Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 391)
- Language
- German
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Eberhard: Nur bei L., nach dem es „sehr stark" bedeutet, bibl. Name Amatzia — sehr stark, göttlich stark. Edmund: Nach P. wahrscheinlich Edelmund, analog dem hebr. Chupim oder Champhi (1. Mos. 46, 2) und nach Durchführung der üblichen Umstellung Chaphni (1. Sam. 1, 3). L. gibt für diesen Namen mit Benecke die Bedeutung „der edle Redner*4, was dem griechischen chrysostomos gleichkommt und deshalb dem bibl. Namen Baischan analog ist. Sieh Chrysostomus. Eduard, Edvard: P. halten dessen Etymologie für dunkel. Dem Klang nach ähneln ihm zwei biblische Namen: Edu (2. Chron. 12, 15) und Ard (4. Mos. 26, 40), deren Bedeutung aber zweifelhaft ist. L. verwendet bei der Erklärung die Ansicht Beneckes, indem er dafürhält, daß Eduard „treu, edel" bedeutet, etwa wie das bibl. Mechahsja — der göttliche Beschützer; er fügt bei: „Auch scheint die etymologische Idee nicht verwerflich, daß dieser Namen von den biblischen Edu und Ard (zusammen Eduard) entstanden sein könnte." Egidius: Den Namen erklärt nur L., und zwar nach Benecke als „Beschützer", abgeleitet von aegide — Schild, Wappen; daher die Analogie mit dem bibl. Namen des Priesters ^cftto — der göttliche Beschützer, wörtlich Gottesschild. Sieh auch Eduard. Elogius: Bezeichnet nach L. „Lobredner, Prediger", analog dem bibl. Namen Koheleth-Prediger. Emil: P. verweist auf den Namen Emilie. L. interpretiert nach Plutarch, daß das Wort Emil bedeute „der Beredte", ähnlich wie Edmund. Andere wieder leiten diesen Namen von dem Worte „fleißig" ab. Sieh Emilie. Engelbert: Nach P. analog mit Malachi, dem Namen des Propheten. Bei L. ähnlich. Sieh Angelus. Ernst: Sieh Severus. Eugen : Nach P. vom griechischen „edel" und analog dem bibl. Nadab (2. Mos. 6, 23). L. erklärt ähnlich. Eulogius: Eine Erklärung bringen nur P. und fuhren ihn auf das griechische „verständig, gescheit" zurück, analog dem bibl. Hachmoni — der Weise (1. Chron. 11, 11). Ewald; Den Namen erklärt nur L. Nach den Einen bedeutet er angeblich dasselbe wie der Frauenname Eveline, der aus dem Namen Eva gebildet ist. Sieh Eveline. Nach Jean Paul (Dr. Katzenbergers Badereise) bedeutet der Name Ewald „mächtig, stark" und könnte den bibl. Namen Atzom, Amatzia u. ä. analog sein, Fabian: Nach P. vom römischen Namen Fabius, ein im Talmud viel verwendeter Name, wie z. B. in den Wendungen: „Rabbi Elieser, Sohn des Fabius, Rabbi Ismael, Sohn des Fabius". L. leitet Fabian von Faba—Bohne ab. Über die Belegstellen dieses Namens im Talmud schreibt er dasselbe wie P. (Trakt. Beza). Faustin, Faustus: Nach P. und nach L. „beglückt, glücklich". Sieh Felix, Felicitus: Sieh Felix. Felix: Der Glückliche, analog dem bibl. Namen Ascher (1. Mos. 30, 13). Ferdinand: Auslegung nur bei L., der den Namen vom altdeutschen Fred (Friede), analog dem bibl. Namen Salom, Salomo — Friede ableitet. Fidelis : Nach L. „treu", analog dem bibl. Amon (2. Sam. 3, 2). Flavius: Nur bei P. Der Name des jüdischen Historikers Josefus Flavius, der unter der Herrschaft des Kaisers Titus lebte. Florentin, Florian, Florinus, Florens: Bedeutet nach P. „Blüten, Blumen, aus Blumen bestehend", analog dem hebr. Namen Paruah. L. bringt eine ähnliehe Auslegung, findet aber mehr analoger Beispiele an bibl. Namen: Ephraim, Perachia, Perach (1. Kön. 4, 17). Fortunat: Der Glückliche. Sieh Felix. Franz: Nach P. stammt er angeblich aus dem deutschen frei, analog dem hebr. Namen Pekach (2. Kön. 15, 22). L. fügt noch die Analogie mit dem bibl. Namen Japhet hinzu. 390 82