Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 9 (1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 167)
- Language
- German
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der Ertrag der Steuer für die jüdischen Flüchtlinge aus Schlesien verwendet werden sollte, unzutreffend. Denn im ganzen Responsum werden diese Flüchtlinge mit keinem Worte erwähnt. Der Zweck der Umlage geht übrigens klar aus dem Responsum hervor. «0 Abot, II, 12. 181 Diese Rpp. kommen hier vor Rp. Nr. 277, weil in letzterem die hier behandelte Angelegenheit vom umstrittenen Hause zur Sprache kommt, und ist es daher notwendig, daß der Leser früher über sie unterrichtet wird. 182 R. Leiser (Elieser) Passau in Prag, der Rivale des R. Elia. S. über ihn unten A. 201. 183 Auch hier mußte die Reihenfolge der 3 Rpp. des Stückes im Texte geändert werden, da Nr. 278 die Antwort auf Nr. 279 und 280 enthält. 184 Diesees Schreiben ist an R. Perez gerichtet, wie aus dem Schreiben des letzteren an R. Leiser in Nr. 277 zu sehen ist. Dort sagt R. Perez bezüglich des Hauses: .,Du hattest mir Dein Urteil geschickt", womit zweifellos dieses Schreiben gemeint ist. Dort weiter sagt er nochwie ich Dir im vorigen Jahre geschrieben habe, daß Du Dein Urteil zusammen mit meinem Schreiben... an unsere Lehrer in Neustadt schickst oder an ... R. I. Bruna ..." Wahrscheinlich sind die beiden Urteile nicht nach Neustadt, sondern an Bruna zwecks Entscheidung geschickt worden, und auf diese Weise erklärt es sich, wieso diese Schreiben in die vorliegende Responsensammlung gekommen sind. 185 S. u. die Angabe Davids, daß R. N. von den Eigentümern des Hauses zum Bevollmächtigten eingesetzt worden wäre. 188 Die folgenden Worte des Textes: ,, und ihr (so nach Text Saloniki) Vater, dieser obengenannte Josef" sind in der Übersetzung ausgelassen, da sie eine überflüssige Wiederholung sind. 187 Damit ist wahrscheinlich gemeint, daß er Geld in Prag für die Jeschiba des R. Nathan in Eger sammelte. Sammler" — so übersetzt nach dem Text Saloniki, während in unserem Text das Wort fehlerhaft wiedergegeben und schwer zu deuten ist. 188 R. Nathan zog nach Jerusalem (wahrscheinlich im Jahre 1430, als die Juden aus Eger ausgetrieben wurden; s. A. 123) und ist dort begraben (Pes. Rp. Nr. 161; LJ. I, S. 9.). 189 Nach dem talmudischen Gesetz genügt zur Ersitzung eines Grundstücks eine ununterbrochene dreijährige Dauer der Nutznießung, ohne daß Einspruch dagegen erhoben worden ist.!90 Gemeint sind die Hussitenkriege. Mit seiner Einwendung will Juda sagen, daß er wegen der großen Entfernung sowie Einstellung des privaten Verkehrs infolge des Krieges seinen Protest nach Prag nicht gelangen lassen konnte. 191 Vorangehend sind entsprechende Stellen aus den älteren Autoritäten zitiert. 192 R, Perez, ein Verwandter R. Elias von Prag (s. U. Rp. Nr. 277), war, wie es scheint, eine rabbinische Autorität, dessen Namen auch in Böhmen und Mähren bekannt war. Denn außer der Angelegenheit des Hauses in Prag, die vor ihn gebracht wurde, wendete sich an ihn in einer Sache auch die Gemeinde von Brünn (s. o. 9: Rp. Nr. 86). Wo er Rabbiner war, wissen wir nicht. Wir wissen aber, daß er eine Zeitlang im Rheinland lebte (Weil Nr. 113), in Wiener-Neustadt wohnte (s. o. 16: Rp. Nr. 227, A. 147) und daß er in einer Gemeinde (wo er Rabbiner war?) mit angesehenen Gemeindemitgliedern im hartnäckigen Streite lag (obiges Rp. Nr. 86). Er war leicht erregbar und führte eine scharfe Sprache in seinen Streitbriefen, auch eilfertig im Gebrauche der Waffe des Bannes (s. o. 4: Rp. Nr. 58), war aber im Grunde ein guter Mensch. Denn Isserlein bezeugt ihm nach seinem Tode, daß er ,,viel Gutes getan hat" (LJ. II, S. 85). S. ferner über ihn bei Freimann Nr. 116. Wie hoch er wegen seiner Gelehrsamkeit von Jakob Weil und Isserlein geschätzt wurde, zeigen die an ihn gerichteten Responsen des ersteren (Nr. 19, 78, 79, 113 und obiges Nr. 86), sowie die Tatsache, daß Isserlein bei seinem Ableben einen 65 165