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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 263

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 263)
Language
German
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IRI
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vati, a aby nie in abusum et contrarium se nevloudilo, die vasi nejvetsi moznosti invigilirovati a bedlive pozorovati, ano in casum naproti einem pod obzvlästnfc velikym trestem vseclinu ineumbenti a starost nesti a miti hledeti." 77 Am 29. August 1722 schrieb der Königgrätzer Kreishauptmann Karl Dobfensky von Dobfenitz aus NedeliSte dem Bidschower Rate, er könne zu der Kommission über die Beschwerden der Bidschower Juden nicht erscheinen, die er auf den 2. September angesetzt hatte, und gab bekannt, er werde in kürzester Zeit die Bidschower Juden zu sich vorladen (Bidschower Stadtarchiv I A III, 1722, Orig.). 78 Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, S M, B 20/6. 79 Dazu kam es am 20. Juni 1735; der Eintragung über die Entscheidung im Liber memorabilium III, pag. 67—69, im Bidschower Stadtarchiv (Orig.-Entschließung vom 20. Juni 1735 dortselbst erhalten I A III, 1735) ist die Bemerkung vorausgeschickt: Die hier schon sehr zum äußersten Ruin angewachsene Judenschaft ersuchte im Jahre 1735 um Erweiterung ihres Friedhofes, dem aber widersetzte sich ein löbl. Magistrat und wollte ilmen aus folgenden Gründen eine Erweiterung nicht bewilligen, weil sie mit gutem Nutzen aus den umliegenden Ortschaften die Judenschaft hieher begraben. Die hartnäckige Judenschaft hat daher die Sache beschwerdeweise vor das kgl. Unterkämmereramt gebracht und dabei auch auf die von der Aufnahme, bzw. dem Inkolat zu entrichtende angeblich hohe Taxe hingewiesen. Das hochlöbl. kgl. Unterkämmereramt . . . geruhte die Sache beizulegen und noch dazu zu bewilligen, daß sie sich rückwärts noch ein Stück Grund zu dem Friedhof zukaufen dürften, was dem bezüglich der Juden von der Inquisitionskommission belassenen Provisorium, wo ihnen nirgends der Ankauf irgendwelcher Realität geduldet werden soll, zuwiderläuft. Doch die Judenschaft im Königreich Böhmen hat so viel bei Sr. Kais. u. Kön. Maj. durchgesetzt, daß trotz des im Jahre 1726 betreffs Herabsetzung der Judenschaft ergangenen allergnädigsten Patents (kraft dessen nur der erstgeborene Sohn an dem Ort, wo er geboren ist, sich verheiraten und das Inkolat erwerben darf und die übrigen Söhne eo ipso pro extraneis gehalten werden sollen) gestattet worden ist, daß noch in jedem Kreise neun Personen per modum dispensationis erlaubt werden solle sich zu verehelichen, wobei solche Heiratswerber bei der kgl. Böhmischen Kammer den Konsens hiezu erheben müssen... („To zdetf jiz tuze k samy zhoube rozmnozene zidovstvo v 1. 1735 zädalo rozsrreny^ miti jejich krehov, proti cemuz se vzac. magisträt opfel a z tech pficin jim rozsrfeni povoliti nechtel, ponevadz oni s dobr^m uzitkem z okolnich mist zidovstvo sem pochovävaji, proeez to tvrdosijne zidovstvo vec stizne na kräl. oufad podkomorsky^ zaneslo a pfi tom taky stran ty od nich od prijmu neb incolätu pozadujici veliky^ prej taxy pfipojilo, kterou vec vysoce slav. kräl. ourad podkomofsky... porounati a jim jeste k tomu povoliti räcil, by na zad sob£ kus mista k temuz krehovu prikoupiti mohli, co proti tomu stran zidüv od inquisitionis commissi zanechanemu provisorio, kde se jim nikde nejake reale koupiti pripousteti nemä, cflf, anobrz to zidovstvo v krälovstvi Ceskem tak mnoho pfi JC a kräl. M. vymohlo, ze pfes ten v 1. 1726 stran stencoväni zidovstva pro§ly nejmilostivejsi patent (moci ktereho jen novorozen^ syn v tom mistö, kde zrozenf jest, se ozeniti a incolatum vziti smi a ostatni synove eo ipso pro extraneis drzane byti maji) povoleno jest, by se jeSte v kazdem kraji deviti osobäm ozeniti per modum dispensationis povolilo, kdez podobni, kteri se zeniti chteji, pH kräl. komore cesky^ povolujici list vyzdvihnouti museji.. Daran schließt sich noch die Verbücherung einer „Transacti mezi vzäctn^m magisträtem a zidovstvem zdejsim" (Transaktion zwischen einem ehrsamen Magistrat und der hiesigen Judenschaft), die wörtlich also lautet: „A° 1735 den 20 Junii durch die Interposition des hochgeb. H. H. Leopoldt des h. r. Reichs Grafen v. Rottal der R. K. undt k. C. Maj. würkl. geheimben Raths, Cammerern undt Erb Sielber Cammerern in Herzogthumb Steuer, wie auch Ihro regierenden R. K. M. Elisabethae Cliristinae über dero k. Leibgeding Städte in Königreich Böheimb Untercammerers ist die zwischen den allhiesigen Magistrat 262 116

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