Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 284)
- Language
- German
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60 Vgl. Paroubeks Pameti, Sbornik historicky, Jg. III, 1885, S. 43, und S. H. Lieben, Handschriftliches zur Geschichte der Juden in Prag in den Jahren 1744-1754, II (Frankfurt a. M. 1906), S. 31—32 (Nachricht einer in einer Breslauer Handschrift erhaltenen Chronik): „Am Sabbath Pekude (d. i. 7. März 1750) wurde ein Greis namens R. Mendel aus Neubydschow hingerichtet, weil er angeblich um Proselyten zu machen, Christen in den Lehren des Judentums unterwies. Er erlitt den Tod standhaft für die öffentliche Heilung des göttlichen Namens. Man hatte ihn auf einen Scheiterhaufen gestellt, mit einem eisernen Halsband an einen Pfahl gekettet und so gedrosselt und dann den Scheiterhaufen angezündet; der Pfahl mit der Leiche des Märtyrers fiel ins Feuer und verbrannte". 61 Vgl. oben Anm. 12 zu Kap. II. 62 In der Studie „Der Antisemitismus der Behörden und das Prager Ghetto in nachweißenbergischer Zeit", Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Republik, Jg. I (1929), S. 127—130. 63 Das Exil der Prager Judensehaft von 1745—1748, Jahrbuch der Gesellschaft f. Gesch. d. Juden i. d. Tschsl. Republ., Jg. I (1929), S. 263-331. 64 Anfangs Oktober 1745 wies der Vorsitzende der jüdischen Ausweisungskommission Gf. Philipp Kolowrat in einem Memorandum an die Prager Statthalterei darauf hin, die Juden hätten von der Erlaubnis, sich im Lande zu zerstreuen, kaum Gebrauch gemacht und die Mehrzahl jener, die doch davon Gebrauch gemacht hätten, wären wieder in die Umgebung von Prag zurückgekehrt; vgl. Bergl 1. c. S. 278f. 66 Vgl. Bergl, 1. c. S. 274f. 66 Eine wertvolle Quelle hierfür ist die Konsignation der Orte mit jüdischer Bevölkerung in der Königgrätzer Diözese, die i. J. 1748 angelegt wurde; wir kommen weiter unten noch darauf zurück. Über Bidschow heißt es dort: „zu Bidtschow befindet sich die größte Judengemein (nämlich: in der Königgrätzer Diözese), welche zwar von denen Christen separiret, doch seynd vielle von denen in letzteren Jahren aus Prag gegangenen Juden in Christenhäusser aufgenohmen worden" (Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, CG. Publ. G 1/1); die Dörfer der Bidsehower bzw. Chlumetzer Herrschaft, in denen Sektierer auftraten, werden im Verzeichnis nicht erwähnt bis auf Zizelitz: hier „wohnen die Juden und Christen unter einem Dach, obschon separirter, und Winterzeith gebrauchen sie sich eines Christenweibs zum Einheitzen" — es handelte sich also wohl nur um eine Judenfamilie. 67 DSjiny prostonarodniho hnuti nabozenskeho v Cechach etc. I., S. 116. 68 Vgl. oben Anm. 12 zu Kap. II. 69 ...quae potissimum eos, qui errori seu Hussitarum seu Lutheranorum addicti fuerunt, corripuit... 70 Vgl. oben Anm. 8 zu Kap. II. 71 Vgl. die Eintragung im Liber memorabilium III, im Stadtarchiv zu Bidschow, abgedruckt in Beilage V. 72 Vgl. Anm. 16 zu Kap. III. 73 Dejiny prostonarodniho hnuti nabozenskeho v Cechach I, S. 116. 74 Vgl. Ant. Rezek, Dejiny prostonärodnflio hnuti nabozenskeho v Cechach I, S. 122. 75 Reskript d. d. 12. Jänner 1748 an den Prager Erzbischof, siehe Beilage VIII. 76 Siehe Beilage VII. 77 Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, CG. Publ. G 1/1; die Statthalterei intimierte den Inhalt des Reskriptes den genannten Kommissionsmitgliedern am 25. April 1748. 78 Dies zur Ergänzung, bzw. Richtigstellung von Ant. Rezek, DSjiny prostonarodniho hnuti nabozenskeho v Cechach, S. 122. Gleichzeitig erschienen die Reskripte an den Prager Erzbischof und den Bischof von Leitmeritz und von Königgrätz. Der Text des Reskripts an den Prager Erzbischof hatte folgenden Wortlaut (Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, CG. Publ. G 1/1): 137 283