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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 1 · p. Seite 10

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 1
Date
1925-01-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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- 10 - Kiasse anwesend zu sein (siehe E. v. 4. 3. 1920 Z. B. 248). Diese Kinder dürfen nicht zum Erlernen der Texte von Kirchenliedern auch in anderen Unterrichtsfächern (z. B. Gesangstunde) angehalten werden (E. v. 10. 4. 1920 '-y t~i c\ < r*\ L. D ÖiOj. Nachdem wir in kurzen Zügen die Gesetzgebung in bezug auf das Schulwesen — eine erschöpfende Darstellung lag nicht in unserer Absicht — gezeichnet haben, wollen wir nunmehr die Statistik sprechen lassen. Hierbei können wir vergleichsweise die Ergebnisse der Jahre 1911 und 1921 gegenüberstellen, da das Preußische Statistische Landesamt die Zahlen des Jahres 1911 nachträglich für den Gebietsstand des Jahres 1921 umgerechnet hat. Die Zahl der Schulkinder nach ihrem Religionsbekenntnis und ihrer Vprlpilimof am —O ----~" '----- die Schularten demonstriert folgende Aufstellung : Zahl der Schülerinnen) nach dem Religionsbekenntnis und der Verteilung auf die Schularten im Älter von 6—14 Jahren. Im Jahre Volkschulen evang. kath. jüd. zusammen 1911 3 668 211 1 945 386 18 731 5 640 988 65,03 % 34,49 % 0,33 % 1921 3 480 884 1 475 625 16 449 5 533 048 62,91 % 35,71 % 0,31 % Mittelschulen 1911 146 651 25 861 5 428 179 000 81,93 % iA AC O/ i--±,iu 70 3,03% 1921 181125 42 160 5 970 c\s^r\ -i r\v-i zöv iy / 78,41 % 18,25 % 2,58 % Höhere Lehransta lten Inn J.C7J..L 214 820 70 431 18 797 304 813 70,48 % 23,11 % 6,17 % 1 now JLÖiJJ. 266 614 102 688 19 214 391 287 68,14% 26,24% 4,91 % Die Abtrennung Oberschlesiens konnte bei der Aufstellung der Tabelle von seiten des Statistischen Landesamts noch nicht berücksichtigt werden, so daß die Zahlen überholt sind. Immerhin stellen wir fest: Der Anteil der Volksschulkinder protestantischen und jüdischen Glaubens ist geringer als der Gesamtbevölkerung entspricht, der der Katholiken größer. Auf den mittleren und höheren Schulen sind verhältnismäßig katholische Kinder schwächer als evangelische und jüdische Kinder vertreten. Fast 60 Prozent aller jüdischen Kinder im Alter von 6—14 Jahren besuchen mittlere und höhere Schulen, Protestanten 11, Katholiken 7 Prozent. Die prozentuale Zu- resp. Abnahme ersehen wir aus folgender Tabelle: CJ;3 Q m-i c co & JaS *—< 3 ittellulen ihere mlen £3 Ä w r~i ' >% S " t/3;v-> J-i -p U C/) Katholiken. . . . . . . . -2,5 + 3,9 - 1,9 -5,1 + 1.6 — 9,5 + 23,5 + 63,0 + 10,0 + 24.1 + 45,8 + 2,2 Auszählung im Jahre 1921 noch nicht vollkommen in Erscheinung treten, da die Kinder des ersten Kriegsjahres, des Jahres 1915, im Jahre 1921 eingeschult wurden. Bis zum Jahre 1929 wird die Anzahl der Schulkinder infolge dpr Aussttaliiiinp-en des Krieges sinken ö O KJ (Statistische Korrespondenz vom 17. 5. 1923). Man kann bei der obigen Aufstellung ein Abströmen der Schüler von den Volksschulen auf die mittleren und höheren konstatieren, eine Erscheinung, die zweifellos einen Umschwung erfahren haben dürfte; denn die Verarmung breiter Schichten des deutschen Volkes kommt bei der Statistik des Jahres 1921 noch nicht zum Ausdruck, weil eine geraume Zeit vergeht, bis diejenigen Volksschichten, die ihren Kindern höhere Schul-

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