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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 296

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 296 (sequence 301)
Language
German
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ANMERKUNGEN. Für die vorliegende Darstellung wurde folgendes Archivmaterial benützt: Faszikel n. m. J 7/49 im Archiv des tschechosl. Innenministeriums. Grundbuch der Stadt Nachod Nr. 1 (Kontraktenbuch vom Jahre 1615), Nachoder Synagogen - buch Nr. 13, Kopien der Judenakten, alle im böhm. Landesarchiv in Prag. Die einschlägigen Aktenstücke im Nachoder Schloßarchiv. Dagegen konnte ich in die zahlreichen Akten des Nachoder Stadtarchivs wegen der erfolgten Übersiedlung keine Einsicht nehmen, obwohl mir die Archivarin Frau Prof. Treitnerovä freundlichst entgegengekommen ist. Allen Herren Archivbeamten sei hier für ihr bereitwilliges Entgegenkommen der Dank ausgesprochen. Ein ganz besonderer Dank gebührt Herrn Max Oberländer, Fabrikanten in Eipel, durch dessen Familienforschung ich zur Bearbeitung des vorliegenden Themas veranlaßt wurde und zweimal die Reise nach Nachod unternehmen konnte, um die Archivbestände und den alten Judenfriedhof daselbst zu erforschen. 1 Dies sind Kolin, Raudnitz, Bunzlau, Nachod; sie sind in dem hebräischen Worte KoRBaN enthalten. 2 Vrgl. J. K. Hrase, Dejiny Nachoda. Dil prvm. Od nejstarsich dob az do bitvy na Büe höre. Nachod 1895, S. 569. 3 Ebenda S. 563—583; Frant. Machät, 2ide v Nächode (Sbornik praci historick^ch. K 60. narozeninäm Jaroslava Golla vydali jeho zäci, Praha 1906) S. 298 bis 319. 4 Hrase a. a. O., S. 581; In der Konsignation der Nachoder Juden vom 1. März 1724 (Nr. 18.194 im Schloßarchiv) steht über die Synagoge: ,,In der Stadt Nachod befindet sich eine aus Holz erbaute Synagoge oder Judenschul, zu welcher Zeit aber solche ihren Anfang eigentlich genommen, ist nicht zu ergründen. Dahingegen aber in den Stadtbüchern bei der Stadt Nachod soviel zu finden, daß a. 1596 ein Jud namens Salomon Czampa ein Haus verkaufet sambt den Garten, wo die alte Juden Schul gestanden, einem Christen benantlich Johann Waniczka. Dahingegen obbesagten Jahre ein Jud namens Isak ein Stück Garten bei seinem Haus in der Gasse denen anderen Nachoder Juden zu Erbauung ihrer Schul oder Synagoge verkaufet hat, woraus erhellet, daß bereits vor 1618 die Juden Synagog zu Nachod erbaut gewesen, ob aber ein solches mit oder ohne allergnädigsten Kais. Consens geschehen, sei hierorts nicht zu ergründen.44 Die Privilegien seien 1664 verbrannt. 5 Vrgl. Hrase, S. 582. 6 Nr. 18.266. 7 Vrgl. Hrase, S. 583. 8 Vrgl. Fr. Machat a. a. O., S. 317. 9 Nr. 1257 im Schloßarchiv. *0 N. m. J 7/49 im AMI. und Nr. 1258 im Schloßarchiv. Ii Vergl. das Bußgebet. *2 Eine Pergamenthandschrift von acht Blättern, die 19 mal 20 Zentimeter groß sind. Sie enthält neben den allgemeinen Gebeten für Sabbat und Festtage, die vom Vorbeter verrichtet werden, und dem Gebete für das Kaiserhaus und dem separaten Gebete für das Nachoder Herrscherhaus, auch ein Seelengebet für die sieben mit Namen benannten Märtyrer, die in Budwitz (Budweis) öffentlich verbrannt wurden. Es sind dies: Bezalel ben Benjamin Katz, Benjamin ben David Katz, Mordechai ben Schelomo Katz, Naftali ben Josef Katz, Jakob ben R. Jitzchok Eilenburg, David ben Chaim und David ben Simon. Außerdem ein Seelengebet für die Verbrannten in Bisawang (?) und für die beiden Verbrannten von Prag. Unter letzteren sind Israel ben Jesaja Zvi Horowitz und sein Schwiegersohn Moses ben Joel gemeint, die am 17. Dezember 1568 durch Verbrennung hingerichtet wurden (vrgl. Gal-Ed Nr. 122). Zuletzt befindet sich das vorliegende 296 26

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