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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 383

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 383)
Language
German
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IRI
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*7 Es tat dies mit der Zuschrift vom 23. März 1829 und forderte den Magistrat auf, seine Stellungnahme bis spätestens zum 6. Mai 1829 bekanntzugeben. 18 Mag. Z. 11.521. An der Beratung über die Anfrage des Guberniums nahmen außer dem Bürgermeister Sporschil die Räte Strecker, Koudelka, Borschitzky, Schneider und David teil. 19 Sieh die Zuschrift des Fiskalamtes an das böhmische Gubernium vom 27. Juli 1829. 20 Außer ihnen beteiligten sich an der Beratung: Gubernial-Vizepräsident Ritter von Prochazka und die Räte Breinl, Willmann, Margelik, Peche, Meisner und Janko. 21 Das Gesuch langte am 11. Feber 1830 in Wien ein. 22 Sie fügten hinzu: „Wenn gleich ein Vorname an und für sich gleichgültig oder doch ganz unwichtig scheint, und in der Regel auch wirklich ist, muß er doch wenigstens dort wichtig werden, wo er seinem Klange nach eine besondere Glaubensgenossenschaft bezeichnet. Euerer k. k. Majestät allerhöchster deutlich ausgesprochener Wille ist es, jenen hohen Zweck herbeizuführen, jeden Unterschied zwischen Euerer k. k. Majestät Unterthanen, welchem Religionsbekänntnisse sie immer anhängen mögen, ganz aufzuheben, und sie alle so wie ein guter Vater seine Kinder um sich gleichsam in eine einzige Famüie zu verschmelzen. Warum sollen diesem erhabenen die höchste Humanität bezeichnenden Streben Namen entgegen stehen, denen ein durch Jahrtausende eingewurzeltes Vorurtheil gehässig anklebt?" 23 Den Vorsitz in der Beratung führte in Vertretung des Oberstburggrafen Chotek der Gubernial-Vicepräsident Ritter von Prochazka, und es beteiligten sich die Räte: Breinl, Kronenfels, Herget, Willmann, Margelik, Peche, Meisner, Janko, Hanl, Hartmann und Cron. 24 Es waren dies die Gubernialzuschriften an den Prager Magistrat vom 9. Jänner und 10. September 1829, Z. 56.201 ai 1828 und 35.561 ai 1829. 25 Das Gesuch war unterschrieben von: Samuel Lippmann, Jacob M. Jerusalem, Samuel W. Wehli, Ernst Wehli. J. L. Zappert, J. Taussig, Joseph Polak, Salomon Schmelkes, Nathan Dormitzer, Isak Taussig, S. B. Hirsch, MUDr. Wehle, Jacob Lieben, Simon Brandeis, Ephraim Wiener, Leopold Dormitzer, Simon Wehle, J. Mauthner, Philipp Lippmann, David Bondi, E. X. Thorsch, Joseph W. Low, W. Löwenfeld, Herrmann Wiener, Aron Dormitzer, Aron Rosenbaher (?), Phil. Dr. Ignatz Ledenz (?), E. Bondi Söhne, E. Kuh, Nathan Wedeies, Isaac G. Wehle, Emanuel Morawetz, Isidor Austerlitz, Moses E. Hönigsberg, S. G. Goldschmied, Joseph Teweles, Wiener et Söhne, Emanuel Winternitz, D. G. Fischel, S. Moscheies, M. S. Rosenberg, Gerson Karpeles, Benjamin Jeiteles und Samuel Keiteer (?). Katzau beteiligte sich an dieser Aktion nicht mehr. 26 Sie schrieben von ihnen in schmeichelnder Weise: „Als vor vierzig Jahren das Schicksal der früher so sehr gesunkenen Juden eine bessere Wendung nehmen sollte, als es ihnen leichter gemacht wurde, sich zu bessern Menschen und brauchbaren Mitgliedern des Staats zu bilden, wurden zu diesem Zwecke mehrere ersprießliche und wohlthätige Gesetze erlassen." 27 Dieses Gesuch unterschrieben Isaias Pissling, Wolf Flekeles und M. J. Landau. 28 Er lautete: „Um die Judenschaft in Böhmen nach den angenommenen Grundsätzen der Duldung zum Besten des Staates und ihrem selbsteigenen, der bürgerlichen Bestimmung immer näher zu bringen, damit die Gesetzgebung den Unterschied, den sie bisher zwischen den christlichen, und jüdischen Unterthanen zu beobachten genöthigt war, endlich ganz aufzuheben, in Stand gesetzt werde etc." 29 i. Buch Chronik 26, 14. 30 Der Bericht sollte bis längstens zum 20. September 1831 eingesendet werden. 31 Den Vorsitz der Beratung hatte Oberstburggraf Chotek, und es nahmen an ihr außer dem Gubernial-Vizepräsidenten Ritter v. Prochazka die Räte Breinl, Kronenfels, Herget, Pötting, Willmann, Margelik, Peche, Hanl, Kinsk^, Hartmann und Cron teü. 382 74

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