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Volk und Land · 1919-08-14 · Heft 33-34 (14.8.1919) · p. Seite 1081-1082

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 33-34 (14.8.1919)
Date
1919-08-14
Page
Seite 1081-1082 (sequence 33)
Language
German
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1081 Stadt /ii entwickeln, was at:eh scli-ui darum iiihiiit».'- bracht wäre, weil d.e Lage der Stadt tiir Handeis/wecke gänzlich ungeeignet ist. Wenn nun die Bevölkerung der Stadt und ihr Wohlstand wachsen sollte, s > ist mit einer regen Bautätigkeit zu rechnen, tuid es ist sicher nicht wünschenswert, da/5 sich jetzt über den grollen Schutlhcrgen jahrhundertalter Vergangenheit noch neue moderne Bauten erheben, unter denen die alte geschichtliche Stadt vollends und endgültig verschwinden würde. F finde rs Pctries Vorschlag geht dahin, eine neue Vorstadt zu gründen, am besten drei Meilen nordwestlich in dem schönen Tale, das von Rama sich herabzieht, Jerusalem mit gutem Wasser versorgen könnte und in wenigen Minuten durch eine elektrische Bahn mit der Stadt zu verbinden wäre. Hierhin wären dann alle modernen Geschäftszwecke zu verpflanzen, und dieser neue Baugrund soll auch allen denen gegeben werden, die die alte Stadt verlassen, um in der Vorstadt zu wohnen. Im alten Jerusalem selbst aber wird das Bauen geänzlich verboten, ausgenommen einige wenige amtliche Bauten wie ein paar Wohnstätten für Pilger, und ein Hospital, wo Juden das langersehnte Privileg genießen können, ihre letzten Stunden abzuwarten. Dann würde voraussichtlich die Bevölkerung der alten Stadt in einer Generation dort ausgesfcorben sein, und man könnte das Ideal erreichen, daß alles bis auf das salomonische Niveau herunter aufgeräumt wird und nur Kirchen und wichtige Gebäude bestehen bleiben. Jerusalem würde so zu einem einzigen lebendigen, geschichtlichen Museum und Heiligtume der ganzen Menschheit, werden. 1082 1 ’iioder.- Petr'e mach’ sel’üeßüeh au! mancherlei l’c 1 diogungen aufmerksam, die nach .«»einer Ansicht mit der Ucberiialtme der Verwaltung Palästinas durch die Juden verknüpft sein sollten. Das Land ist Vien christlichen Völkern heilig geworden, und alle diese Ansprüche müsscM, auch was die Forschung anbetrifft, berücksichtigt werden. Die Samaritaner, die ihren Gottesdienst ungebrochen seit der Zeit der jüdischen Könige aufrechterhaiteo haben, müssen nach 2500 Jahren ihr Recht erhalte t und in ihrer alten Hauptstadt Sichern und Um- I gebung ebenso die Kontrolle haben, wie der moderne! Jude in Jerusalem. SOZIALES Der Brand von Saloniki Nachdem soeben veröffentlichten Bericht des Zentral-Hilfskomitees für Saloniki für die Zeit bis Ende Dezember 1918 hat von den drei Gemeinden in Saloniki, der jüdischen, griechischen und mohammedanischen, die jüdische die weitaus größten Verluste durch den Brand erlitten. Die Zahl der betroffenen Juden übersteigt 55 000. I Verbrannt sind auch das Amtshaus des Rabbinats mit allen Archiven, 16 Synagogen und 11 jüdische Schulen. — Zu den Sammlungen der Hilfsgelder haben besonders die jüdischen und griechischen Gemeinden in Kairo und Alexandria große Summen beigetragen. VOLK UND LAND jjiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimmiiiiiimitiiiuiiiimiiiiiiimiiiiiiiitmiiiiiiimiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiite || BUECHERBE SP RECHUNGEN -- - [[ ^iitiitiiiiiiiniiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiititififfiiiirirrtiiritrtiifritrrrufi’ftutuuturfuummnmfrmifmuuf/iirrimiimnuimitmrrfiiurirffiiiuriifriiinriimriiiJffHiiifrrj^ Ruppins „Aufbau Wir bringen im Folgenden die wesentlichsten Steilen aus der Besprechung, welche die „Jüdische Rundschau“ dem Ruppinscben Buche widmet. Sie stammt aus der Feder von Dr. Elias Auerbach. Wie weit der offizielle Standpunkt in einer Reihe sehr wichtiger Fragen sich dem hier vertretenen genähert hat, möge der Leser selbst beurteilen. „Vielleicht das beste an diesem Buch ist die Art, wie Ruppin bei viel und hitzig erörterten Problemen als über der Sache Stehender mit wenigen Worten, ohne viel Polemik, Wesentlichstes sagt. Hierzu gehört seine Auseinandersetzung über die schematischen Konstruktionen Ballods, über das Tempo der Siedlungsarbeit und die notwendigen Vorbereitungen (S. 110—112). Meisterhaft, obwohl in den einleitenden Gedanken anfechtbar, ist auch die Darstellung des Araber-Problems (S. 124—135). Ruppins Behandlung der schwierigen Landarbeiterfrage (S. 260—275) gibt in ihrem völligen Freisein von jeder Einseitigkeit und ihrem warmen sozialen Verständnis wohl den einzigen Weg, auf dem eine Lösung zu finden sein wird. Und was er in wenigen Worten über Sozialiserung von Betrieben (S. 150—153) sagt, ist von solcher Allgemeingültigkeit und Ueberzeugungskraft, daß der ernste Leser mehr daraus lernt als aus wortreichen Abhandlungen, in denen Sozialisierung meist ein schemenhaftes Schlagwort der Tages mode ist. Lest, ich wiederhole es, lest alle dieses Buch; fast auf jeder Seite werdet ihr das befreiende Gefühl der Klärung und Bereicherung empfinden können. Aber gerade ein Mann vom Schlage Ruppins wird nicht davon erbaut sein, wenn man sein Buch nur mit überschwänglichen Worten lobt. Ihm ist mehr gedient mit einer sachlichen Kritik und Hinweisen auf schwächere Stellen und auf Lücken. Sein beweglicher und rastlos lernender Geist wird nicht an einmal Geschriebenem ‘ starr festhalten. So will es uns scheinen, daß Ruppin unter dem Einfluß der jetzt abgeschlossenen Kolonisationsepoche an einige der neuen Ideen, die für die zukünftige Arbeit grundlegend sein werden, gar zu zögernd herangeht. Das gilt in der Frage der Nationalisierung des Bodens. Ueber das Prinzip braucht heute kaum mehr diskutiert zu werden. Seine Durchführung ist nicht nur eine moralische Notwendigkeit, sondern auch die zweckmäßigste, vielleicht sogar die einzig mögliche Grundlage einer großzügigen Siedlung. Auch kapitalistische Kreise haben sich bereits mit ihm abgefunden, und wir glauben, daß in keinem Falle bei der Zuteilung neuen Bodens von ihm abgegangen werden soll. Ruppins Bedenken in dieser Richtung erscheinen übertrieben. Der praktische Verstand der Siedler, auch derer mit Kapital, wird ohne weiteres begreifen, daß der Wegfall des Bodenpreises eine Erleichterung ihrer Ansiedlung bedeutet, und daß die Dauersicherung ihres Besitzrechtes durch die Erbpacht eine noch festere ist als durch den Kauferwerb. Trotzdem kann der Nation alfonds erhebliche flüssige Mittel dadurch frei erhalten, daß bei der Zuteilung von Boden oberhalb einer Minimalgrenze (und unterhalb einer Höchstgrenze) die Kapitalablösung eines Teiles der Erbpacht durch bemittelte Siedler festgelegt wird. Auch die Ueberführung des bisherigen jüdischen Landbesitzes in National-Eigentum dürfte sich verhältnismäßig rasch und leicht vollziehen, wenn nur den bis? herigett Eigentümern durch gesetzliche Maßnahmen jede spekulative „Verwertung“ ihres Bodens abgeschnitten wird. Die kapitalkräftige und mit Vorrechten ausgestattete Jüdische Kolonisatibnsgesellschaft hat genug

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