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Volk und Land · 1919-01-23 · Heft 4 (23.1.1919) · p. Seite 127-128

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 4 (23.1.1919)
Date
1919-01-23
Page
Seite 127-128 (sequence 18)
Language
German
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12T VOLK und LAND 128 ^ini'iiiiniiiniiiiHiii(i[ii[iiniiiniiiiiiiiininHiiiH!iiiiiiiiiiiiiiiiinii[iiiiiiii[iiiiiiiniiiiiiiiniiiii!iiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiinii[iiiiiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiiiiniiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiiiiiiini<iiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiiiiniii 11 £ ||- PALAEST INA-ARCHIV .---|j ^limilllfil!illlliill!llllllll|||||il|lli|l!il|||||!l||||||||{|||l!li[lil!l!ltlllli!!llllitl!IIII!!!IIIIIil!l!l!!illllllll!llillll!l!:i!lllilllIIII!IIIIHII[nilil!llllll!liillll[llli!ll!lllll!ll!!!ll!llllillli:illlllll!ni!lll[l!iIIIIIIIiilllll!nilllinilI!iirmi!llllllll!llllillllllliltlinn i Oe 1 bäume. — Oliven. — Rentabilität von j Baum zucht. Ertrag von Oelbäumen. — In Rechoboth wurden 1007 von einigen noch nicht ganz 8 Jahre alten Oelbäirmen (die zweijährig von der Baumschule genommen waren) je 60—80 kg Oliven im Werte von ca. 9—12 Frcs. geerntet und man hoffte in kurzem dasselbe Resultat als Durchschnitt zehnjährij ger Bäume zu erzielen. Das entspräche einer Rentabilität von fast 100 °/o jährlich nach 10 Jahren, während man auf einen bereits lohnenden Ertrag kaum länger ward warten müssen, als bei den in der Anlage wesentlich kostspieligeren Orangenpflanzungen. — Dieses Resultat stimmt übrigens auch mit den Angaben Auhagens überein, der in seinem vorzüglichen Werke*) einen Ertrag von 10—15 Frcs. per Oelbaum als im Kleinbetriebe möglichen Durchschnitt erwähnt. Welche Bedeutung die Olivenkultur für ein geeignetes Land haben kann, erhellt auch aus folgendem Beispiel: Die griechische Insel Korfu hat 712 qkm und 02 000 Einwohner, also 130 Einwohner per Quadratkilometer. Neben Weinbau, Orangen, Zitronen und I Feigenkultur ist ihre hauptsächlichste Baumkultur die; des Oelbaumes. Es gibt auf der Insel über 8 Milj lionen Oelbäume, also ca. 110 per Hektar oder 85 per j Kopf der Bevölkerung**)! * Automobil wesen. — Motorfahrräder. Für den Wüstenverkehr sind wiederholt Motorwagen und Fahrräder empfohlen worden. Versuche, .die anfangs 1913 in Aegypten angestellt wurden, ergaben j als beste Leistungen die eines „Indian“-Motorrades von j 7 PS, das in 3OV2 Sekunden die halbe englische Meile j zurücklegte (entspricht ca. 100 km per Stunde). | Schafzucht. — Milchwirtschaft. , Das ostfriesische Milchschaf gibt ca. 400—700 Liter Milch per Jahr mit einem Fettgehalt von 5 %, der aber durch geeignetes Futter auf .10 % gesteigert werden kann. Die Milch schmeckt angenehm auch zum Kaffee und Tee. Die Wolle ist nicht fein, aber kräftig und wird zu Unterkleidern verwendet. Die Weibchen werfen im Durchschnitt mindestens zwei Junge. Das Geburtsgewicht beträgt zwischen 7 und 12 Pfund. Die jungen Tiere eignen sich noch im gleichen Herbst für "Zuchtzwecke. Das Durchschnittsgewicht der Böcke ist 250, ,das der Schafe 120 bis 180 Pfund. * * OraiigenkuRur. Orangenkultur in Südafrika. — Der Orangenexport in Südafrika begann 1907 mit 3000 Kisten, 1912 waren es 40000. Ein Pflanzer Ln Pretoria erzielte 4800 M. pro Acre und Jahr (12000 M. pro Hektar), ein anderer in der Kapkolonie erzielte halb so viel, und eine Gesellschaft in der Küstenregion hatte jährlich 60 M. pro Baum. *) Hubert Auhagen: „Beiträge zur Kenntnis der Landeskultur und der Landwirtschaft Syriens“. Berlin 1907. Verlag Paul Parey. Preis 2 M. **) Ueber „Olivenbau in Palästina“ siehe auch den gleichnamigen Artikel von ‘Davis Trietsch in „Palästina“ 1902, Seite 211—227. Schafzucht. —- Angoraschafe. In Südafrika liefern Angoraschafe bis zu 14 englische Gewichtspfund Wolle im Werte von ä 2 M. (also bis zu 28 M. pro Schaf jährlich). Baumaterial. — Lehmbauten. — Erdziegel. Die bei dem Bau des Königspalastes Amenhotep III, benutzten sonnengetrockneten Backsteine wurden bei den amerikanischen Ausgrabungen des Jahres 1912 noch intakt und mit dem Königssiegel vorgeftmden. (Alter ca. 3200 Jahre. — Dürfte die Frage der Haltbarkeit von Lehmhäusern illustrieren.) Insekten. Schädlingsbekämpfung. Fangmitteln für kriechende, fliegende Wald-;üsw. Schädlinge wird mit gutem Erfolg eine Leuchtmaese beigemischt. Papierindustrie. — Zelte. — Glasersatz für Gärtnereizwedke. — Textilindustrie. ■— Säcke. — Papiermache. Wasserdicht präparierte Fadenpapiere dienen zur Herstellung von Zelten, Marquisen, Wagenplanen. .— Durchsichtige Papiere statt Glas für Treibhäuser und Treibkästen in der Gärtnerei. Bei .diesen können die neuen Erfahrungen mit der Wirkung farbiger Gläser auf das Treiben usw. verwendet werden. Textilosegarn (zu Wandbekleidung, Möbelstoffen. Teppichen, Säcken usw. verwendbar) wird ,aus Papier mit aufgeklebten Pflanzenfasern gewonnen. Papiermache enthält außer Papiermasse, Leim, Stärke, Kreide, Gips, Ton, feinen Sand, Schwerspat usw. Zur Erhärtung taucht man fertige Gegenstände aus Papiermache in Leinöl und läßt sie an der Luft trocknen. Japanische Kulis tragen Regenmäntel aus Rapier, Haftbarkeit 1 Jahr, Preis 0,75 M. Neuerdings werden Zementsäcke für 50 kg aus Papier gemacht. Bretter und Leisten aus Papierstoff lassen sich formen, gießen, pressen und ornamentieren. In Chicagoer Krankenhäusern wurden Krankenanzüge aus Papier getragen und je nach Gebrauch verbrannt. Dürr ah. — Kaffernkorn. — Ldw. Kreditwesen. Kaffernkorn wurde in Nordamerika im letzten Jahre (1912) in erheblicher Ausdehnung angebaut, namentlich in Texas, Oklahoma und Kamsas; es wurden gegen eine Million Bushel dieser Frucht über Galveston und New-Orleans nach Europa verschifft. Seine Hauptverwendung findet das Kaffernkorn jedoch auf den Farmen selbst, wo es an Vieh aller Art verfüttert wird. Das Kaffernkorn besitzt angeblich 90 v. H. der Nährkraft des Maises und ergibt eine viel sicherere Ernte als dieser. Im letzten Frühjahr haben Bankleute beim Ausleihen von Geld an Farmer (und Großgrundbesitzer beim Verpachten von Ländereien) als B e d i n g u n g festgesetzt, daß ein bestimmter Teil des beliebenen oder verpachteten Landes mit Kaffernkorn bepflanzt würde. Im laufenden Emtejahr hat sich der Kaffemkomanbau im Mississ:ppitale sehr ausgedehnt, und man erwartet dort für die Ausfuhr rund 10 Millionen Bushel zu erübrigen. („Nachrichten“ 1913, Nr. 78, nach Daily Consulär and Trade Reports.) Für die Redaktion verantwortlich: Dr. L. Weinbe rg, Berlin. Verlag: Welt-Verlag O.m.b.H., Berlin W35, Kurfürstenstr. 160 DruckAvon Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg.

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