A n * - f* y\ r\ -i rv './.—>!ir — •_><_> iai clUl UICöCi v-»i uuuiagt ttuvu uiC V UilVöschulstatistik aufgebaut. Man unterscheidet Eigenschulverbände in dem Fall, daß eine einzige Gemeinde einen eigenen Schulverband für sich bildet, Gesamtschulverbände, wenn mehrere Gemeinden zu einem Schulverband sich zusammengeschlossen haben. Die Zahl der ersteren beträgt 13427, die der Gesamtschulverbände 11904. Von den Schulverbänden bestehen 24055 oder 95^ aus Schulen einer Konfession, 1276 oder 5 % besitzen Schulen verschiedener Konfessionen

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