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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 336

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 336 (sequence 340)
Language
German
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von dieser Welt das Zeitliche gesegnet, genommen und seine heil. Seele wiederum zu Gott, dem Allerhöchsten gewendet, da war unter sein ganzen Gebiet unter allen Leuten von Großen bis Kleinsten ein großer Kummer, Trauer und Klage. Gott der Allerhöchste soll ihm bei denen vor ihm gewesenen Kaisern die ewige Ruhe geben, nach sein zeitlich Gesegnis ist sein Sohn der König Josephus mit Weisheit, Wissen und Einsicht sein Nachfolger, Gott g. s. E. soll ihm sein Weg tun und lassen glücklich sein zu langen guten Tagen, daß Er Erfolge habe wohin er sich wende, und möge alle seine Feinde fallen lassen unter die Ballen seiner Füße Amen! Am 9. Ab 465 d. kl. Z., d. i. Juli 1705 nach der bürgerl. Zeitrechnung ist der Salomo Weisskopf Prozeß eben zu Ende gegangen und hat vom Gericht ein strenges Urteil bekommen, daß er auf drei Jahre im Stadtgraben in der Residenzstadt Wien in Eisen und Band arbeiten soll, ihm das Land Österreich auf ewig verwiesen sein soll. Nach diesem glücklichen Ablauf hat R. Samuel Tausk mit all seinen Hausleuten und Freunden und allen die ihm anhiengen, auf sich genommen alljährlich zu fasten am 21. Schewat von jetzt ab in Ewigkeit, daß er gottlob wieder wohlbehalten frei geworden und jedesmal Lösegeld für seine Person zu geben und allemal zu dieser Zeit in derselbigen Nacht Purim zu machen, sich zu erfreuen an Essen und Trinken und mit großer Freude und vor allem über einen Becher Weins Gott zu loben und zu danken für das große Wunder, was Gott g. s. E. in seiner Barmherzigkeit und Gnade getan hat dem R. Samuel und dem ganzen Haus Israel gerettet vom Tode zum Leben, daß ist billig Gott g. s. E. zu loben und auch öffentlich wissen zu machen der ganzen Welt die große Gnade unseres Herrn des Kaisers s. E. w. e., der Jedem bei seinem Rechte sein allergnädigsten höchsten Schutzflügel ausbreitet und ist auch deswegen die Megila dem Olam zu Nachricht und jedem zu Gutem dem Exempel in öffentlichen Druck ausgegangen,67 damit ein Jeder für unseren allergnädigsten Kaiser beten soll, daß er Nachkommen sehe und lange lebe in seiner Regierung über seinem Reiche bis ewig und daß für Zion der Erlöser komme Amen. 336 30

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