Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 248

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 248)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
69% known words query
IRI
…/2644300-2644311--3625-2647973
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ganze Platz, wo ehedem ein Judenhaus war, nicht mehr den Juden, sondern der Gemeinde angehören werde. Doch die Judenältesten erwogen die Umstände, und da sie nicht um diesen Platz kommen wollten, ließen sie sichs gefallen und führten aus ihrer Judengemeinde 6 fl. rhein. und eintausend Schindelnägel den Herren Verwaltern ab mit der gleichzeitigen Abmachung, daß ihnen solche Stelle sowie die Stelle neben Jörg Bid gelegen ihnen fürderhin gehören werde und wofern hier jemand irgendein Gebäude (wie vordem gewesen) auferbauen wollte, daß ihnen hierin keinerlei Hindernis in den Weg gelegt werden solle, was zu künftiger Festhaltung in dieses Buch eingetragen worden. — (L£ta 1659, 29. Aprilis, tak, jakoz toho vlastne sama dülezitä potreba ukazuje, aby mesto toto, jsouce v mnoha mistech, zvläste nad valy a prikopy mestskymi, velmi zhusta otevrene a v hradbäch spustle, zase pro uvarovani vselijakych neprilezitosti k zavreni a ohrazeni nalezit6mu privedeno byti mohlo, protoz z sneseni JMC pana rychtäfe pppänüv tot£z naf izeno jest, aby bud to misto v osade zidovske na valech proti kostelu sv. Trojice od rohu zdi mSstsk^ch k skole zidovske jdouci dokonce otevren£ bud od osady zidovske na jejich vlastni naklad nalezite, jakz se v jinych mistech, jiz ohrazenych spatfuje, ohrazeno bylo, a pokud by k tomu starsi zide na miste sv^ch osadnich pfistoupiti a, jakz slusi, hraditi nechteli, ze obec sama na svüj naklad hraditi, potom pak od te chvile to vsecko misto, kdez nekdy Stavern zidovske bylo, ne viceji zidum, ale obci nälezeti bude. Vsak starsi zid£ v tom se rozmyslice, nechtejic o tez misto prijiti radeji to oblibili a na touz hradbu z osady sv£ zidovsk£ 6 fl. rejnsk^ch a hrebiküv sindelnich jeden tisic panüm spravcüm odvedli s tim pri tom jich opatfenim, ze takov6 misto jako i misto podle Jirika Bida lezici jim predce nalezeti bude, a kdyby tu kdo kdy staveni iiäk6 vyzdvihovati (jako predesle b^valo) chtel, ze jim v tom zädnä prekäzka cinena byti nema, coz pro budouci pamet do kneh techto vypsano jest.'4) Vgl. auch Riha 1. c, S. 35. 29 Die Verbücherung im Liber memorabilium I, pag. 1159, im Bidschower Stadtarchiv, hat folgenden Wortlaut: Im Jahre des Herrn 1660, am 21. Tag des Monats Juni, ersuchten die Judenältesten anstelle der ganzen Judengemeinde dieser Stadt Neu-Bidschow in aller Form um Zutritt in den vollen Rat und trugen auch anstelle ihrer Gemeinde schriftlich Sr. kön. Maj. Herrn Richter, Herrn Bürgermeister und Herren Räten ein Gesuch vor, indem sie anzeigten, daß ihre Synagoge oder Schule (welche nach ihrer Überlieferung und Nachricht einhundert und zehn Jahre gestanden) in ihrem Bauzustand sehr verfallen, gemindert und geradezu baufällig sei, so daß sie nicht mehr hineingehen könnten, um dort ihre Pflichten zu verrichten. Darum trügen sie Sorge, daß sie dieselbe durch gewisse Mittel nach ihrer höchsten Möglichkeit wieder neu aufrichten und aufbauen könnten, und suchten darum bei Sr. kön. Maj. Herrn Richter, Herrn Bürgermeister und Herren Räten bescheiden nach und ersuchten um die bezügliche Bewilligung (da sie selbst vorwitzig nichts dergleichen vornehmen wollten). Sr. kön. Maj. Herr Richter, Herr Bürgermeister und die Herren Räte erkannten ihr Gesuch an sich als billig an und wählten zunächst aus ihrer Mitte gewisse Personen, namentlich den Herrn Jakob Cernohorsk^, Herrn Johann Polak und Herrn Samuel Wenzel Michaeus, betrauten sie mit dem Lokalaugenschein und geruhten auf ihre Relation hin ihrem Ersuchen stattzugeben und schlugen zu dem ersteren Gebäude gegen Sonnenaufgang ein gewisses eigenes und zu ihrer Gemeinde gehöriges Teilgrundstück ohne Nachteil und Abbruch der Gemeinde zu, damit sie sich solches Gebäude ohne irgendwelches Menschen Verhinderung aufbauen und aufrichten könnten. Das wurde zu künftiger Festhaltung auf ihr Ersuchen in dieses Gedenkbuch einverleibt. Actum ut supra unter dem Bürgermeister Herrn Jakob Cernohorsky und dem Stadtprimator Herrn Andreas Uncovsky, unter den Ältesten derselben Judengemeinde Enoch Schick, Isaak Kral und Salomon Markus Mesner. — („L6ta Päne 1660, 21. dne mesice junii, starsi zid6 na miste vsi osady zidovske mesta tohoto Nov6ho Bydzova vyzädavse sobe porädne vstoupeni do plne raddy, zadost svou na mistä tez vSi osady skrze spis svüj JMC panu rychtäfi, panu purkmistru, pänüm pfednesli oznamujice, kterak synagoga nebo skola jejich [kteräz vedle pameti a zprävy jich jedno sto a deset let 101 247

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.