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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 243

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 243)
Language
German
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IRI
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Kontribuenten angegeben in Rozdalovitz (1%), Chlumetz (2) und Hofitz (3); die Pilsner Judengemeinde war nur mit 4 Steuereinheiten aufgenommen. 16 Neu-Bidschow hatte i. J. 1598 in der Stadt 118 Häuser und auf der Vorstadt 53, demnach 171 Häuser, vgl. Liber memorabilium I, pag. 636, im Bidschower Stadtarchiv, und Hiha 1. c, S. 23. *7 Dafür zeugt der Auftrag der Böhmischen Kammer an die Bidschower d. d. 28. Juli 1570 (Konzept im Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, SM, B 20/23), der auf Grund einer Beschwerde der Bidschower Juden erlassen worden war (daß Ihr sie angeblich aus der Stadt ausweiset und anderweitig plaget — ze byste je z mesta vypovidati a jinymi pficinami suzovati meli); den Bidschowern wurde befohlen: weil Euch das, daß Ihr sie, namentlich aber ohne Wissen und Willen SKM von dort ausweisen solltet, keineswegs zustehet, so befehlen wir Euch anstelle SKM, sie darin in Ruhe zu lassen ... und nicht zu beschweren ... („ponevadz väm to, abyste vy je, zvlaste pak bez jiste vuole a poruceni JMK, odtud vypovidati meli, nenalezi, protoz väm na miste JMK poroucime, abyste jim v tom pokoj dali a... neztezovali..."). Im Zusammenhang damit, was wir über das Verhältnis der Stadt zur Judengemeinde v. J. 1569 wissen, steht es außer Zweifel, daß sich die Verfügung der Bidschower, gegen die sich die Juden beschwert hatten, nicht auf die ansässige Judenschaft bezog. 18 Vgl. den Vertrag zwischen den Juden Joachim und Markus v. J. 1604, eingetragen im Liber memorabilium I, pag. 601, im Bidschower Stadtarchiv, der auch durch seine Einzelheiten interessiert: Vertrag über den Neubau des Hinterhauses im Hause des Joachim, Schuljuden, das von Markus dem Juden aufgebaut worden ist, dem Herrn Bürgermeister und den Ratsherren überreicht. Im Jahre 1604 hat Markus der Jude das Gebäude angefangen machen zu lassen gleich von dem Kämmerlein Joachims des Juden bis neben der jüdischen Schule mit dem Gäßchen abschneidend, das von der anderen Seite neben dem Garten des Juden Isaak Lazars liegt. Da ist nun zwischen ihnen Juden dieser Vergleich abgeschlossen worden, wie folgt: Wie jetzt das Gebäude aufgebaut ist und Fenster von allen Seiten hat, so sollen diejenigen, die vorhanden sind, erhalten werden ohne Verhinderung, und man soll durch diese Fenster kein Kehricht werfen noch etwas gießen, ferner so, falls der Jude Isaak in seinem Garten ein Gebäude bauen wollte, dann soll er ein Gäßchen durchwegs eine Elle breit zwischen dem Gebäude lassen; item sollen sie aus dem neugebauten Hause eine Türe zum Brunnen zwecks Wasserschöpfens lassen und den Brunnen gemeinsam erhalten. Wofern aber weiter der Jude Isaak einen Brunnen haben wollte, so sollen sie sich darüber untereinander einigen mit Ausnahme der Wage, die wird der Jude Isaak wohin immer zu wenden durch mich Markus ungehindert Macht haben. Auch der Graben, der von dem Brunnen läuft, in den soll ich durch eine Rinne aus meinem Hause frei Wasser gießen können und diesen Graben soll ich Marek auf meine Unkosten instand lialten. Und falls der Jude Isaak bei dem Brunnen das Wasser stauen wollte, so soll er mir einen Stehplatz zum Wasserschöpfen lassen. Was aber den Juden Joachim betrifft, so soll durch seinen Hof freie Durchfahrt und Durchgang ungehindert möglich sein, aus dem Keller Wasser zu holen, und dafür soll wieder ihm Joachim und... dem Besitzer des Grundes — salva venia — zu dem bei dem neuen Gebäude vorhandenen Abort freier Zugang sogar durch den Marstall möglich sein. Und SKM Haussteuer wird der Jude Markus zu dem Vordergebäude ein Drittel beizutragen verpflichtet sein. Und das haben einander dieselben Juden auf künftige Zeiten zu beobachten zugesagt und um die Verfassung und Eintragung dieses Vertrages in diese Bücher gebeten, was ihnen vom Herrn Bürgermeister und den Herren Räten bewilligt worden. So geschehen am Montag nach dem Sonntage Oculi (d. i. 22. März) unter dem Bürgermeister Jakob Kozisek. („Smlouva o vystaveni v nove stavem zadniho v dorne Joachyma zida skolskyho od Marka zida vystaveneho, pfed pana purgmistra a päny na spisu podanä. Leta 1604 poenouce Marek zid to Stavern dati delati hned od komürky Joachyma zida az podle skoly zidovsky zäroven do oulicky, lezi'ci s druh£ strany podle zahrady Izäka Lazarova 242 96

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