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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 136

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 136 (sequence 138)
Language
German
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sendet einen Mahnbrief an Passau, in dem er alle seine Vergehen aufzählt und schließlich ihm unter Androhung des Bannes befiehlt, Prag zu verlassen. Isserlein und Bruna greifen in den Streit ein. Letzterer richtet ein zum Frieden mahnendes Schreiben an Passau, worin er aber ihn auffordert, sich zu unterwerfen und ihm droht, daß er im Falle des Ungehorsams sich dem Schreiben des R. Perez anschließen würde. R. Perez schreibt noch an den Gemeindevorstand in Prag und ersucht ihn, R. Elia zur Seite zu stehen. Über alle Gegner R. Elias und Anhänger R. Leisers verhängt er den kleinen, beziehungsweise schweren Bann. T. (Nr. 277: Schreiben des R. Perez an R. Leiser Passau). Der Zion auserwählt hat, um dort zu ruhen, möge Dir ein neues Herz und einen neuen aufrichtigen Geist schaffen, daß Du auf die Worte Deiner Lehren hörst, damit es Dir an Deinem Ende gut gehe, Du R. Elieser,201 Gott möge Dich behüten, wenn Du gehorchst. Schauder erfaßte meinen Leib wegen der nicht guten, sondern schlechten Nachricht laut der Klage des hervorragenden Rabbiners, meines Verwandten R. Elia202 über Deinen Rückfall in Deine frühere Schandtat des Haschens nach der hohen Stellung, indem Du Dir den Titel [eines Rabbiners] in seinem Orte beilegst und Deine Herrschaft ausübst und Dir die Rabbinerkrone aufsetzt, die auf Dein Haupt nicht paßt. Wehe dem Geschlecht, das der Fratze eines Hundes gleicht, wo der Kleine sich gegen den Großen erfrecht...202* denn es sind schon viele Jahre, daß der Lehrstuhl des Rabbiners (R. Elia) obenan steht, und viele tüchtige Schüler kamen und schöpften von seinen Wässern (Weisheit)... und sein Ruf dringt in die Welt und sein Name wird immer größer... Du bist aber nicht so, sondern ein Neuling, der vor kurzem angekommen ist, und bald darauf hast Du begonnen, übermütig zu werden und Dir selber den Titel [eines Rabbiners] beizulegen... Und hast Du das übertreten, was Dir zur Einhaltung auferlegt worden war und wozu Du Dich verpflichtet hattest, nämlich daß Du Dir den Titel nicht aneignen wirst, um zur Thora mit dem Titel „morenu"203 aufgerufen zu werden, es sei denn, daß die Großen (die großen Rabbiner) dem zustimmen.204 Und ist dieser Übermut nicht genug für Dich, da hast Du noch begonnen, das Gebiet des obengenannten hervorragenden Rabbiners zu verletzen, der, nach dem Vorzug seiner Qualitäten über die Deinigen zu urteilen, der Lehrer Deines Lehrers sein könnte. Und sind es schon über zwei Jahre her, daß diese Deine Sünde begonnen hat, und wahrheitsliebende Männer, die nach Frieden streben, haben sich eingesetzt, um zwischen Euch zu vermitteln und Frieden zu stiften. Und sie haben zwischen Euch ein stark bindendes Übereinkommen bei strengem Verbot [der Übertretung] zuwege gebracht, in dem sie folgendes schrieben: „Und R. E. (Elia) hat die Erlaubnis an 136 36

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