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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1924-08-01 · Heft 5-6 (August 1924) · p. Seite 121

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1924) (Neue Folge)
Issue
Heft 5-6 (August 1924)
Date
1924-08-01
Page
Seite 121 (sequence 31)
Language
German
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- 121 - 4 (4,23 %) Angehörige freier Berufe, 46 (45,4 %) gewerblich Vorgebildete und 50 (50,37 %) Angehörige diverser Berufe. Die jüdische Handwerkergruppe hat sich somit seit dem Kriege u m e i n Drittel vermindert, während die Gruppe diverser Berufe um zweiDrittel zugenommen hat. Ein relativ sehr starkes Anwachsen weist auch die an sich unbedeutende Einwanderung freier Berufe auf, die im Vergleiche zur Vorkriegseinwanderung auf das Dreifache gestiegen ist. Nach wie vor ist ein gewaltiger Unterschied in der beruflichen Struktur der jüdischen und nichtjüdischen Einwanderer zu verzeichnen. So bildeten 1915—1923 in der erwerbstätigen amerikanischen Gesamteinwanderung Angehörige freier Berufe 4,76 %, gewerblich Vorgebildeter 27,73 %, Angehörige diverser Berufe 67,51 %. Trotz ihres Rückganges war die jüdische Handwerkergruppe auch während der letzten Jahre prozentuell fast doppelt so stark, als die allgemein-amerikanische. Eine wesentliche Verschiebung hat innerhalb der einzelnen jüdischen Erwerbskategorien stattgefunden. Das Bekleidungsgewerbe (Schneider, Schneiderinnen, Weißnäherinnen, Schuhmacher, Hutmacher, Putzmacherinnen, Kürschner), die professionell cförlrclp At-iir\r\o A&r \i\Hicr»hAn Y**n\\TariApriinrf IUI M.%KJ fc*« -S^J» i Ml |_/ §*/ W **4WÄ i M V*£w Ä * Ä V V €4. Ä i \A. V- Ä *-* i. * fL^ ■ der 1899—1914 57,28 %, im letzten Vorkriegsjahre 62,89 % sämtlicher jüdischer Gewerbetreibenden angehört haben, ging 1915-1923 auf 53,7 % der „skilled"-Gruppe zurück. Im Bekleidungsgewerbe selbst hat wiederum die zahlreichste Gruppe, die der Schneider, eine beträchtliche Ver minderung erfahren. Während vor dem Kriege 62,44 % der auf das Bekleidungsgewerbe entfallenden jüdischen Handwerker Schneider waren, bildeten sie 1915—1923 nur 49,91 % dieser Gruppe. Auf je 100 jüdische Erwerbstätige verzeichnete man 1899-1914 39 (39,06%), 1915-1923 24 (24,38 %) dem Bekleidungsgewerbe ange- \ hörende Einwanderer, darunter 1899—1914 24 (24,39 %), 1915—1923 12 (12,17%) Schneider. Die Zahl derSchneider ist somit in der jüdischen erwerbstätigenEinwanderung seit 1914 prozentuell um die Hälfte zurückgegangen. In der Gruppe diverser Berufe, war die prozentuelle Verschiebung der einzelnen Kategorien weniger bedeutend. Die Handeltreibenden und Angehörigen verwandter Berufe (zu denen wir auch die als gewerblich Vorgebildete registrierten „Clerks and accountants" hinzurechnen) bildeten vor dem Kriege 62,71%, 1915—1923 58,55 %, dieser Gruppe. Hingegen ist der Anteil der Dienstboten von 35,77 % auf 39,72 % gestiegen. Da jedoch die gesamte Gruppe diverser Berufe unter den erwerbstätigen jüdischen Einwanderern seit 1915 um 2/3 zugenommen hat, habensowohldie„Händler" als auch die Dienstboten im Vergleich zu den andern erwerbstätigen Kategorien eine relativ sehr starke Steigerung zu verzeichnen. Auf je 100 erwerbstätige jüdische Einwanderer zählte man 1899—1914 19 (19,11%) „Handeltreibende und Angehörige verwandter Berufe" und 11 ö (10,9 %) Dienstboten, 1915—1923 29 (29,49 %) Handeltreibende etc. und 20 (20,01 %) Dienstboten. Parallel mit der verminderten Einwanderung des Bekleidungsgewerbes ist folglich seitdem Kriegeeine beträchtliche Vermehrung des Händler- und Dienstbotenelementes in der jüdischen Wanderbewegung zu verzeichnen. Für die kommenden Jahre ist mit einer

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