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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 130

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 130 (sequence 132)
Language
German
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schwächlich, so genügen zwei Tage, der Tag der Schlägerei und der, an dem Nissan gestorben ist. Und sein ganzes Leben lang gebe er sich mit Auslösung von Gefangenen, Liebeswerken und sonstiger Rettung von Menschen ab, um den Totschlag eines Menschen wieder gutzumachen. Auch vergleiche er sich mit seinen (Nissans) Erben, um ihnen einen ansehnlichen Betrag zum Lebensunterhalt zu geben, und er soll vor ihnen sowie der Witwe Abbitte tun. Und so kehre er zu Gott zurück, und Er wird ihn in Gnade aufnehmen. So sprach Israel von Bruna. (Nachschrift:) Und dieser Simcha, da er reuig ist und um Buße und Sühne ansucht, ist sofort nach Antritt der Buße als unser Bruder in bezug auf jede Ritussache zu betrachten... 19 (R. Nr. 267). Schreiben Brunas, wahrscheinlich an den Gemeindevorstand in Prag. Das häufige Vorkommen falscher Anschuldigungen gegen die Juden in Böhmen, ähnlich denen in Schlesien. Den betroffenen Gemeinden droht Lebensgefahr. Beschluß der Prager Gemeinde mit dem Rabbiner R. Elia an der Spitze, sämtliche jüdische Gemeinden Böhmens mit einer besonderen Steuer zu belegen, um Mittel zu sammeln und in Bereitschaft zu halten für den Fall des Auftauchens falscher Anschuldigungen in irgendeiner Gemeinde. Die Mehrheit der Gemeinden fügt sich der Prager Anordnung, eine Minderheit protestiert dagegen. Parteiungen in den Gemeinden. Bruna schließt sich der Prager Anordnung an, zu der er auch die gesetzliche Grundlage liefert, und mahnt zu Frieden und Einigung. T. Es steht geschrieben :168 Auf allen deinen Wegen denke an Ihn, und Er wird deine Pfade ebnen. Alle Wege des Menschen und seine Taten müssen im Namen Gottes unternommen werden, und er soll die Ehre der Leute nicht geringschätzen... Deshalb ist es mir schwer wie der Tod, [Worte] gleich geschärften Pfeilen nach der Ferne169 abzuschießen. Aber unsere Sünden haben eigenartige Geschehnisse und Unglücksfälle herbeigeführt, von denen unsere Ahnen keine Vorstellung hatten. Sie zwingen mich, diese Zeilen zu schreiben. Und ersuche ich zuerst den hervorragenden Rabbiner170, Zimmermann, Sohn eines Zimmermanns,171 [und dann] die Traubenkämme und die Blatter,172 am Zipfel des Friedens festzuhalten, und er172a verlasse sich nicht auf seinen Reichtum und seine Macht, um bei der Spaltung der zweiblättrigen Staude173 [untätig] zuzusehen, sondern ihr sollt alle wie ein Mann dastehen, und Gott, gesegnet sei Sein Name, wird in unserem Bunde sein, um uns vor den Ränken unserer Feinde zu retten. Und so möge Sein Wille sein. 130 30

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