Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 9 (1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 199)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2644300-2644309--4001-2648350- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
55 Über das Verhältnis Maximilians II. und Erzherzog Ferdinands zu ihrem Vater geben die Biographien des Erzherzogs von Hirn und Maximilians II. von Bibl Aufschluß. 56 Vgl. den Bericht des Nuntius Delfino vom 26. April 1564 (Nuntiaturberichte aus Deutschland II, 4, Nr. 22. 57 Vgl. Anmerkung 37. 58 ich meine die Nachricht über die Einwohner von Prag und über die Söhne des Kaisers. Es ist auch in Betracht zu ziehen, daß unsere Erzählung (mit dem Anhange über Maximilian II.) und das Kapitel über Mardochai Meisel, S. 141/42, die einzigen in der Chronik des sogenannten Correctors sind, die von böhmischen Juden handeln. 59 Der terminus a quo ist das Jahr 1576 (Tod Maximilians II.) und der terminus ad quem das Jahr 1605, mit dem die Chronik abschließt. Vielleicht läßt sich der Umstand, daß unsere Erzählung von der Anmerkung im Zemach David nicht beeinflußt ist, als Argument dafür anführen, daß sie vor der Veröffentlichung dieser Chronik, also vor 1592, entstanden ist. 60 Vgl. oben S. 178. 61 Die Erklärung, daß die Darstellung Salomos auf Mitteilungen seines Vaters Mardochai zurückgeht, scheint die einfachste zu sein. Aber gegen eine solche Annahme erheben sich schwere Bedenken. Wenn Mardochai vor seiner Reise nach Rom wirklich geglaubt haben sollte, der Kaiser habe sich durch einen Eid verpflichtet, die Juden zu vertreiben, so müßte er doch in Rom selbst eines Besseren belehrt worden sein. Sollte er wirklich die Geschichte von dem Eid und seiner Aufhebung seinem Sohne Salomo erzählt haben, so müßten wir annehmen, daß dies zu einer Zeit geschehen sei, als sein Erinnerungsvermögen infolge seines hohen Alters schon stark beeinträchtigt war. Wir haben jedoch nicht den geringsten Anhaltspunkt für eine solche Hypothese. David Gans sagt von Mardochai, daß er sehr wahrheitsliebend gewesen sei. Aber mit dieser Bemerkung können wir nichts anfangen, sie ist kein Argument für oder gegen die Annahme, daß Salomo von seinem Vater Mardochai gehört hätte, was er in der Anmerkung erzählt. 2? 197