Volk und Land
- Journal
- Volk und Land
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 44-45 (30.10.1919)
- Date
- 1919-10-30
- Page
- Seite 1431-1432 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
- Beirut 1× ep/1047833
- Hebron 1× ep/1047559
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1431 VOLK UND LAND — - 143 2 Reben 13 01 Dunam, Mandeibnume 30 (Dü Dunam, Gärtnerei 6679 Dunam, Oelbäume 7004 Dunam, verschiedene Obstbäume 1050 Dunam, Eukalvptusbäume 19S4 Dunam, zusammen 04 780 Dunam. Die übrigen 110 220 Dunam sind fiir Getreidefelder verwendet worden. ln Gaaliläa besitzen sie 301 OQi Dunam, aber die Pflanzenkultur ist dort noch nicht entwickelt. Die Gesamtzahl der jüdischen Kolonien in Palästina betrag derzeit 60. Amerikanischer Handel nach Palästina Nach einer Meldung der „Schweizer Export-Revue“ haben sich 15 amerikanische Handelsgesellschaften unter dem Namen „American Foreign Trade Corporation“ mit einem Grundkapital von 20 Millionen Dollar zwecks Ausdehnung des Handels nach dem nahen Osten zusammengeschlossen. Die Zentrale dieser Gesellschaft wird in Konstantiinopel sein. Filialen werden in Smyrna, Syrien und Palästina eingerichtet. (K. Z. B.) * i Eine große jüdische Film - Gesellschaft mit dem Namen „Menorah“ hat sich gebildet, die in Palästina die Filmindustrie speziell vom jüdisch-nationalen Standpunkt fördern will. Als künstlerischer Leiter des Unternehmens ist der bekannte jüdische Künstler J. Bendow bestimmt worden. Eine Anglo Palästina Export- und Import-Gesellschaft hat sich gebildet mit dem Hauptsitz in Haifa. Die Gesellschaft ist englisch, die in Leeds ihre Verwaltung hat. Sie gibt in einem Zirkular an die jüdischen Kolonisten in Palästina bekannt, daß sie für die palästinensischen Landesprodukte gute Absatzgebiete hat. Der Handelswelt teilt die Gesellschaft mit., daß sie bereit ist, sämtliche im Lande erforderlichen Waren aus dem Auslande zu importieren. Die Petrogr,ader jüdische Bau-Ge9ellschaft „Haboneh“ hat sich als eine englische Gesellschaft mit einem Grundkapital von 200 000 Pfund konstituiert. Der Preis einer Aktie beträgt 1000 Pfund anstatt des früher fixierten Preises von 50 000 Rubel. Verkehr innerhalb Palästinas Nach einem Bericht der „Neuen Züricher Zeitung“ sind die bis zum 1. September in Kraft gewesenen Verkehrsbeschränkungen, in den von den Alliierten besetzten Gebieten nunmehr gänzlich aufgehoben. Von diesem Datum an ist das Reisen innerhalb Palästinas ohne besondere Erlaubnis gestattet. Zwischen Jerusalem und Jaffa, Sichern, Hebron und Jericho verkehrt ein täglich zweimal zur Ausfahrt gelangender Automobilomnibus. Vom 6. September ab wurde ein einmaliger Dienst zwischen Jaffa und Beirut errichtet, der diese Strecke in acht Stunden bewältigt, während man vor dem Kriege per Schiff 15 und per Wagen 48 Stunden für die Reise brauchte. Der Eisenbahndienst ist in den letzten Wochen ebenfallsi stark europäisiert worden. Zwischen Kairo-Alexaindrien und Jerusalem-Jaffa-Haifa verkehrt ein täglicher Expreßzug mit Schlaf-, Salon- und Speisewagen uind einer Geschwindigkeit von über 60 Kilometer die Stunde. Die Personen. und Frachttarife für Züge und Automobil verkehr sind, in Anbetracht der starken Konkurrenz durch den Kamelvetkehr, bedeutend ermäßigt. Auch die Küstenschiffahrt ist bedeutend erweitert und beschleunigt worden. Es gibt bereits vier europäische Linien, die Palästina berühren uindi weitere sind im Ausbau begriffen. Der Zustrom von Reisenden ist groß. (K. Z. B.); „Schiffsbriefe“ nach der Levante Es bietet sich Gelegenheit, mb den von Hamburg! nach der Levante abgehenden Dumpfem gewöhnliche Briefe und Postkarten als Schiffsbriefe zu befördern, i Die Sendungen müssen mit der Bezeichnung „Schiffs- [ brief“ verseilen sein und frankiert eingeliefert werden. Die Beförderung erfolgt auf die Gefahr der Absender. Sendungen, die den Vermerk „Schiffsbrief“ nicht tragen, können nur durch Vermittlung fremder Postverwaltungen nach dem Bestimmungsort weitergeleitet werden. „Freunde der Kinder“ Unter dem Namen „Freunde der Kinder“ bildete sich in Jerusalem ein großer Verein, der die Errichtung größerer Spielplätze bezweckt, wo die Kinder nach der Schulzeit von 4—8 Uhr sich aufhalten sollen. Bei schlechtem Wetter sollen sie in speziell dazu errichteten Baracken spielen. Dem Verein wird von jüdischer Seite große Sympathie entgegengebracht. Nach einer genauen Statistik beteiligen sich von der schulpflichtigen jüdischen Jugend 100 Prozent, von der christlichen 60 Prozent uind von der muselmanischen bloß 10 Prozent an dem Besuch der palästinensischen Schulen. Die Regierung teilt mit, daß das Technikum in Haifa, das bislang für militärische Zwecke requiriert w'ar, wieder den jüdischen Schulen zur Verfügung gestellt werden wird. Auch das Gebäude der Realschule wird bei erster Gelegenheit freigegeben werden. Hebräisch Dem „Journal des Debats“ zufolge hat Prof. Eli Antebi in Alexandrien sich an das französische Unterrichtsministerium' mit dem Ersuchen gewendet, auch das Hebräische in die Liste der lebenden Sprachein aufzunehmen, die die Kandidaten des Bakkalaureats für Mittelschulen als zwreite Sprache bei den mündlich ein Prüfungen in lebenden Sprachen angeben dürfen. Begründet hat er diese Forderung damit, daß mehr als 6 Millionen Juden hebräisch sprächen, daß es in Palästina eine offizielle Landessprache sei uind daß die jüdische Jugend in Aegypten sich heute außer arabisch und englisch ebensogut hebräisch ausdrücke. Die hebräische Sprache habe sich an den dortigen Schulen, volles Bürgerrecht erworben, wenn auch die französische Sprache die Grundlage des Unterrichts bleiben werde. Auf Grund dieses Berichts, sowie eines vom „Obersten Unterrichts rat“ erstatteten Gutachtens ist nun ministeriell entschieden worden, daß das Hebräische in Zukunft in Aegypten als eine zweite lebende Sprache bei den Bakkalaureatsprüfungen zugelassen sei. In Palästina werden Telegramme im hebräischer Sprache und lateinischer Schrift angenommen. In den Kinos in Jaffa und Jerusalem werden alle Erläuterungen sowohl in hebräischer als auch in arabischer Sprache gegeben. SOZIALES Um die amerikanische Einwanderung Ein Gesetzentwurf, der jede Einwanderung nach den Vereinigten Staaten für die Zeit von zwei Jahren aufheben will, ist Von dem Kongreßmitglied Johnson aus Washington eingebrac'ht worden. Diese Maßnahme wird von der amerikanischen Arbeiterföd er a t ion unterstützt, welche seit vielen Jahren die Einschränkung der Einwanderung als einen ‘wesentlichen! Punkt in ihrem Programm vorgesehen hatte. Die republikanische Partei unterstützt die von Johnson vorgeschlagenen Maßnah-