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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 283

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 283)
Language
German
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sich um die Brüder Lukas, Karl und Georg Wolny handelte (vgl. oben Anm. 37): es wird auch angemerkt, daß sie zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurden. 4« Interim dum decanus inquisitionem differt ob instantes sacras ferias, nescitur, qua via res haec pervenit ad notitiam capitanei districtus illustrissimi domini baronis de Wanzura, qui sine mora manus inquisitioni imposuit, opilionem et dictum ludirectorem plane tunc ad decanum vocatum citavit et confrontavit. Den Kontext s. Beilage I. Es ergeben sich aber auch die Exempla, daß in denen jüngeren Jahren und Zeiten dieses ketzerische Übel hie und dorth weithers umb sich zu greiffen nicht aufgehöret habe, sonderheitlich lieget der ganz neuerliche Casus in der Stadt Bidschow dem ganzen Lande vor Augen, allwo ein ordentlicher Judaismus einzureißen und die Inwohnere demselben öffentlich anzuhangen angefangen, ohne daß solches die dasige Geistlichkeit vermereket oder angezeiget habe. Über das Reskript vom 27. August 1748 wird noch weiter unten die Rede sein. 48 Ob die fahrlässigkeit wegen der eingangs bemelten eingeschlichenen und durch so viele Jahr ohne Entgegengehung gedauerten jüdischen Sectae an Seltnen ihres Consistorii, oder aber des Bidschower und anderer Pfarern seye, mithin, weme solches zu schulden gehe, genau inquiriren lassen und die daran Schuld Habende in die behörige Bestrafung ziehen." Den Kontext s. Beil. VII. 49 Darüber, wie es zur Veröffentlichung der Pragmatik vom 29. August 1721 kam, vgl. A. Rezek, Dejiny prostonärodniho hnuti nabozenskeho v Cechäch, S. 64-65 (Rezek gibt jedoch das unrichtige Datum 27. VIII. 1721), und J. Svdtek, Panovani Josefa I. a Karla VI. (Prag 1895), S. 274f. so Rezek, Dejiny prostonärodniho hnuti etc., S. 64, fuhrt zwar nach dem Sbornik hist. III, S. 72, und Wolf, Historische Skizzen aus Österreich-Ungarn, S. 117, das Datum des Briefes als 28. November 1725 an, während es richtig lautet: 28. Dezember 1725. 51 Von dem erwähnten Gesuch an das Prager Konsistorium erfahren wir aus dem Reskript Maria Theresias an den Prager Erzbischof vom 12. Jänner 1748, das wir in Beil. VIII abdrucken. 52 Das Reskript vom 7. November 1748 an den Prager Erzbischof ist abgedruckt in Beilage IX. M Den Exkommunikationstext siehe Beilage V. 64 Vgl. Ant. Knapp, Pamfcti kräl. vennelio mfcsta JaromSfe, S. 154. 55 Rezek, Dejiny prostonärodniho hnuti etc., S. 114, nach ihm dann J. Svdtek, Dejiny panovani Marie Terezie I., S. 380, und J. Kaspar, Pam£ti o v£cech duchovnich v kräl. vennem m£st6 N. Bydzovfc (Vyrocni zprava real. gymn. v Novem BydzovS za skol. rok 1901/02, S. 6) behaupten nach einer mir unbekannten Quelle, die Bekehrung Pitas vor dem Tode sei ein Erfolg des bekannten Ant. Konias. Die Eintragung im Liber memorabilium III im Bidschower Stadtarchiv, abgedr. in Beilage V, wo m. W. die einzige Erwähnung von diesem Umstände geschieht, nennt Konias nicht und konstatiert: Cum magno labore reverendorum patrum missionariorum episcopalium praefatus Joannes Pita prior poenitens quidem factus pridie suplicii... 56 Über den Ort der Justifizierung Pitas wird manchmal (vgl. z. B. Rezek, 1. c. S. 115, und J. KaSpar, 1. c. S. 6) nach den Denkwürdigkeiten Paroubeks (Sbornik historicky, Jg. III, 1885, S. 43) angeführt, daß es Königgrätz war. Aus der Eintragung im Liber memorabilium III im Bidschower Stadtarchiv, die in Beilage V abgedruckt ist, sowie auch (indirekt) aus dem Umstände, daß Pita vorher in Bidschow arrestiert wurde, geht jedoch hervor, daß er (unzweifelhaft auch zum abschreckenden Beispiel) in Bidschow hingerichtet wurde. 57 Der Eintrag im Liber memorabilium III im Bidschower Stadtarchiv (abgedruckt in Beilage V) spricht unzutreffend von Wenzel Vacek. 58 Vgl. Beilage V. 59 Dazu muß man auch bemerken, daß sich die Eintragung keineswegs durch Genauigkeit auszeichnet. 282 136

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