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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 132

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 132 (sequence 134)
Language
German
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überein. Denn die falschen Anschuldigungen kommen, bei unseren vielen Sünden, häufig vor, und wenn sich ein Teil von ihnen (den Juden) weigern wird [mitzuhelfen], werden sich die Streitigkeiten mehren und die Brüder trennen, und es wird Rost (d. h. Feindschaft) entstehen, und sie werden sich in Parteien spalten, und die Arbeiter werden lustlos werden, und die Lehrer werden verzweifeln, und die Arbeit wird ruhen. Folglich ist es eine große gottgefällige Sache, die zweiblättrige Staude178 zusammenzuhalten und die Risse zu beseitigen. Aber damit haben wir begonnen und damit schließen wir, daß ,,alle deine Taten im Namen Gottes geschehen müssen",180 und unser himmlischer Vater möge uns vor Feuer und Wasser retten und uns den Erlöser senden. So betet Euer Bruder Israel von Bruna. 20 (Rpp. Nr. 278, 279, 280).181 Das herrenlose Haus in Prag, dessen Eigentümer nach Jerusalem gezogen war. Ascher Seriach, ein Verwandter des R. Nathan von Eger, ergreift Besitz vom Hause, wobei er eine dort wrohnende Familie verdrängt. Nach zirka 25 Jahren protestiert der in Thüringen lebende Enkel des früheren Eigentümers, Juda aus Tachau(?), gegen diese Besitzergreifung. Der hinterbliebene Sohn des Ascher erklärt, das Haus sei von R. Nathan, der das Recht gehabt haben soll, über dieses zu verfügen, seinem Vater für gewisse Dienste übereignet worden. Juda behauptet, sein Großvater in Jerusalem hätte ihm das Haus zum Geschenk gemacht. Urkunden fehlen auf beiden Seiten. R. Leiser Passau, Rabbiner in Prag, entscheidet, daß das Haus dem Juda, der zugleich rechtmäßiger Erbe ist, gehört. R. Perez greift das Urteil R. Leisers an. Hauptargument: Juda hat während vieler Jahre keinen Einspruch gegen den Besitz der Familie Seriach erhoben. Er fordert R. Leiser auf, die Sache vor die großen Rabbiner in Wiener- Neustadt zu bringen. T. Das Urteil des R. L. (Leiser)**2 (Rpp. Nr. 279, 280).183 (Nr. 279.) Und nun will ich einen Teil meiner Argumente mitteilen. . .184 Was David Seriach (rrv-it) vorgebracht hat, [ist folgendes]: Sein Vater Aschriel (Ascher) wäre Verwandter des R. N. (Nathan von Eger) s. A. gewesen und R. N. hätte ihn zum Verweser des Hauses eingesetzt gehabt,185 auch hätte er (Ascher) eine Vollmacht von ihm gebracht, in welcher er ihn zum Verwalter bestellt hätte. Ferner sagte er, daß sein Vater zugleich ein Schriftstück von R. Sabbatai und seiner Frau Malka aus Jerusalem — und diese Frau Malka war die Schwester des Vaters von Juda aus Taka (Tachau?) — besessen hätte, aus dem hervorgegangen sei, daß Josef Botfus, der Vater der Frau Malka und Großvater des obengenannten Juda war,186 dort in Jerusalem das Prager Haus seiner Tochter Frau Malka als völliges Geschenk über- 132 32

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