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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 246

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 246)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644311--3623-2647971
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i jinym zidüm, ze ze skol, spitälüv, vobecnich domü, kdez se chudi lide almuzmci chovaji, nie neplati, nybrz jim to vse od Vasich Milosti podle ouetüv s nimi paslrovano jest, vsak ze se dokonale vedeti nemüze, jak by mnoho domüv sv^ch zidovsk^ch v temz meste Bydzove meli a mnoho-li tarn zidüv starsich i mladsich jest, proto, pokudz by (toliko) tak bylo, ze sou t^z düm sobe za touz pricinou pro spital koupili a jineho handle v nem neprovozuji a purkmistr a konsele t£hoz m£sta Noveho Bydzova, kolik domüv svych maji a jak jich mnoho v meste jich jest, i ze sou t^z düm pro spital skoupili, jim to vysvedci, nase zdäni jest, ze by pfikladem zdejsich i jinsich zidüv tak6 toho uzfti mohli, aby z t£hoz domu berni domov^ch nedavali..." (Auf die Supplikation der Judenältesten, auch anstelle der ganzen Judengemeinde in der Stadt Neu-Bidschow wird Euer Gnaden dieser Bericht erstattet: in den verflossenen Jahren haben laut Landtagsbeschluß Bürgermeister und Rat der Stadt Neu-Bidschow stets nach ihrem Bekenntnisbogen von 11 jüdischen Köpfen je 2 Dukaten und je 1 Dukaten von 3 jüngeren Judenköpfen, auch von 6 Judenhäusern je 4 Schock meiß. abgeführt. Wie nun besagte Judenälteste, auch anstelle einer ganzen Judengemeinde ebenda in Neu-Bidschow nachweisen und anzeigen, haben sie von denselben Judenhäusern untereinander ein Haus zur Gemeinde für ein Spital angekauft, um darin arme Pfründler zu verpflegen, und ersuchen, von diesem so für ein Spital angekauften Hause nach dem Beispiel der hiesigen Prager Juden keine Haussteuer mehr zahlen zu müssen und von Bürgermeister und Rat dieser Stadt Neu-Bidschow nicht mehr dazu herangezogen zu werden. Wiewohl nun die hiesigen Prager und anderen Juden von den Schulen, Spitälern, Gemeindehäusern, wo die armen Pfründler verpflegt werden, nichts zahlen, sondern ihnen dieses alles von Euer Gnaden nach ihrer Rechnungslegung nachgesehen ist, doch da man nicht genau wissen kann, wieviel eigene Judenhäuser sie in dieser Stadt Bidschow haben und wieviel ältere und jüngere Juden dort wohnen, darum geht unser Gutachten dahin: falls es sich so verhält, daß sie sich dasselbe Haus zu diesem Zwecke für ein Spital gekauft haben und sonst keinen Handel darin betreiben, und wenn Bürgermeister und Rat derselben Stadt Neu- Bidschow ihnen das bestätigen, wieviel eigene Häuser sie besitzen und wieviel ihrer in der Stadt sind sowie daß sie dieses Haus zu einem Spital gekauft haben, so könnten sie wohl nacli dem Beispiel der hiesigen und anderer Juden auch die Wohltat genießen und müßten von diesem Hause keine Haussteuer zahlen ...) 22 Die angegebenen Daten sind enthalten in dem „Vyznamenani zidovstva v meste Nov£m Bydzove nad Cidlinou" (Verzeichnis der Judenschaft in der Stadt N.-B. an der Cidlina) d. d. 12. Mai 1650, Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, N M, J 7/8. 23 Eine Abschrift des am 14. Dezember 1633 zu Neu-Bidschow unter dem Bürgermeister Christoph Sternbersky zwischen Richter und Rat der Stadt Neu- Bidschow einerseits und den Judenältesten (Jakob Leybl Bydzovsky und Jakob Leybl Boleslavsky) des Neubidschower Ghettos anderseits abgeschlossenen Vertrages hat sich erhalten im Archiv des Ministeriums des Innern in Prag ,SM,B 20/6. Zum Abschluß dieses Vertrages waren die Juden durch die Drohung im Rezeß der Prager Statthalter d. d. 12. Feber 1631 gezwungen worden, falls die Juden nicht freiwillig die von altersher versessenen als auch die neuen unterschiedlichen Beiträge und Kontributionen samt und sonders ordentlich ohne Verzug und Ausflüchte entrichten sollten, und mit ihren Mitnachbaren nicht die Lasten tragen wollten, so sollten sie dazu nicht bloß durch wirkliche Arrestierung verhalten werden, sondern es sollte dies auch auf allerhand Beweglichem und Unbeweglichem, auf ihren Gründen, Beilaß und Gerät, soweit diese reichen, eingebracht und durch Verbot und Einstellung ihrer Geschäfts- und Handelstätigkeit eingetrieben werden. Riha 1. c, S. 17, sagt mit Unrecht, die Juden hätten in den Jahren 1634--1654 zur Bidschower Gemeinde jährlich 300 fl. rh. Schutzgeld gezahlt; 300 fl. war die Gesamtsumme ihres Schuldrestes (nach dem Vertrage verpflichteten sich die Juden, für die rückständigen verflossenen Kontributionen zu dieser Gemeinde dreihundert Gulden rheinisch, jeden zu 60 Kreuzern gerechnet, alljährlich mit 15 fl., der erste 99 245

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