Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 9 (1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 119)
- Language
- German
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Und in der Angelegenheit der Schifra78 will ich Dir kurz antworten ... Det Sache letzter Schluß ist, daß wenn nur ein Zweifel besteht, ob die Pfänder [von den Ratmännern] zurückgegeben worden wären, alle Bürgen von der Zahlungspflicht frei sind, da die Bürgschaften ohne Handschlag waren.. .73a Dein Freund und Kollege, der Kleinste und Geringste in Israel. 5 (Rp. Nr. 59: Schreiben Isserleins an R. Elia in Prag). R. Elia will das Vermögen eines Denunzianten einziehen; Isserlein findet das ungesetzlich, empfiehlt dagegen ihm eventuell Strafen aufzuerlegen. — Politische Mitteilung. T. Groß sei Dein Wohlergehen, mein Freund und Kollege, R. E.,74 G. m. D. b. Inbetreff dessen, was Du mir geschrieben hast über diesen (fehlt der Name), wobei es Dir scheint, daß es erlaubt sei, sein Vermögen zu zerstören, weil Du der Meinung bist, daß es gestattet sei, das Vermögen eines Denunzianten, der keine Buße abgelegt hat, absichtlich zu vernichten, und wenn es nicht erlaubt sein sollte, es zu vernichten, so doch für sich zu behalten... so hast Du die Sache nicht genügend durchgedacht ... Und so wird auch die Meinung Maimonides75 dahin gedeutet, daß wenn der Denunziant sein böses Vorhaben bereits ausgeführt hat, es dann verboten ist, ihn zu töten und seine Habe zu vernichten75*, es sei denn, daß er die Angeberei zu widerholten Malen und gewohnheitsmäßig betreibt [in welchem Falle es erlaubt ist, ihn zu bestrafen und den nichtjüdischen Behörden auszuliefern].76 Und wenn Du meinst, daß dieser Abram77 von dieser Art sei, wirst Du da alles, was er besitzt, erfassen und für Dich behalten? Ich habe aber an R. I. (Bruna) andere Gründe geschrieben, aus welchen sie (die Bürgen) von der Zahlung zu befreien sind,78 und sollte er (Abram) sich widerspenstig gegen Euch79 zeigen und sie bei den bürgerlichen Gerichten verklagen, so würdet Ihr gut tun, wenn Ihr ihm Strafen auferlegen würdet, und ich würde dabei sein... Und das vom „Or Sarua" habe ich R. I. (Bruna), G. m. i. b., gut erklärt,80 er wird es Dir sagen. — Du siehst, ich richte harte Worte66 an Deinen Schwager Mose81 wegen der vielen Klagen (?), die über ihn eingehen. Wahrhaftig, ich schäme mich dessen, was ich über ihn zu hören bekomme. Es wundert mich, daß er auf Dich nicht hört. Oder warum hältst Du ihn davon nicht ab? Kannst Du es aber? — Es gibt bei uns keine klaren Nachrichten, denn die Herrscher und hohen Würdenträger sind bemüht, zwischen unserem Herrn dem Kaiser und Eurer Herrschaft zu vermitteln ...82 Dein Freund und Kollege, der Kleinste und Geringste in Israel. 17 117