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Volk und Land · 1919-08-28 · Heft 35 (28.8.1919) · p. Seite 1105-1106

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 35 (28.8.1919)
Date
1919-08-28
Page
Seite 1105-1106 (sequence 13)
Language
German
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1105 VOLK UND LAND V. Die Leitung vollführt die Beschlüsse der Vertrauensmännerversammlung, verwaltet die ganze Tätigkeit der Genossenschaft auf Grund der Statuten und der* Anweisungen der Versammlung, ernennt und entläßt die Beamten. VI. Der Oberste Rat wird für zwei Jahre gewählt. Die Hälfte der Mitglieder des Obersten Rates tritt in jährlichem Turnus aus. j VH. Der Oberste Rat besteht aus 11 Mitgliedern, von denen 6 durch die Vertrauensmännerversammlung in Palästina gewählt werden, 5 von der Leitung des Hapoel-Hazair im Einvernehmen mit denjenigen Organisationen im Auslande, die mit Hapoel-Hazair organisatorisch verbunden sind, ernannt. VIII. Sämtliche Mitglieder des Obersten Rates müssen ihren Wohnsitz in Palästina haben. IX. Der Oberste Rat beaufsichtigt die ganze Tätigkeit der Genossenschaft in Palästina wie im Auslande, bestätigt das Kreditbuch, kontrolliert die Rechnungen und die Geschäftslage, setzt Richtlinien für die Geschäftsführung fest, beruft die Vertrauensmännerversammlungen 1106 ein, beschließt über Eröffnung neuer Filialen im Inimd Auslande, und ist überhaupt das oberste Organ der Genossenschaft. X: Aus der Vertrauensmäunerversammluug wird ein Kontrollausschuß von 3 ^Mitgliedern gewählt, der verpflichtet ist, die Rechnungen der Genossenschaft mindestens einmal halbjährlich zu prüfen, und der die Jahresbilanz zu bestätigen hat. § 12. Beginn der T ä t i g k e i t: I. Die Genossenschaft beginnt ihre Arbeit in Palästina, sobald sie mindestens 1000 Mitglieder im Lande und außerhalb hat, und wenn ihr Barkapital nicht weniger als 2000 ägyptische Pfund beträgt. II. Die Genossenschaft beginnt ihre Tätigkeit im Auslande, sobald die Zahl ihrer dortigen Mitglieder mindestens 1000 beträgt. § 13. Statuten: Diese Statuten sind provisorische bis zum Zusammentritt der ersten Vertrauensmännerversammlung in Palästina. (Uebertragen auis dem hebräischen „Hapoel-Hazair“.) AUS POLITIK, WIRTSCHAFT UND PALAESTINA - ARBEIT | iiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiHiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiitiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHHiiiiiittiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiuiiiiiimiiiiiiiiiiiiimmummiimminuiiimiiiiltitiiiiiiiimiiHiiiiiiiiiiiiiiimtimimiiiimiiiiu mimimiuiiiumiiimiiiuiuiiutii? POLITISCHES Ein antizionistisches Memorandum der Araber Das Kopenhagener Zionistische Büro meldet: In den „Mitteilungen “ ist bereits berichtet worden, daß die „Amerikanische Sektion der interalliierten Kommission“ bei ihrem Aufenthalt in. Palästina eine ganze Reihe von jüdischen, christlichen und mohammedanischen Deputationen empfangen hat, die der Kommission ihre Wünsche bezüglich der zukünftigen politischen Ordnung vorgetragen haben. Während mehrere arabische Deputationen sich bei dieser Gelegenheit durchaus freundlich zur Frage der jüdiscten Einwanderung nach Palästina äußerten und in richtigem Verständnis der politischen Verhältnisse und der Bedürfnisse des Landes die Hoffnung auf ein harmonisches Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsteile Palästinas zum Ausdruck brachten, wurden der Kommission von anderen arabischen Gruppen auch Protestresolutionen gegen die zionistischen Bestrebungen und die bevorstehende jüdische Einwanderung nach Palästina überreicht. Wir veröffentlichen im nachstehenden den Wortlaut eines Memorandums, das eine Gruppe von Arabern der amerikanischen Kommission übergeben hat. Es heißt dort wie folgt: „Das südliche Syrien, genannt Palästina, ist aus drei Mutessarifaten (Kreisen) Jerusalem, Nablus und Akko zusammengesetzt. Die Zahl der Einwohner Palästinas beläpft sich auf etwa eine Million. Hiervon sind 60 000 Juden, die .in den verschiedenen Orten des Landes zerstreut sind, und 900 000 Mohammedaner, Christen, Fellachen und Beduinen, die alle einer Rasse angehören — der vereinigten arabischen Rasse. Die Fläche des bearbeiteten Bodens umfaßt 30 500 Quadratkilometer, von denen 450 Quadratkilometer den Juden gehören, die sie in der letzten Zeit erworben haben. Als die Einwohner des Landes Kenntnis davon erhielten, daß den Juden, hinsichtlich Palästinas Versprechungen gemacht worden sind, ohne Wissen der Bevölkerung, Versprechungen, die gegen dife Interessen der Bevölkerung sind, haben sie unverzüglich Proteste ( durch die Okkupationsmacht und durch die Vertreter j der Großmächte eingereicht. Sie haben zugleich einen | Kongreß in Jerusalem am 27. Dezember 1918 einberufen,! und die erste Arbeit des Kongresses bildete das Einj reichen eines Protestes, in dem mit klaren Beweisen | die Forderungen der Zionisten als unberechtigt zurückgewiesen -wurden. Die Beweise sind folgende: 1. Die Behauptung der Zionisten, daß Palästina j ihnen im historischen Sinne gehört, ist unberechtigt. Dieses Land ist nicht ihr ursprüngliches Vaterland. Ihre Väter stammten aus den Gegenden der beiden Flüsse, von wo aus sie nach Aegypten auswanderten, wo sie 400 Jahre lebten. Ab sie aus Aegypten aus zogen, kamen sie nach Palästina und besetzten nur einen kleinen Teil des Landes, dessen Grenzen nicht einmal bis jenseits der Berge reichten. Auch die Häfen besetzten sie nicht. Ihr Aufenthalt im Lande währte nicht lange, j und auch während dieser Zeit waren sie anderen.unterworfen. Späterhin wanderten sie nach allen Teilen der Welt aus, ohne irgend etwas zu hinterlassen, was ihnen das Recht geben könnte, dieses Land wieder für sich zu beanspruchen. Ganz anders steht es um uns, die Bewohner des Landes. Wir wohnten in diesem Lande, noch bevor die Juden hierherkamen. Mit dem Beginn des Islams haben sich arabische Stämme in diesem Lande niedergelassen und wohnen hier bereits dreizehnhundert Jahre und verteidigen während dieser ganzen Zeit mit ihrem Blute die mohammedanischen und christlichen heiligen Orte. Während dieser ganzen Zeit behielten sie ihre Nationalität und ihren arabischen Charakter. Und wenn Frankreich sich das Recht nimmt, Elsaß-Lothringen zu beanspruchen, trotzdem dieses Gebiet vor zweihundert Jahren deutsch war, mit welcher Begründung können da die Juden ein Recht auf heben, welches dreizehnhundert Jahre hindurch besteht? Was die religiösen Beziehungen der Juden zu Palästina anlangt, so haben auch diese gar keine Gültigkeit. Die Juden besitzen in Palästina gar keine alten offiziellen Synagogen und religiösen Tempel. Dagegen besitzen solche die Mohammedaner und Christen. Die ganze Geschichte der Juden in Palästina beweist, wie ungeeignet sie für eine Selbstverwaltung sind. Die ganze Zeiit ihrer Herrschaft war ausgefüllt mit Revolutionen, Unruhen, Prophetenmorden, ohne dam

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