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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 247

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 247)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644311--3624-2647972
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Termin mit nächstkünftigem Mitfasten beginnend... bis zur Erfüllung dieser vereinbarten Summe geben und abführen zu wollen — na zadrzate predesle kontribuce k obci teto tri sta zlatych rejn., kazdypo 60 kr. poeitaje, kazdorocne po 15 zl., pocnouc prvni termin o stfedoposti nejprve pnsti... az do vyplnem te svolene summy davati a odvadeti chteji), und — wie ersichtlich — handelte es sich um kein „Schutzgeld". 24 Über die Reduktions- und Exstirpationsbestrebungen in nachweißenbergischer Zeit, insbesondere im Hinblick auf das Prager Ghetto, vgl. Jar. Proke§, Der Antisemitismus der Behörden und das Prager Ghetto in nachweißenbergischer Zeit, Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Rep., Jg. I (1929), S. 41—2G2. 25 Vgl. Jar. ProkeS 1. c, S. 72-73. 26 Es handelt sich um das in Anm. 22 zitierte „Vyznamenäni". 27 Ihre Namen waren: Simon Kaufmann, Samuel Zid, Simon Muzikaf, Pinkas Zid, Salomon, Jakob Kozel, Jakob Koser, Wilim 2id, Buliceli (Bulyczeli), Abraham Kozel, zwei verheiratete Totengräber, Salomon 2id, Markus 2id, eine verwitwete (alleinstehende) Jüdin, der jüdische Rektor; außerdem zwei verwitwete Pfründlerinnen und ein Pfründler. — Tatsächlich war freilich die Zahl der jüdischen Einwohner in den einzelnen Judenhäusern sehr verschieden: in dem ersten Hause wohnten bloß zwei Personen (Simon Kaufmann samt Frau), im zweiten Hause 7 Personen, im dritten Hause 21, im vierten Hause 10, im fünften 11, im sechsten 7, im Häuschen bei der Synagoge 9 und im Spitale 6. — Im Verzeichnis fehlt der Name des Lebl Stumb, der sich zwar im Jahre 1649 im Bidschower Ghetto niederlassen wollte, aber vom Rate der Stadt Bidschow, dem das Ersuchen Stumbs von der Böhmischen Kammer zu freiem Ermessen anheimgestellt worden war, abgewiesen wurde (Konzept der Zuschrift der Böhmischen Kammer dd. 11. August 1649 an Richter und Rat der Stadt Neu-Bidschow im Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, S M, B 20/10: Wir haben uns eure Nachricht, die ihr uns in Sr. kön. Maj. Böhmische Kammer in Sachen des Juden Lebl Stumb, der sich hier bei der Stadt Bidschow unter anderen bei euch wohnende Juden niederlassen will, produzieren lassen und haben daraus entnommen, daß derselbe Lebl Jude ein unordentlicher Mensch sein soll; Sr. kön. Maj. Böhmische Kammer begehrt nun keineswegs, euch diesen Juden mit Gewalt in die Stadt aufzuzwingen, sondern wenn ihr ihn selbst ungedrungen aufnehmen wollt, so bleibt das euerm Willen überlassen. Ihr werdet daher in dieser Sache zu tun wissen, was auch am besten dünkt. („Dali jsme sobe sprävu vasi, kterou jste näm na komoru JMC ceskou v prieme Leble Stumba zida, ktery se tu pfi m£ste Bidzove mezi jin£ zid£ u vas züstavajici usaditi chee, pf edvesti, z kterezto sprävy porozumivajice, ze by tyz Lebl zid nezbedny clovek byti mel: nezädajice pak JMC komora ceska vam tehoz zida moci do mesta vnutkati, n^brz jestlize vy jeho sami dobrovolne prijiti cheete, to pri vasi vüli züstane. Proöez v t6 pfföine budete vedeti, co se väm za nejlepsi vidi einit).i" 28 Der diesbezügliche Vermerk mit der Überschrift „O hradbu zidovskou" (Betreffs der Judenmauer) steht im Liber memorabilium I, pag. 1145 und 1146, im Bidschower Stadtarchiv, und lautet: Im Jahre 1659, am 29. April. Wie dies eigentlich ein hochnotwendiges Bedürfnis zeigt, daß diese Stadt, welche an vielen Stellen, insbesondere über den Wällen und Stadtgräben, sehr häufig offen und an Mauern verfallen ist, wieder zwecks Vermeidung unterschiedlicher Unzukömmlichkeiten entsprechend abgeschlossen und befestigt werde, daher wurde auf Beschluß Sr. kön. Maj. Herrn Richters, Herrn Bürgermeisters und der Herren Räte angeordnet, daß entweder die ganz offene Stelle im Judenviertel auf den Wällen gegenüber der Kirche zur hl. Dreifaltigkeit von der Ecke der Stadtmauern auf die Judenschule zu entweder von der Judengemeinde auf ihre eigenen Unkosten entsprechend, wie man dies an anderen bereits befestigten Orten sieht, befestigt werde, und wofern die Judenältesten anstelle ihrer Gemeindegenossen darauf nicht eingehen und die Befestigung nicht entsprechend herstellen wollten, daß in diesem Falle die Gemeinde selbst die Befestigung herstellen werde, wogegen dann von dem Augenblick an der 240 100

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