Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1924) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6 (August 1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 120 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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entsprechenden Kategorien 32,41%, 67,24%, 0,35%. Eine wesentliche Aenderung ist hier folglich offiziell nicht eingetreten. Es ist indes anzunehmen, dass auch unter den ersten zwei Kategorien sich zahlreiche Immigranten befanden, die nur dank der Unterstützung jüdischer wohltätiger Gesellschaften, deren Tätigkeit sich namentlich in den letzten Jahren auf weite Schichten des osteuropäischen Judentums erstreckte, ihre Reise nach Amerika unternehmen konnten. Infolge des überhandnehmenden Familiencharakters der jüdischen Wanderbewegung ist seit dem Kriege eine bedeutende Z u - nähme von Berufslosen unter den jüdischen Einwanderern eingetreten. 140 682 erwerbstätigen standen (1915 — 1^23) 161563 erwerbslose Immigranten gegenüber. Auf je 100 jüdische Einwanderer zählte man 1899-1914 43 (43,34 %) Berufslose und 57 (56,66 %) Erwerbstätige, 1915 bis 1923 53 (53,45) % Berufslose und nur 47 (46,55%) Erwerbstätige. Die Zahl der letzteren ist folglich in der jüdischen FinwanHariinff CAi'f 1Q14!im 17.R10/! (A(\ °Z iLiiii vv uuuwi ung -j>\^£. ■„ i v iT U.1J.J. JL / ) (Ja / ö yx\Jy*J<J /ö 56,66 %) zurücKgegangen. Besonders stark tritt diese das wirtschaftliche Fortkommen im Einwanderungslande wesentlich erschwerende Eigenschaft des jüdischen Wanderlebens bei einem Vergleiche mit der amerikanischen Gesamteinwanderung zu Tage, die 1915 bis 1923 nur 37,84 % Berufsloser und tfV7 \ i\ u/£* H T \\T ArHo + öfi CY c% f TrAfraiVliHAfA \ß^7l\? /O L*, I VV C i S-r O CS. %. L g V. 1 v £,^iv,iilit;iC (1899—1914:26,31% Berufsloser und 73,69% Erwerbstätiger). Prozentuell führte demnach die jüdische Einwanderermasse während der letzten Jahre fast um die Hälfte (53,45 % : 37,84 %) mehr berufslose Elemente mit sich als die allgemein amerikanische. Die berufliche Gliederung der jüdischen erwerbstätigen Einwanderer hat sich seit dem Kriege erheblieh geändert. Die amerikanische Immigrationsstatistik unterscheidet drei Kategorien erwerbstätiger Einwanderer: I.Angehörige freier Berufe („professional"), 2. Gewerblich Vorgebildete („Skilied"), zu denen neben den Gewerbetreibenden auch die Handelsangestellten („Clerks and accountants") gehören, und 3. Angehörige diverser Berufe („miscellaneous"), zu denen hauptsächlich Landwirte und Erdarbeiter, Handeltreibende und Angehörige verwandter Berufe, unqualifizierte Arbeiter („laborers") und Dienstboten zu rechnen sind. Die letztere Kategorie bestand in der jüdischen Einwanderung größtenteils aus Händlern (auch die jüdischen „laborers" waren frühere Händler, die Vermögens- und beruflos in Amerika landeten und als unqualifizierte Arbeiter sich in den amerikanischen Einwandererrollen registrieren ließen) und Dienstboten — in der nichtjüdischen Einwanderung hauptsächlich aus landwirtschaftlichen Elementen. Auf die einzelnen Kategorien entfielen 1899—1914: in der jüdischen erwerbstätigen Einwanderung 1,33 % Angehörige freier Berufe, 68,19% gewerblich Vorgebildete und 30,48 % Angehörige diverser Berufe (Händler und Dienstboten); in der a'igemein amerikanischen erwerbstätigen Einwanderung — 1,5% Angehörige freier Berufe, 20,15 % gewerblich Vorgebildete und 78,35% Angehörige diverser Berufe. Der Prozentsatz der gewerblich Vorgebildeten unter den erwerbstätigen jüdischen Einwanderern überstieg somit den entsprechenden Prozentsatz der allgemein» amerikanischen Einwanderung um das dreieinhalbfache. Die letzten neun Jahre brachten in der jüdischen Einwanderung eine starke Steigerung der Gruppediverser Berufe bei gleichzeitigem Rückgang der gewerblich Vorgebildeten. Man zählte 1915—1923 auf je 100 erwerbstätige jüdische Einwanderer