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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1924-01-01 · Heft 1 (Januar 1924) · p. Seite 17

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1924) (Neue Folge)
Issue
Heft 1 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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- 17 — Bei der Gesamtzahl der jüdischen Geburten sind die ehelichen und unehelichen zusammengefaßt, nicht berücksichtigt die totgeborenen Kinder aus Mischehen, bei weichen in 10 Jahren insgesamt 18 notiert sind. Aus der Tabelle ergibt sich, daß die Totgeburtenziffer bei den Juden im Durchschnitt niedriger ist, wie bei der Gesarntbevölkerung. Dies haben auch schon Berechnungen aus früheren Zeiten ergeben. 1905 entfielen bei der christl. Bevölkerung jüd. Bevölkerung 3,29 1,84 1906 3,26 2,37 1907 3,2 1,52 Totgeburten. Daß die Zahl der Totgeburten bei den Juden geringer ist, wie bei der christlichen Bevölkerung ist eine längst bekannte Tatsache. Da die Zahl der Knabengeburien bei den Juden größer ist, wie im Bevölkerungsdurchschnitt, so konnte bei den Juden eine größere Totgeburtenziffer erwartet werden. Die Gründe für das geringere Vorkommen sind sozial-hygienischer ■NT^+^ v \\TxU~rs^ A A: ~ T„U\ T~l^-~U.-.rl^n iNciLui. w duiciiü uic i^am uci i'jigcuuucn bei der Gesamtbevölkerung regelmäßig anstieg und dieser Anstieg auch nach Aufhören des Krieges noch anhielt, ist ein solcher auch bei den Totgeburten bei der jüdischen Bevölkerung während des Krieges nachzuweisen. Er ist aber sofort nach Kriegsende wieder gesunken. Die Gründe für die Zunahme der Totgeburten im Kriege sind ja bekannt. Ungeeignete Ernährung und mangelhafte Schonung während der Schwangerschaft, die Zunähine der Frauenarbeit, stärkere Verbreitung der Syphilis, endlich Mangel der Geburtshilfe. Teilweise sind diese Gründe auch bei der jüdischen Bevölkerung maßgebend gewesen. Bei den unehelichen Kindern ist die Totgeburtenziffer wesentlich größer als bei den ehelichen. Die absoluten Zahlen der Totgeburten bei den unehelich jüdischen Kindern sind jedoch gering, so daß wir Bedenken tragen, relative Ziffern zu berechnen. In den Jahren 1910—1920 entfielen auf 205 uneheliche Geburten 12 Totgeburten, davon in einem Jahre (1917) allein 7. Bei den jüdischen unehelichen Geburten würden daher 5,4% Totgeburten entfallen. Die unehelichen Geburten. Von 100 Geburten waren unehelich bei der Gesamtbevölkerung bei den Juden 1911 13,5 4,9 1912 15,1 6,8 1913 15,7 7,7 1914 16,2 5,8 1915 17,4 6,2 1916 17,4 6,5 1917 17,3 1 o rr JLZ,,Ü 1918 19,0 6,5 1919 16,6 7,0 1920 15,1 6,4 1921 13,2 7,4 1922 15,0 7,1 Während bei der Gesamtbevölkerung die Zahl der unehelichen Geburten im Kriege ständig anstieg, um erst nach Kriegsende wieder abzunehmen, ist ein solcher Anstieg bei der jüdischen Bevölkerung nicht wahrzunehmen. Die Unehelichkeitsziffer ist bei den Juden wesentlich geringer, wie bei der christlichen Bevölkerung. Daß aber die Unehelichkeit auch bei den Juden im ständigen Ansteigen sich befindet, ergibt sich aus folgender Berechnung. Sie betrug in Prozenten der Gesamtgeburtenziffer ohne die Geburten aus Mischehen: 1890 1,2 1893 3,9 1996 3,9 1891 0,9 1894 3,5 1997 3,0 1892 2,8 1895 2,9 1998 4,0

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