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Volk und Land · 1919-02-06 · Heft 6 (6.2.1919) · p. Seite 181-182

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 6 (6.2.1919)
Date
1919-02-06
Page
Seite 181-182 (sequence 11)
Language
German
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181 VOLK UND LAND 182 PLAN ZU EINER SCHRIFTENSAMMLUNO FUER DEN AUFBAU DES NEUEN JUEDISCHEN GEMEINWESENS IN EREZ ISRAEL Von Architekt Alexander L e v v. Der Neuaufbau eines jüdischen Gemeinwesens im Lande Israel steht unmittelbar bevor. Plan und Grundriß für diesen Bau besitzen wir noch nicht. Das einzige was in diesem Betracht vorliegt, ist Theodor Herzl’s kleine, noch halb utopistische, S im Jahre 1896 erschienene Broschüre vom Juden- Staat. Es ist unsere, der Juden Sache, an die Durchdenkung und Aufzeichnung eines solchen Grundrisses nunmehr schleunigst mit allen besten verfüg-! baren Kräften heranzugehen. Dies hat zu geschehen j durch Schaffung einer Reihe von Schriften j über die geistigen, ökonomischen j und technischen Grundlagen, Erforj dernisse und Möglichkeiten unseres Neui aufbaues. Für jedes der großen in Betracht komj menden Gebiete: Wirtschaft, Recht, Technik, Kul-! tur, Landerschließung, Bauwesen, Staatswesen, j Politik, Sozialismus, Religion, Medizin, Schule, i Wissenschaft usw. ist ein Herausgeber (oder ein { Stab von solchen) zu bestimmen, in dessem Geiste dann eine Schar der geeignetsten und befähigtesten j Mitarbeiter auf jedem Gebiete die notwendigen Einzeluntersuchungen lanzüstellen hätte, die in Form j von Monographien in einheitlichem Buchgewande herauszugeben wären. — Die Herausgabe hätte im Aufträge der jüdischen Gemeinschaft (vorläufig des P. A. der zionistischen Organisation, später eventl. des Arbeitsamtes des jüdischen Gemeinwesens) für gewisse Gebiete (Technik, Bauwesen), eventl. auch in Verbindung mit den größten Interessentengruppen auf den betreffenden Gej bieten, zu geschehen. j Die ganze Arbeit müßte unter Leitung eines Gesamtherausgebers stehen, um die Einheitlichkeit und Gleichgerichtetheit des Werkes zu wahren; er hätte in steter Gemeinschaft mit den Chef- ' Herausgebern der Einzelabteilungen zu arbeiten. Jerusalem müßte der Herausgabeort sein, die Sprache des Werkes möglichst alle Sprachen der j Juden umfassen (Hebräisch, Jiddisch, Deutsch, j Russisch, Englisch usw.) Als Zweigorte des Unterj nehmens kämen in erster Linie wohl Jaffa, Odessa, Kiew, Moskau, Petersburg, Warschau, Lemberg. Berlin Wien, Paris, London, Bern, New-York, Sidney, Kapstadt u. a. in Betracht. Der Grundriß müßte allen Palästina-Interessenten aller Völker leicht zugänglich sein, um nicht nur Literatur zu bleiben, sondern um vor allem' die beabsichtigte schöpferische Wirkung auf die entstehende Wirklichkeit auszuüben. Ist es doch der eigentliche und einzige Hauptzweck des Unternehmens, daß nun auch in Wirklichkeit der tatsächliche Aufbau des neuen Staates in möglichster Uebereinstimmung mit den gefundenen festgesetzten Grundzügen geschehe. Ein großer Teil der Arbeiten wird als unmittelbare Unterlage für die zu schaffenden jüdischen Einrichtungen notwendig und' anwendbar sein. ' Um eine deutlichere Anschauung des Gedachten zu geben, lasse ich hier als Beispiel einen ersten Entwurf zu einer dieser Einzelabteilungen, dem Geistigen, ökonomischen und technischen Grundriß des neuen Bauwesens in Erez Israel“ folgen. Man wolle die mir bewußte Mangelhaftigkeit meiner Uebersicht, selbst auf diesem engbegrenzten Sondergebiet, diesem Paradigma-Entwurf gütigst nachsehen, und sich vor Augen halten, daß ich hier nur im ungefähren den Geist zeigen wollte, «aus dem und in dem das Gesamtwerk zu schaffen wäre. Entwurf zu Themen einer Monographiensammlung: Schriften zum neuen Bauwesen im Lande Israel. — Jerusalem 1919. Ein geistiger, technischer und ökonomischer Grundriß des neuen Bauwesens im Lande Israel. Ein Vorwortbuch. Vom Geiste der Baukunst. (Aus dem Inhalt: Kunst, Gewerbe, Technik, Künstler, Religion Sozialismus.) Vom Geiste der Sakralbaukunst und vom Geiste der .Profanbaukunst. Von der Erziehung des Baukünstlers, von seinem Namen und seiner Stellung in der Gesellschaft. (Aus dem Inhalt: Kunst und Wissenschaft, Architektur und Ingenieurwesen. Städtebauwesen. Schule, Hochschule, Technikum, Kunstgewerbeschule, Akademie. Freie Erziehung. Spezialisierung.) „Styl “-Tod! Vom Antlitz unserer Bauten. Ihre Seele. Expressionismus. Die freien Künste und die Baukunst. Die Tradition in Palästina und das neue Bauwesen. Die jüdische Tradition im Golus und das neue Bauwesen. Abendländische und morgenländische Baukunst.* (Mit besonderer Berücksichtigung der vorderorientalischen.) Das palästinensische Bauwesen in Vergangenheit und Gegenwart. Die Organisation unseres neuen Bauwesens. Vom Wohn wesen. Allgemeines. Der Städtebau. (Die Zentralstadt. Die Hafenstädte. Die Netzpunktstädte. Die Zwischenpunktsiedlungen. Die ländlichen Siedlungen.) Die Stadt. (Die Durchdenkung der baulichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten für die verschiedenen Stadtarten In Palästina.) Die Gottesstadt. Wohnstädte und Arbeitsstädte. Die Gartenstadt. Die Landsiedlung. Die „Kolonie“. Das Dorf. Das Beth-Hamikdosch. Die nationalen Bauwerkstätten. Baugesetzgebung. Baupolizeiverwaltung. Bauberatung. Wirtschaftliche Probleme des Bauwesens und des Baubetriebes. Die Bauarbeiterfrage. Sozialisierung des Bauwesens. (Uebergangswirtschaft. Genossenschaftliche und gemischt-wirtschaftliche Vorformen der Sozialisierung im Bauwesen. Die Bodenfrage. Die Bestrebungen zur Schaffung von Normalien. Die Bestrebungen zür Vereinheitlichung des jüdischen Bauwesens. Uebersicht über die bestehenden baulichen Unternehmungen und geplanten Organisationen.) Beiträge zum Bauwesen aus kolonialwirtschaftlichen Erfahrungen. Das Baustoff- und Transportproblem für das heutige und für das neue Palästina. (Der Zement-, iLehmdraht-, Gips-, Stein-, Eisen-, Beton- Holzusw. Bau: neuerschließbare Bau- und Feuerungsmaterialien im Lande. Baumaterial-

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