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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1938-01-01 · 9 (1938) · p. Seite 114

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
9 (1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 114 (sequence 116)
Language
German
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da es einleuchtend ist, daß er unter diesen Umständen nicht unbefangener Erzähler zu nennen ist, nachdem er gesagt hat, daß der Hauptmann von Plauen ihn gebeten hat, er möge nach dem Juden forschen, der bei ihm im Hause gewesen war, dort gegessen und getrunken hatte und darauf ermordet wurde... Und was der obengenannte Josefa ferner ausgesagt hat, daß er ihn (den Erschlagenen) selbst erkannt hätte und daß er daran nicht zweifle, daß dieser Ermordete der obenerwähnte Susslin sei, so möchte ich ein wenig bezweifeln, ob sein Zeugnis von Wert ist, denn er hat ihn erst nach einiger Zeit [nach der Ermordung] gesehen... Es scheint aber, daß man auf der Zeugenschaft des David bauen kann, der nach den Worten desjenigen Juden, den man geschickt hatte, nach ihm (Susslin) zu suchen,53 aussagte. Demnach hätte er (jener Jude) ein Merkmal an Susslin, als dieser lebte, gekannt, und zwar daß er ein durchgehendes Loch in einem Zahne gehabt hätte, und dieses Merkmal hätte er bei ihm gesehen, als er ihn im Walde liegend aufgefunden hat... Und bezüglich dessen, was mein Freund R. I. (Israel) geschrieben hat, wir hätten zu befürchten, vielleicht sei hier ein eingesetzter Zahn gewesen, so glaube ich, daß wir das nicht zu befürchten haben, denn das ist ganz fernliegend. Erstens müßten wir in diesem Falle (daß der Ermordete nicht mit Susslin identisch sei) annehmen, daß [dem Ermordeten] ein Zahn herausgefallen sei, und da hätte er diesen [Zahn, den Susslin verloren haben müßte] genommen und in die entstandene Lücke eingesetzt... Ferner stimmt in den meisten Fällen der Sitz eines Zahnes mit dem eines anderen nicht genau überein... Daraus ergibt sich der Schluß, daß die Frau, die die Frau des Susslin, des Bruders von Lasen aus Plauen, war, eine neue Ehe eingehen darf, aus den Gründen, die ich oben dargelegt habe... Dein Freund, der Kleinste und Geringste in Israel.54 Ich Israel, Sohn des R. Chajim s. A., an mich erging diese Anfrage betreffend die Frau Zirhelin,54a die Frau des Susslin, des Bruders von Lasen aus Plauen, der ermordet wurde, wie es durch Zeugen festgestellt worden ist. Ich sandte die Sache an unseren Herrn den Gaon, das Haupt des Exils R. J. Weil, G. m. i. b., und er antwortete mir so, wie ich seine Äußerung teilweise wiedergebe, und befahl mir, die Zeugenaussagen nach Mafpurk ( Marburg in Steiermark)55 an den Fürsten Israels, das Haupt des Exils R. I. (Isserlein), G. m. i. b., zu schicken, und so habe ich auch getan. Meine Kernfrage betraf das Loch im Zahne, ob das ein sicheres Merkmal sei oder nicht und ob wir einen eingesetzten Zahn zu befürchten haben oder nicht... Und er (Isserlein) antwortete, daß es wohl ein sicheres Merkmal ist und daß ein eingesetzter Zahn nicht zu befürchten sei, wie es in seinem Schreiben dargelegt ist, und folglich hat 114 14

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