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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 119

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 119 (sequence 121)
Language
German
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erkannt werden... Aber ich wage es nicht, meinen Kopf zwischen die Gaonen86 zu stecken und eine erleichternde Entscheidung allein von mir aus zu treffen. Deshalb mögest Du mit Deinen Kollegen und mit R. Jochanan87 verhandeln und wenn Ihr die Freigabe beschließt, so werde ich mich Euch anschließen ... Dein Freund, der Kleinste und Geringste in Israel. (Nr. 61: Anfrage und Meinung R. Salomos in dieser Sache und die Entscheidung Brunas.) T. R. Salomo...88 sandte auch an mich, ich solle in der Sache forschen und schrieb mir eine Erlaubnis [zur Wiederverheiratung]... und ich antwortete ebenfalls, daß es zu erlauben sei, und zwar wegen des Haares... wenn auch aus anderen Gründen (als die Isserleins)...89 7 (Rp. Nr. 79). Trauung mit geborgtem Trauring, geschehen in Budweis. R. Elia aus Prag erklärt die Trauung für ungültig. Bruna und sein Richterkollegium aber entscheiden auf Grund eidesstattlicher Erklärungen des Besitzers des Ringes sowie des jungen Ehemannes, wonach der Ring geschenkt war, daß die Ehe rechtskräftig ist. T. Es trug sich in Budweis90 zu, daß einer mit Namen Asfiel die Tochter des Sch. heiratete. Da er bei der Trauung keinen Trauring besaß, nahm man einen Ring von einem anderen namens Sundel. Ein Dritter namens Lasen meldete aber an R. Elia nach Praga, daß die Trauung mit einem geborgten Ringe vorgenommen worden sei, und R. Elia schrieb harte Worte86 gegen Sundel und befahl dem jungen Ehemann, sich von seiner Frau zu trennen. Da kam dieser hierher nach Regensburg. Zugleich schrieb mir Sundel, daß er den Ring dem Bräutigam voll und ganz geschenkt gehabt hätte. Dasselbe sagte mir auch der junge Ehemann [nämlich], daß er (Sundel) ihm [den Ring] als vollständiges Geschenk gegeben hätte. Nach zwei oder drei Wochen hat man den Ring [dem Sundel] zurückgegeben und sie (die Angehörigen des Bräutigams?) mußten der jungen Frau anstatt des Ringes ein schönes Gebetbuch schenken. Da kamen zu mir R. Jona und R. Bendit und R. Binjamin Kohen und Chaber Nathan Eger91 und wir verhandelten über diese Sache, und kamen zum Schluß: da beide, der Geber wie der Empfänger, behaupten und beschwören, daß es als vollkommenes Geschenk gedacht war, die Äußerung eines einzelnen (Lasen) nicht zu beachten ist, es sei denn, daß zwei zuverlässige Zeugen vorhanden wären, die aussagten, daß sie beim Borgen zugegen gewesen wären, und zwar bis zum Schluß der Trauung. Und ist es nunmehr Sitte in ganz Israel, daß man mit einem geborgten Ringe nicht angelobt.91* 19 119

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