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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 118

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 118 (sequence 120)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644309--3922-2648271
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6 (Rpp.Nr. 60 und 61). Aguna-Frage. Auffindung eines ermordeten Juden, dessen Körper in Teile getrennt, während das Gesicht noch unversehrt war. Zeugenaussage eines Juden vor dem Beth Din, der den Erschlagenen gefunden und wiedererkannt hat. Isserlein, Bruna und der Breslauer Rabbiner R. Salomo sind für die Freigabe der Frau des identifizierten Mannes zur Wiederverheiratung. (Nr. 60: die gerichtliche Aufnahme der Zeugenaussage und das Schreiben Isserleins an Bruna). T. Wir saßen zu Dreien als Beth Din, da kam vor uns Jekuthiel, Sohn des Elieser, und sagte als Zeuge nach dem Gesetz aus, daß er den Josef, Sohn Davids, den Mann der Sara, Tochter des Jakob ha-Levi, bei dessen Lebzeiten gekannt und später als erschlagen und tot gefunden hat. Und so lautete seine Zeugenaussage: Ich, Gerson und Sinai, Söhne des Isaak, fanden genannten Josef, Sohn Davids, ermordet und tot, und ich erkannte ihn an seinem Gesicht, an dem alles unversehrt war: die Stirn, die Nase, die Lippen, das Kinn und die Backen, nur die Augen waren ausgestochen, und erkannte ich ihn nach dem, wie er meinem Auge eingeprägt war. Auch erkannte ich ihn an dem Haar, das schwarz, teilweise grau meliert und gekräuselt war, so wie ich ihn lebend gesehen hatte, denn bei Lebzeiten wohnte er gegen zwei Jahre in meinem Wohnorte. Und sah ich, daß sein Gesicht bleich war, und es war, wie uns schien, zu erkennen, daß er vordem im Wasser gelegen war. Und fanden wir den Kopf zusammen mit den Händen und der Brust, die vom übrigen Körper abgetrennt waren. Den Rest des Körpers, der das Zeichen der Beschneidung trug, hatten wir bereits drei Tage vorher an einer anderen Stelle gefunden. Er verschwand am nächsten Tage, nachdem ich ihn in meiner Stadt gesehen hatte, und suchte ich ihn in der ganzen Stadt, und wir wußten nicht, was ihm zugestoßen ist. Nachher, in der vierten Woche, fanden wir ihn auf dem Felde in der Nähe der Stadt, und habe ich ihn wiedererkannt, wie oben dargelegt. Auch an den Händen habe ich ihn nach dem, wie sie meinem Auge eingeprägt waren, erkannt. Auch bemerkten wir Senkungen in seinem Scheitel, die scheinbar durch Axtschläge verursacht wurden. Sein Gesicht aber zeigte, wie gesagt, weder Wunde noch Beule. Akiba, Sohn des Mose s. A.; Abraham, Sohn des Manoach s. A.; Abraham, Sohn des R. Juda, s. A.82a Und schrieb R. J. Neustadt,83 daß hier ein Anhaltspunkt zur Annahme vorhanden ist, daß [die Agnoszierung] nach drei Tagen [seit der Ermordung] geschehen ist... „Und scheint es, daß sogar nach Tossafot84 und Ascheri,85 die sonst vorschreiben, daß der Körper ganz sein muß, es hier nicht notwendig ist, da er ihn, nach seiner Aussage, am Haar erkannt hat... denn durch das Haar kann das Gesicht sogar nach vielen Tagen 118 18

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