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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 334

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 334 (sequence 338)
Language
German
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Plan einverstanden und Donnerstag, den 9. Adar I. ist erwähnter Meir Essroger abgeschickt worden. Unterdes gieng R. Samuel zu allen Fürstlichkeiten und besonders zu der ihm verordneten hohen Kommission um ihnen seinen untertänigsten Dank billigkeitsgemäß abzustatten und gebeten sie sollen Anweisung geben, in der Angelegenheit weiter nachzuforschen, damit seine Gerechtigkeit an den Tag gebracht werden könnte und hat seinen Weg nach der heiligen Gemeinde Prag nehmen und ist gleich am Fasten Ester zur Purimfreude wohlbehalten nach Prag gekommen. In der Gemeinde war unbeschreibliche Purimfreude, man pries und dankte Gott g. s. E. für das große Wunder, das R. Samuel und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel geschehen ist. Ende des Monats Adar scheni kam Meir Essroger wieder zurück und bringt geschrieben und besiegelt vom Herrscher, dem Landvogt aus der Stadt Basel, daß dieselben Juden von Turnach und Hennegau haben einen Eid abgelegt, daß das eitel falsche Briefe sind und sie bis heute keine Andeutung und auch nur Hinweis haben und daß sie R. Samuel Tausk nicht einmal kennen, und daß dieses hinter ihrem Rücken auf ihr Schlag66 geschrieben worden, welches Lüge und falsch ist und aus dem falschen Brief was Leb Türnich am 24. Oktobris an Salomo Weisskopf geschrieben haben soll, das klare Licht hervorgeht, indem in selbigem Brief steht, daß er Leb Turnich hat nicht viel Zeit zu schreiben., weil er notwendig auf Soldum, auf den Markt reisen muß, in dieser Zeit ist in Soldum überhaupt kein Markt. Nun, wie Meir Essroger dies geschrieben und besiegelt gebracht hat, reist Sonntag am Neumond Nissan R. Samuel mit Meir Essroger wieder nach Wien und nahmen die Briefe von Basel mit sich und übergaben die Briefe an die Kommission i. E. w. E. R. Samuel verlangt und bittet, weil er durch die Briefe seine Gerechtigkeit klar erweist, man sollte sowohl ihn als auch seine Bürgen absolvieren. Es hat sich aber etliche Tage verzogen, ehe sich die Herren der Komission i. E. w. e. zu diesen Briefen aus Basel erklärt haben. R. Samuel ist gleich in der ersten Nacht Pessach wegen seine ausgestandenen Leiden Angst und Schrecken vom Fieber, nicht bei Euch, stark angegriffen worden und etliche Wochen sehr krank gewesen und während seiner Krankheit bringt dem guten Ris sein Weib eine Bürgschaftsurkunde über eine gewaltige Summe für ihren Mann, so daß er mit R. Abraham Austerlitz, welcher mit R. Samuel zusammen gefangen genommen worden war, am Sabbatausgange am Neumonde Ijar aus dem Gefängnisse entlassen wurde. Wie nun R. Samuel wieder gesund geworden ist, hat er wieder bei der hohen Komission stark gebeten und lamentiert, man solle ihn und seine Bürgen absolvieren und dabei die falschen Zeugen hingegen mit einer wohlverdienten Strafe belegen. 334 28

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