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Volk und Land · 1919-01-23 · Heft 4 (23.1.1919) · p. Seite 125-126

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 4 (23.1.1919)
Date
1919-01-23
Page
Seite 125-126 (sequence 17)
Language
German
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VOLK UND LAND 126 125 giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiimiiinuitt 1| - - -UMSCHAU - - 1 5 - - — - ■ - - - _ ^llllllllllllllllllllllllinillllllll!lllllllll!ll<llllllll!!lllllllllllllll!llllllllllllllllllllllllll!lllllll!lllllllll!i!lllllllll!IIIII!llll!ll!llllllllllllillllllllllllllllllllll!llillllllllilllllllllllllllinillllllllllllllllllllllll!lllll!l!l!l!!l!lllllillimUIIIIIIIIIIIIII|lllllimi!im!r? Rückkehr der Evakuierten nach Palästina. Förderung englischer Handelsinteressen im Orient. Unter dem Titel „Wirtschaftliche Bildung und der nähere Orient“ bringt der „Near East“ vom 1. November 1918 einige interessante Mitteilungen über die geplante Gründung eines englischen Handelslehrinstitutes, das auch seine besondere Bedeutung für den nahen Osten haben soll. Wie die Zeitschrift bemerkt, stammt dieses Projekt in seiner allgemeinen und ursprünglichen Form von dem verstorbenen Schriftleiter der „Pall Mall Gazette“, Henry Cust, der gleichzeitig Gründer und erster Vorsitzender des „Zentralausschusses für nationale vaterländische Gründungen“ und ein hervorragendes Mitglied des „Ausschusses für die Ausbeutung der Reichshilfsquellen“ war. Man hat das erwähnte Projekt, dessen Hauptzweck nicht die Schaffung einer allgemeinen Handelsbildung:, sondern einer ganz speziellen Fachbildung ist, neuerdings wieder aufgenommen. Der Entwurf, betitelt „Internationales und Reichsinstitut für Handel, Sprachen und Reichsbürgertum“ sieht 1. ein Zentralinstitut in London, 2. Zweigstellen in allen Teilen des Vereinigten Königreiches und des Imperiums, 3. befreundete Institute in jedem befreundeten und verbündeten Lande vor. Der Unterrichtsstoff soll sich in folgende Gruppen gliedern: 1. Kaufmännische Allgemeinbildung, 2. Handel und Verkaufswesen, 3. Bank-, Finanz- und Rechnungswesen, 4. Handelsrecht, 5. Sprachen, 6. Produktion und Fabrikation (in ihrer geschichtlichen und geographischen Bedeutung) und 7. Fachmännische Bildung (im Fabrikwesen, Technik, Chemie usw.). Die Vorlesungen sollen natürlich auf das Gebiet, mit dem sich der einzelne Bewerber befassen will, besonders zugeschnitten sein So würde z. B. für den nahen Osten Handelsrecht eine zur praktischen Arbeit ausreichende Kenntnis des ägyptischen Gesetzbuches und des einheimischen Gerichtsverfahrens umfassen, während als Sprachen Arabisch, Französisch, Italienisch und vielleicht Neugriechisch und Türkisch in Betracht kommen; unter Produktion würden Kenntnisse von Baumwolle, Getreide, Wolle, Erdöl mit einbegriffen sein; Technik würde sich auf Bergbau-, Bewässerungs-, landwirtschaftliches Maschinenwesen usw. erstrecken. Man glaubt, mit vier bis fünf tüchtigen Lehrern den ganzen Lehrplan einer Zweigstelle, die den Bedürfnissen des näheren Orients genüge, in drei bzw. sechs Monaten bewältigen zu können und damit den Studierenden gewissermaßen die Vorteile einer „Presse“ oder eines „Repetitoriums“ zu bieten. Die Fragen des Sitzes , sowie des Schülermaterials der Zweiginstitute sind noch nicht entschieden. Man nimmt an, daß sich zunächst eine größere Zahl von jungen Leuten in der Orientarmee befindet, die sich später im nahen Osten kaufmännisch betätigen wollen, dann aber auch; daß eine Reihe von Angestellten heimischer Orientfirmen die mehrmonatigen Vorbereitungskurse im Ausland mitmachen werden, um dann dort gleich die besten Stellungen antreten zu können. Kairo—Jerusalem. Nach einer Mitteilung der Weltwirtschaftszeitung hat das System der während des Krieges geschaffenen Bahnstrecken zwischen dem ägyptischen Schienennetz und der Bahnlinie Jaffa — Jerusalem durch die Vollendung der Drehbrücke über den Suezkanal bei Kantara seinen Schlußstein erhalten. Damit ist eine ungefähr 300 km weite Lücke zwischen den Bahnstrecken Afrikas und Asiens geschlossen worden. Einstweilen ist die neue Bahnverbindung noch' dadurch ‘beeinträchtigt, daß die ägyptische Spurweite etwas größer ist als die der syrischen Bahnen; aber auch das wird voraussichtlich für die Hauptstrecken geändert werden, Das Jüdische Korrespondenzbüro Bern-Zürich berichtet: Nach der „Moming Post“ vom 20. Dezember sind eine große Anzahl palästinensischer Juden, die von den Türken während deren überstürzten Rückzuges nach Damaskus verschleppt wurden, nun wieder auf der Heimreise nach Palästina, wobei ihnen von den britischen Behörden jeder nur mögliche Beistand geleistet wird. Jüdische Militärpolizei in Palästina. Nach einer Meldung dies Pariser „New Herald“ vom 2. Januar sollen die aus Frankreich zurückberufenen jüdischen Soldaten Amerikas nach Palästina gesandt werden, um dort Polizeidienst zu verrichten. Die jüdische Militärpolizei für Palästina zählt bereits mehr als zehntausend Mann. Das britische Kriegsministerium fordert ebenfalls jüdische Soldaten auf, sich für diesen Dienst freiwillig zu melden. Freier Handelsverkehr mit Palästina. (P. J. P.) Kopenhagen. Die englische Regierung erließ eine Verfügung, die den Handelsverkehr mit Syrien und Palästina und die Ausfuhr von Artikeln, die keinen besonderen Beschränkungen unterliegen, gestattet. Professor Weizraan bei Wilson. Präsident Wilson empfing nach seiner Rückkehr aus Italien Prof. Weizmaun in längerer Audienz. In deren Verlauf wurde auch die künftige Staatsform des jüdischen Gemeinwesens in Palästina unter Berücksichtigung der kürzlichen Besprechung Lloyd Georges mit Weizman und Herbert Samuel erörtert. Präsident Wilson zeigte sich außerordentlich informiert und den zionistischen Wünschen geneigt. Eine Erklärung der japanischen Regierung. Der japanische Gesandte in London veröffentlichte ini Namen seiner Regierung am 10. Januar folgende offizielle Erklärung: Die japanische Regierung nimmt mit Befriedigung von den Bestrebungen des jüdischen Volkes zur Erlangung eines nationalen Heimes in Palästina Kenntnis und sieht mit wohlwollendem Interesse der Verwirklichung dieser Wünsche entsprechend den projektierten Vorschlägen entgegen. Der Gesandte fügte hinzu, daß die japanische Regierung die gleiche Erklärung bereits am 31. Dezember der zionistischen Organisation in Shanghai übermittelt habe. Die Ito und Palästina. Die jüdisch-territorialistische Organisation (Ito) hat, wie die Nachrichten des deutschen Orient-Institutes mitteilen, nach dem Vortrage des Senators Margolin beschlossen, ihr Vorgehen mit demjenigen der zionistischen Organisation bezüglich der praktischen Arbeit in Palästina in Einklang zu bringen. Die bei der Ito bestehende jüdische Auswanderungsgesellschaft soll die Aufgabe übernehmen, die Auswanderung sowohl nach Palästina als auch nach Amerika und anderen Ländern zu regeln.

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