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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 333

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 333 (sequence 337)
Language
German
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IRI
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Sie wurde unterschrieben von R. Samuel Tausk selbst und von R. Meir Kadisch, und R. Salomo dem Bruder des R. Samuel und von dem Rabb. R. Baruch Austerlitz, von der Frau Esther Rosenberg, von R. Juda Schick und R. Selig Singer. Nach dieser erfolgten Bürgschaft ist die Sache an Herrn Kampmiller, Kriegssekretari geschickt worden, daß er weiter an Titul Kommandanten Marquis Obiz einen schriftlichen Befehl ergehen lasse, R. Samuel und seinen Bruder Salomo frei zu lassen. Aber Herr Secretari Kampmiller hat dieses ohne Vorwissen Ihro Durchlaucht Prinz Abieni Kriegspräsident titul s. E.w. e. nicht tun wollen, weil R. Samuel durch das Gericht der Soldaten ins Gefängnis gekommen ist und schickte diese schriftliche Entlassung zu hochgedachtem Titul Herrn Prinzen zum Überlesen. Dieser Prinz aber wollte solches nicht ausfertigen lassen, wenn ihm die Kommission nicht zuvor den ganzen Verlauf von Anfang bis Ende schriftlich gebe, wie dies dann geschehen, war der Prinz einverständig und in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 21. Schewat war R. Samuel und sein Bruder R. Salomo aus dem Gefängnisse freigeworden, so schickte R. Samuel mit einem eigenen Kurier den Bräutigam Selke, Sohn des R. Simon Bendiner nach Prag und schreibt die gute Botschaft, daß er frei geworden ist und wie der Bräutigam Selki Mittwoch den 24. Schewat nach Prag gekommen ist, war große Freude und Jubel, in der ganzen Gemeinde. An diesem Mittwoch den 24. Schewat ist der Rabbiner R. Baruch und R. Schalom (!) der Bruder R. Samuels von Wien nach Prag abgereist, so hat R. Samuel mit ihnen über die Sachen des Scheker-Bilbul geredet, nachdem er nur gegen Bürgschaft frei ist, so müsse man notwendig dahin arbeiten, den Behörden klar zu zeigen, daß es ein Schekerbilbul ist. Also befiehlt R. Samuel seinem Bruder und Eidam mit den Vorstehern in der heiligen Gemeinde Prag zu reden und sie zu bitten, sie sollen R. Meir ben R. Jekutiel hakohen Essrogimbrenger,65 welcher ein gescheiter und weitgereister Mann ist, und sprachenkundig und Weg und Steg kennt, nach der Stadt Basel, die in der Nähe von Frankreich liegt, schicken und andre benachbarte Gemeinden, um die Leute, welche die falschen Briefe geschrieben haben sollen, in die Stadt Basel zitieren zu lassen und sie alldort im Gericht unter Eid abhören lassen, und vom erwähnten Gericht geschrieben und besiegelt bringen soll, wie sie unter Eid sagen werden, ob sie solche Briefe ja oder nicht geschrieben haben. Nach dieser Unterredung, da nun der Rabb. R. Baruch und R. Salomo abreisen wollen, kommt gleich nach Wien den guten Aron Ris sein Weib mit ihrem Sohn dem Bachur Simon um zu vernehmen, wie es mit ihrem guten Mann bestellt ist, aber der Rabb. R. Baruch und R. Salomo sind abgereist und kommen in der heiligen Gemeinde Prag an am Freitag den 26. Schewat und trugen den Vorstehern die Rede von R. Samuel vor, die Vorsteher waren mit diesem 27 333

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