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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 297

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 297 (sequence 302)
Language
German
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Seelen- und Bußgebet über den Nachoder Brand. Es ist in einem sehr schlechten Hebräisch abgefaßt und dürfte bald nach dem Brande niedergeschrieben worden sein. In der Einleitung zur zweiten Ausgabe des Werkes ,,Mareh Jecheskel Katon" von Jecheskel Kindeies, Beregsas 1923, ist dieses Gebet vom Herausgeber Abraham Jehuda Schwarz veröffentlicht worden. Schwarz hat jedoch Worte hinzugefügt, manche wieder weggelassen und die Fehler nur noch vermehrt. Über den Brand in Nachod dichtete Zebi (Hirsch) b. Josef Miklas, Chassan (Kantor), ein Lied, das in Prag 1663 gedruckt werde (M. Steinschneider, Catalog Bodleinna p. 2755). *3 Das Wort „drei" fehlt im Texte. Es kann jedoch nur das Jahr 5423 gemeint sein, da der 10. Ijar im Jahre 5420 nicht auf einen Donnerstag, sondern auf einen Mittwoch fiel. 14 Es wird als höchstes Verdienst eines Sterbenden angesehen, wenn er gleichzeitig mit der Ausrufung des letzten Wortes von Schema Israel, nämlich „echad", seine Seele aushaucht. 15 Vrgl. Hrase, S. 563ff.; Zikmund Winter, Pozäry a palicove v Cechäch. Kulturne historickä Studie. Zlatä Praha VIII, 40, 474 a n. 16 Vrgl. Wegweiser durch das Schloß Nachod, siebente Auflage, Nachod 1935, S. 35 f. 17 Maria Benigna, geboren 1635, heiratete im Jahre 1651 den 52jährigen Octavio Piccolomini. Sie hat, wie aus allen von uns durchgesehenen Akten hervorgeht, als Administratorin von 1656 bis 1690 die Nachoder Herrschaft verwaltet. Sie starb 1701. 18 Vrgl. T. Jakobovits, Die Judenabzeichen in Böhmen, JGJC. III (1931), S. 154. 19 Er wird auch Buchdrucker genannt. Grundbuch Nr. 1, Folie 32. 20 Er führt den Beinamen Pisska, auch Pissek (starb 1701). 21 St. m. J 4/7, folio 236 im AMI. Das Obersteueramt berichtet im Jahre 1666, daß die Kontribution der Juden in Schüttenhofen wegen des erlittenen Brandschadens von 16 auf 12 fl. reduziert worden sei. 22 Die Synagoge wurde aus Holz erbaut. Vrgl. Anmerkung Nr. 4; Die Nachoder Judengemeinde ließ im Jahre 1776 diese Synagoge niederreißen und erbaute eine neue aus Stein. Darüber befindet sich eine grundbücherliche Eintragung vom 14. Feber 1776. Die Judengemeinde ersucht den Bürgermeister und den Rat der Stadt Nachod, ihr zu erlauben, die ,,bisher in der Judengasse über 100 Jahre gestandene hölzerne, nun aber sehr baufällige Synagoge in demselben Ort und Stelle, auch Raum und Umfang und Höhe (wie es bishero gestanden) von Grund neu, jedoch von Stein aufbauen zu mögen". Sie will die Synagoge bis an die Stadtmauer heranbauen, was zu ihrer Befestigung beitragen würde. Der Stadtrat befaßte sich eingehend mit dieser Eingabe, zog Fachleute heran und nahm einen Lokalaugenschein vor. Das Ansuchen der Juden wurde anerkannt und genehmigt. Die Stadtgemeinde verständigte die Judengemeinde, daß sie ihr zum Baue der Synagoge unentgeltlich das Holz aus den Gemeindewäldern mit freier Zufuhr beistelle, ebenso 15 Klafter Steine aus dem Städtischen Steinbruche, auch gratis jedoch ohne Zufuhr, zur Verfügung stelle. 23 Grundbuch Nr. 1, folio 95. 24 Die Abschrift dieses umfangreichen Aktenstückes ließ mir Herr Fabrikant Max Oberländer in Eipel durch seinen Prokuristen Herrn Georg Goldmann in Hronov besorgen, wofür beiden Herren der Dank ausgesprochen sei. 24a Er war einer der fünf Polizeimacher, welche die neue Polizeiordnung für die böhm. Landjudenschaft am 29. Juli 1669 in Kassowitz verfaßten. Daselbst wird er genannt „Raby Elias Nachodt" und unterzeichnet sich: ,,Elias Sohn Jakob sei. von Bresnitz". (n. m. J 7/70 im A. M. I.)- 25 Es muß darauf hingewiesen werden, daß die Namen in den verschiedenen Verzeichnissen starke Abweichungen von einander aufweisen und dadurch oft nicht zu identifizieren sind. 27 297

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