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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 450

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 450 (sequence 456)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644309--4258-2648607
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Schein. Für Auslösung meiner Seele 1 Fl, dieses Gebet soll der Gelehrte Jakob Kehn für mich lesen. Nach meinem Begräbnisse soll man wenigstens, um zu betätigen: „Wohltun schreitet vor ihm her (Psalm 8114)". 5 Stück Taler dazu legen, macht 25 Fl Schein. 10. Meine Söhne, meine Söhne, jeden Montag und Donnerstag werfet ein (beim Gebet) in die Almosenbüchse wegen meiner 1 Kreuzer. 11. Von meine Kleider soll an mein Vetter (Oheim gemeint) Rabbi Leser, etwas gegeben werden, und die Kleider, die was verkauft oder weggeben werden, sollen nicht gegeben werden, daß sie einwandfrei aus heterogenen Stoffen hergestellt, man soll sagen, daß sie von Nicht - juden genäht, nur ich habe Seide dazugegeben (damit nicht mit Zwirn aus Flachs genäht werde), habe manchmal auch von jüdischen Schneider untersuchen lassen (Kleider aus Wolle und Flachs zu tragen ist verboten, Deutr. 18n). 12. Während der 30 Trauertage sollen 12 Talmudgelehrte lernen (die Mischnah lesen). Die Gelehrten Mhrr: Aron Löb, Jesaja, Simon Sohn Israel, Israel Hirsch, Izik Beer, Selki Proßnitz, Israel Löb, Mose Pintschov, Gerson Kohen. Dem Ahron Löb und Jesaja soll man nichts zahlen für dieses Lernen, weil mir jeder 5 Fl schuldig; sie haben zu Lebzeiten von mir nicht genommen eine Spende und gezahlt will ich nichts haben, so sollen sie jeder für mir (mich) dreißig Tage lernen und die 5 Fl für sich behalten. Sie brauchen auch nicht im Haus (des Verstorbenen) zu lernen. Wenn sie aber gar nicht lernen wollen für „mir", so überlasse ihnen die 5 Fl als Geschenk. Der Gelehrte Simon soll 3 Monate lernen, weil er ist mir 10 Fl schuldig. Israel Hirsch soll auch 3 Monate lernen, man braucht ihm nur 1 Fl zu zahlen, weil er ist mir 5 Fl schuldig. Die „übrigen" sollen nur 30 Tage lernen. Ich bitte diese, daß sie vor dem Lernen sagen, daß sie für mich (für mein Seelenheil) lernen. Der Gelehrte Israel Löb braucht auch nicht ins Haus zu kommen lernen (vgl. Flesch, Jahrb. d. Gesellsch. I, S. 417 n. 9.). 13. Mein Sohn Bezalel soll Vormund von meinen (jüngern) Kindern und meiner Frau (seiner Mutter) behilflich sein und trachten, meine Söhne für Torahstudium erziehen und sie den rechten Weg führen. 14. Wenn, was Gott verhüten möge, meine Frau, soll leben, ihr Zeit aus ist, so soll mein Sohn Bezalel, leben soll, bedacht sein, die Wirtschaft zu verkaufen und soll besorgen, daß Wolf leben, lernen soll bis 14 Jahre und meine Töchter Jitl und Chanah, sollen leben, daß sie versorgt werden, bis sie werden können in Dienst gehen. 15. Achte, mein Sohn, sie des rechten Weges zu führen, verdinge die Mädchen nicht in ein schlecht Haus, auch nicht in ein Brandweinhaus in ein Dorf, es braucht kein Schand zu sein, wenn man ehrlich dient; besser, sich ernähren von sein Verdienst und laßt sich das Geld auf 452 4

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