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Volk und Land · 1919-11-27 · Heft 48-49 (27.11.1919) · p. Seite 1531-1532

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 48-49 (27.11.1919)
Date
1919-11-27
Page
Seite 1531-1532 (sequence 19)
Language
German
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1531 VOLK UND LAND 1532 Krankenraum begnügen. Doch ist auch dieser nur als eine Art Unfallstation für die erste Hilfe zu denken. Bei ihm ist Vorsorge zu treffen, daß die dort gesammelten Kranken täglich in Lazarette oder Krankenhäuser ab transportiert werden können. Dagegen ist, wenn irgend möglich, innerhalb des Hofes ein Raum als Bade- oder wenigstens Brauseraum vorzusehen, was gerade für die im heißen Klima angestrengt Arbeitenden als fast unentbehrlich erscheint. Zum Schluß (unserer Ausführungen seien noch einige Worte über die gedachte Art der Bauausführung sowie über die Herstellungskosten gesagt. Die Anzahl der in Betracht kommenden Baumaterialien ist verhältnismäßig recht groß. Wir können die Vor- und Nachteile jedes einzelnen in diesen kurzen Ausführungen nicht erschöpfen; j das dürfte prinzipiell sogar auch unmöglich sein, da sich mit den von Fall zu Fall variierenden Bej dingxmgen wie Findigkeit, Herstellung- und Transportkosten, Arbeitslöhnen, Gelände, Klima und Temj peraturen der Wert der einzelnen Materialien sehr j wesentlich ändern kann. Grundsätzlich kann man j daher nur sagen: Es ist das beste und billigste jeweils erreichbare Material zu wählen. Es kommen in Betracht: Lehm, Ton, Holz, gebrannte Steine, Zement, Gips, Kalk, Sand, Bambus, Schilfrohr und Asphaltdachpappe. Das jetzt meist verwendete Kalkbruchsteinmaterial möchten wir bei Häusern für Landarbeiter nur in ganz besonderen Fällen verwenden, da es sich durch Schwierigkeit des Transportes und besonders der Bearbeitung und Verlegung, die nur durch gelernte Steinmetzen und Maurer geschehen kann, sowie durch die unhygienische, sinnlose da überflüssig große Stärke der Mauer und die Ungleichmäßigkeit der einzelnen Stücke ebenso wie durch die Schwierigkeit von Reparaturen den oben entwickelten Grundgedanken in fast allen Stücken widersetzt. Es dürfte sich als Vorurteil herausstellen, wenn man glaubt, daß sich mit dicken Kalkbruchmauern bei so kleinen Objekten, wie es Landarbeiterhäuser im besten Falle immer nur sein können, eine größere Sommerkühle und Wetterbeständigkeit erzielen ließe, als mit nur ein Viertel so starken Wänden Beispiel für die Gruppierung von <20) Einheiten des Typ I in Form eines geschlossenen Hofes <Chans), mit Brunnen in der Mitte <Aufgelöste Pionierbaracke) LJ LJ L .fp rxTH r~i:. u* BftiPitL FU« CMC GRUPPIERUNG VON &r. itRHEtnn DES rrPuS I /n EOF fG£SfWlO£S£N£N HQFCS fCMßNS ] 8*« »WO »SCHAFT. Abb. 20. _ Abb. 21. Hier sollen die ersten Ankömmlinge, die Pionierarbeiten verrichten, besser als in großen, geschlossenen Hallenbaracken untergebracht werden, während sie an den großen öffentlichen Arbeiten oder mit dem Errichten ihrer eigenen zukünftigen Heimstätten beschäftigt sind. Unter den Einheiten befindet sich auch ein Bade- und Duschraum. Räume für plötzlich Erkrankende, sowie Aborte sind außerhalb des geschlossenen Hofes vorzusehen. Ein „Feldlazarett" für je 10 solcher Vorpostensiedlungen gemeinsam. Der Aufenthalt in derartigen „aufgelösten Pionierbaracken" ist, als Einzelunterbringung, gemeinschaftlichem Wohnen in großen Sälen {geschlossenen Holzbaracken) durchaus, auch für Provisorien, vorzuziehen. Die Kosten können sehr niedrig gehalten {etwa 4000 Frcs >, die Bauten später für neuankommende Siedler als Provisorien oder für Lager zwecke, Stallungen, Schuppen, Werkstätten weiter verwendet werden. <S. den Erläuterungsbericht an den JNF.) Abb. 22. Abb. 23. Vordere Partie mit dem Gemeinsdiafts- und Wächterhäuschen Typ J. Ein älteres Modell mir abgenommenen Dächern am Eingang des Hofes - zeigt, wie die Einheiten des Typ I nach Bedarf zu einem, zweien, dreien od. vieren {vordere Ecke) zusammengestellt sind

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