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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 380

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 380)
Language
German
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IRI
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Name Abadjo — Abadias, und der nicht gestattete Name Abigibon — Avigabaon. Das Verzeichnis ist als Anhang zu den Akten erhalten, welche die Verhandlungen über die Ausdehnung der Reform der Judennamen auch auf Galizien in den Jahren 1804 und 1805 betreffen und im Archiv des österreichischen Unterrichtsministeriums aufbewahrt sind. 26 Publ. 1786-1795, 43/1, 63/117. 27 ich bringe wissentlich alle bewilligten Namen genau nach dem deutschen Original in ihren deutschen Formen zum Abdruck. Ich tue dies deshalb, weil die josefinische Reform den Juden nur deutsche Vornamen vorschrieb. In Klammern zitiere ich sodann den jüdischen Wortlaut der Namen, damit der Leser beurteilen könne, was für Veränderungen die jüdischen Namen bei ihrer Übertragung ins Deutsche unterworfen wurden. Als Behelf diente mir dabei das offizielle, gleichzeitig in Wien herausgegebene Verzeichnis der erlaubten Judennamen und dessen Nachdruck in der Crammerschen jüdischen Gesetzsammlung. 28 Es waren dies: Israel Simon Franckel, Jecheskel Landau, der Prager Oberrabbiner, Joachim Popper, Marcus Eidlitz, Moises Itzeles, Löb Mayer Fischl, Pinckes Michl Jurist, Gabriel Löwy, Dawid M. Taussig, Löb Backoffen, Hersch Beer Wehli, Salomon Marcus Gumpertz, Michael Bachrach, Jacob Günzburg, Eleasar Fleckels, Wolf Simon Fantl, Samuel Lucka, Juda Ausch, Sussman Glogau, Samuel Landau, Hertz Bondi, Jonas Beer Wehli, Abraham Jacob Wiener, Dawid Iiiern (?), Samuel Nachodt, Hersehl Ritzer, Berman Frank, Jacob Weyl, Gabriel Mayer Fischel, Wolf Moscheis Löwi, Aron Beer Hirschl Wehle, Dawid Simon Neustadl, Simon Eger, Dawid W. Raudnitz, Abraham Neustädtl, Salomon Hok, Sine Hok, Wolf Wiener, Abraham Poll, Anschl Tachau, Jacob M. Jerusalem, Salomon Jacob Wedeies, Lazar Duschenes, Dawid Lucka, Elias Lewi, Jontoff Bondi, Wolf Zappert u. a. 29 Dieser Bitte der Juden ist ein besonderes Namenverzeichnis ohne nähere Bezeichnung angeschlossen. Im Texte des Gesuches geschieht davon keine Erwähnung und nur auf dem Rücken des Gesuches ist vermerkt, daß zu dem Ansuchen irgendeine Beilage gehört. Im Verzeichnisse sind im ganzen 137 männliche und weibliche Namen enthalten. Der größere Teil davon ist mit Rotstift unterstrichen. Durch Vergleichung mit den Namen im Gubernialrundschreiben vom 22. November habe ich festgestellt, daß es sich um die im Hofdekrete vom 12. November 1787 bewilligten Namen handelt. In unserem Verzeichnisse sind aber nicht alle bewüligten Namen eingetragen, wodurch die erste Vermutung hinfällig wird, ob es sich hier nicht etwa um eine eingelegte Abschrift des Tirsch'sehen Verzeichnisses handelt. Manche der Namen sind mit Rotstift unterstrichen. Es sind das jene Namen, die den Juden nachträglich mit dem Hofdekret vom 13. Dezember 1787 bewilligt worden waren. Die übrigen Namen sind durchgestrichen; wir begegnen ihnen in keinem Verzeichnisse, sie waren also nach allem verboten. Vielleicht, und das ist das Wahrscheinlichste, geht es hier um das Verzeichnis, mit dem die jüdischen Supplikanten ihr Gesuch vom 4. Dezember 1787 ergänzt hatten und in welchem in Wien vor Herausgabe des Hofdekretes vom 13. Dezember 1787 durch Anstreichen mit rotem und gewöhnlichem Stift angemerkt wurde, welche Namen den Juden bereits bewilligt waren, welche ihnen neu gestattet wurden und schließlich, welche ihnen verboten wurden. Uns freilich werden hier am meisten die verbotenen Namen interessieren, deren alphabetisches Verzeichnis wir hier folgen lassen: Männernamen: Anselmo, Ascher, Bezalel, Baruch, Evigdor, Gerson, Gumpelman, Kaiman, Kasman, Kosman, Mayer, Meschulem, Perutz, Pinkas, Susman, Jecheskel; Frauennamen: Bassia, Bela, Bilka, Buna, Bluma, Blimche, Dina, Devora, Elka, Edel, Ela, Fromet, Gela, Gutel, Hindel, Hanerle, Kela, Levita, Malka, Nachama, Pezel, Perl, Rachama, Suvia und Sirel. — Es ist dies freilich nur ein Teil der Namen des Tirsch'sehen Verzeichnisses, die den Juden mit dem Hofdekrete vom 12. November 1787 untersagt worden waren. 71 379

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