Volk und Land
- Journal
- Volk und Land
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 48-49 (27.11.1919)
- Date
- 1919-11-27
- Page
- Seite 1539-1540 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1539 VOLK UND LAND 1540 Typ VI. 5 - Zimmerhäuser in einer Gartenvorstadt " /1E R VA Kl AN TEM DD'TULLENtRUNDRlfJE/ T JR- DA/’ F'JN'FRA7?1JGE HEIHINHAIIT* rüT/LZHEM’RGii EINER* GARTENVOR/TAIT sei 33 ai m, palae./t:sa M.1:lOO J_L i CivNlTT A-ft l>f* flAiXC DLf 23 ■4^ VvH ANSUJOTI 3)ER• af>€K«K?TE.V• VOM DEN GÄHTEo AUS ■ Abb. 54. Den Kern jedes Hauses bildet eine du rcfGbeide Geschosse gehende Halle/ ’ Sie ist der Hauptwohnraum und kann durch ihre Höhe und geschützte Lage verhältnismäßig kühl gehalten werden, lieber ihr ist auf dem flachen Dach jedes Hauses ein besonderes leichtes Schattendach errichtet, welches die Sonnenstrahlen vom Dach der Halle fernhält und einen sehr angenehmen Aufenthalt auf der Dachterrasse gewährt. — Die Häuser sind an den Straßen und besonders an den Gartenseiten auch sonst reichlich mit Loggien, Balkons, Veranden und Schattenhallen versehen. — Die Straßen schneiden sich nicht ganz rechtwinklig, um ein interessanteres Straßenbild zu erzielen und um von dem in Palästina sehr beliebten Sitzplatz der Familie, der Loggia an der Straßenseite, einen vollkommenen Ueberblick über das Straßenleben zu gewähren. — Die Straße ist am Karmelabhange liegend mit einiger Steigung angenommen. — Der Lageplan (rechts unten) veranschaulicht die Aufteilung des Geländes. Zu unseren Bildern Die auf den vorhergehenden Seiten veröffentlichten Bilder gehören zu der in Nr. 39/44 unserer Zeitschrift erschienenen Abhandlung des Architekten Alexander Levy „Vom Bauen und Wohnen“. Die getroffene Auswahl der Illustrationen soll noch einmal die Hauptgesichtspumkte des Artikels hervorheben: Die Bevorzugung der in Palästina ZU1 findenden Baumaterialien, in erster Linie des Lehms, gegenüber den zu importierenden; die Ermöglichung von einigermaßen ausreichender Unterkunft für alle durch eine für den Anfang geringste Bemessung der Wohngelegenheit für den Einzelnen und durch fabrikmäßige Massenherstellung primitiver provisorischer Bauten, die aber möglichst massiv sein sotten; die konsequente Beachtung des „Erweiterungsprinzips“ für alle Bauten der ersten Jahre, d. h. der Möglichkeit für den Siedler, sein Anwesen mit wachsendem Wohlstände allmählich zu erweitern, ohne daß daraus ein Flickwerk entsteht. Eine viel größere Anzahl von Illustrationen findet der Leser in dem soeben im Welt-Verlag erschienenen sehr ansprechend ausgestatteten und mit einem Vorwort von Prof. Dr. Otto Warburg versehenen Sonderdruck „Vom Bauen und Wohnen im neuen Palästina“, welcher als Denkschrift für die Leitung der Zionistischen Organisation in London von der Palästäna-Baugesellschaft herausgegeben ist. Ein beigegebenes Inhaltsverzeichnis erhöht die UebersichtliChkeit der Schrift, welche 56 Seiten im Format von „Volk und Land“ umfaßt und deren eingehendes Studium jedem sich ernstlich für den Auroau Palästinas interessierenden Zionisten dringend empfohlen sei.