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Volk und Land · 1919-02-06 · Heft 6 (6.2.1919) · p. Seite 183-184

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 6 (6.2.1919)
Date
1919-02-06
Page
Seite 183-184 (sequence 12)
Language
German
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183 ■■■; VOLK UND LAND : -- .184 fabrikafion. Kaiksaudsteiniiidustrio. Poitiandzementfabrik. Ziegeleien?. Die Brennmaterialfrage. Die Fragen des Materialtransponwesens. Die Kraft frage.) (Bearbeitungswerksrätten.) Das Typenhaus und das Typenmöbel. Das Reihenhaus. Möglichkeiten der Wohnhygiene und des „sozialen Komforts“. Von den sozialen Möglichkeiten im Bauwesen. Beschränkung der Raumzahl und der Bauwillkür. Sozialer Ausgleich im Wohn wesen. Gemeinschaftsküchen. Gemeinschaftshäuser. Pie Wohnküche und andere technische und soziale Wohn fragen. Bautechnische Einzeluntersuchungen. Die Wand. Der Fußboden. Das Dach. Lüftung. Heizung. Be- und Entwässerung. Fäkalien. Haus und Landschaft. Das Haus am Meere. In der Ebene. Im Gebirge. Der Industriebau. (Das Geschäftshaus, das Lagerhaus, die Fabrik, der Bahnhof, das Gasthaus, Kuranstalten.) Der Kulturbau. (Gotteshäuser, Schulen, Hochschulen, Theater, Kinos, Saalbauten, Museen Volkshäuser.) Die Unterkunftsfrage für die zu erwartende Masseneinwanderung und ihre Lösungsmöglichkeiten. Der Grenzfall. (Untersuchung über die untere Grenze des Wohnbedürfnisses für die verschiedenen Arten der jüdischen Einwanderung und die untere wirtschaftliche und technische Grenze für seine Befriedigung.) Untersuchungen und Beiträge zur Schaffung der Typenhäuser und der Typenmöbel' für die verschiedenen Fälle und Lagen’ der jüdischen Ansiedlung. Das Fernkraftproblem für Palästina in seinen Beziehungen zur Baukultur. (Zur Frage einer elektrischen Fernkraftzentrale.) Das Schnellbahnwesen. (Expansive Siedlungen? Das Lande rschli e ßu n g sp rob 1 em.) Die Aufforstungsfrage in ihren Beziehungen zum palästinensischen Bauwesen. 11. Abteilung. Ingenieurbauwesen. Das Ingenieurbauwesen. Die Anwendbarkeit der technischen Bauformen in Palästina. (Eisenbau, Eisenbetonbau, Zementbau, Lehmbau, Steinbau usw.) Tiefbau. Straßenbau. Verkehrsbauten. (Eisenbahn-, Straßenbahn-, Schnellbahn-, Brücken-, Hafenbauten.) Ent- und Bewässerungsbaüten. Das Fernkraftwerk. Das Stauwerk. Baumaterial- und andere Fabrikbauten. Industriebauten. Neue Methoden im Ingenieurbauwesen. usw. KARTE VON MESOPOTAMIEN UND SYRIEN*) Die Tätigkeit der preußischen Landesaufnahme hat auch während des Krieges nicht geruht, sie hat vielmehr die an der Front kämpfenden Truppen durch Herstellung vieler Millionen Karten aller Art und der verschiedensten Maßstäbe in außerordentlich bedeutungsvoller Weise unterstützt. Jeder, der an der Front war, hat den Wert und die Unentbehrlichkeit guter Karten schätzen gelernt. Doch nicht nur mit der mechanischen Herstellung, dem Druck hon Karten, hat sich die Landesaufnahme während des Krieges beschäftigt, sie hat vielmehr eine ganze 'Reihe von Kartenwerken völlig neu geschaffen, die. ursprünglich nur für die militärischen Operationen bestimmt und daher der Oeffent- Iichkeit nicht zugänglich, nunmehr nach Beendigung des Krieges ihre geheime Eigenschaft verloren haben und jetzt ebenso wie alle früheren Kartenwerke der Landesaufnahme, von deren amtlichen Verkaufsstellen oder im Buchhandel bezogen werden können. Das erste freigegebene Kartenwerk ist die „Karte von Mesopotamien und Syrien im Maßstabe 1:400 000“. Sie bringt ein Gebiet zur Darstellung, in dem auf Triangulation begründete Vermessungsarbeiten bei Beginn des Krieges noch fast völlig fehlten. Die Bearbeitung der Kartenblätter, die unter Leitung des Professors der Geographie an der Universität Tübingen Dr. Karl Uhlig erfolgte, gi.ng in folgender Weise vor sich : Zunächst fertigte ein wissenschaftlich geschulter Georaph — es standen zur Mitarbeit mehrere Hochschullehrer er Geographie und eine Anzahl anderer geographischer Fachleute zur Verfügung — einen genauen Entwurf des Kartenblattes an, indem er in kritischem Vergleich alles irgend erreichbaren gedruckten und ungedruckten Quellenmaterials ein. der Wahrheit möglichst "nahe kommendes Kartenbild zu geben Strebte. Gleichzeitig suchte ein Orientalist (Geh. Regierungsrat Dr. Enno L i 11 m a n n, Professor für semitische Sprachen au der Universität Bonn, zeitweise unterstützt durch Professor Frank von der Universität Straßburg und Professor Hell von der Universität Erlangen) in schwieriger sprachwissenschaftlicher Arbeit für die geographischen. Namen, die das Quellenmaterial oft nur fehlerhaft und bis zur Unkenntlichkeit verderbt darbot, die richtigen, von den Eingeborenen gesprochenen Formen zu ermitteln; es ist in dieser Hinsicht ein außerordentliches Maß wissenschaftlicher Arbeit auf dasi Kartenwerk verwendet worden und das Ergebnis dieser sorgfältigen sprachwissenschaftlichen Vorarbeit gibt sich( darin kund,, daß es gelungen sein dürfte, einen sehr großen Prozentsatz der auf den Karten eingetragenen! Namen — vielleicht 60 bis 80 Prozent wirklich so wiederzugeben, wie sie im Lande gesprochen werden, und alle früheren Karten in dieser Hinsicht weit zu übertreffen. Nach Beendigung der wissenschaftlichen Arbeit des Geographen und Orientalisten wurde von Zeichnern der Entwurf in. Reinzeichnung übertragen; nach diesen Zeichnungen wurden dann auf photoalgraphischem Wege die Druckplatten hergestellt. Nachdem die Bearbeitung des Kartenwerks in Angriff genommen war, erweiterte sich durch bedeutende Zugänge neuen Quellenmaterials in ganz ungeahnter Weise die Möglichkeit, zu wirklich befriedigenden Ergebnissen. und zu (einer der Wahrheit einigermaßen nahekommenden Darstellung des bearbeiteten Gebietes zu gelangen. Durch die guten Beziehungen zu den türkischen Behörden wurde ferner für alle Eisenbahnlinien in Mesopotamien, Syrien, Palästina .und! Arabien das Originalplanmaterial (größtenteils im Maßstab' 1:5000) verfügbar; es .ermöglichte, den genauen Verlauf der Bahnlinien mit sehr befriedigender Zuverlässigkeit darzustellen. i ,; Ir» Palästina setzte (Ende 1917 die Tätigkeit einer deutschen Vermessungsabteilung ein. Die Vermessungs¬ und Kartierungsarbeiten dieser Formation, deren Begebnisse in zahlreichen Karienblättern im Maßstabe 1:50 000 und in kleineren Maßstäben niedergelegt sind; hat zu einer ganz außerordentlichen Bereicherung der topographischen Kenntnis Palästinas geführt. AUes in allem läßt sich sagen, daß während; der Kriegsjahre bei der kartographischen Abteilung der Landesaufnahme eine völlig einzigartige Materialsammlun.g zur Kartographie der asiatischen. Türkei zusammengetragen worden ist. (Der Tag.) *) Karten der Preußischen Landesaufnahme.

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