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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 242

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 242)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644311--3619-2647967
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Wand des Thobias Srostlik einerseits und des Juden Littmann anderseits, unbehindert von den jetzigen und zukünftigen Nachbaren, und lassen ihnen Juden zu und sie Juden sollen sich auf ihre eigenen Kosten dieses Gäßchen in diesem Grundstück einfrieden und dieselben Juden, sowohl die jetzigen als auch ihre Nachkömmlinge, sollen zum St. Georgi- und St. Gallitermin eines jeden Jahres je acht Groschen zahlen. Im Originaltext heißt es: „Leta etc. 69 v pondeli v den sv. Timothea (t. j. 24. ledna) pan purgmistr, päni, zidüm nynejsi'm i budoucim, kteriz pri nieste tomto jsou i budou, skolu, do kterijz se schdzeji, osvobozuji a ulicku dvou loket §ife, aby svobodni) prüchod miti mohli, lezici podle steny Thobiäse Srostlika s jedne* a Littmanna zida strany druhe, bez prekäzky sousedüv tech i budoucich propoustcji a jim zidüm svobodno cini a oni zide na svüj ndklad sobe tu ulicku ohraditi v tijmz grünte maß a tiz zide, jak nynejsi tak budouci jich, pri casu sv. Jiri a sv. Ha via jednoiio kazdeho roku po osmi grosich platiti majiDen Zusammenhang der Synagoge mit dem Hause des Juden Littmann zeigt auch eine fast gleichzeitige Eintragung eines Vertrages zwischen Viktorin aus Nimburg und dem Juden Littmann über eine Schuld von 58 Schock für Leder d. d. 25. Juli 1569 im Liber memorabilium I, pag. 287, demzufolge der Jude Littmann einen Vertrag abgeschlossen hat mit Viktorin von Nimburg wegen einer diesem zuständigen Schulforderung, und zwar 58 Schock, die er ihm für Häute schuldig war, und zwar so, daß er ihm jedes Jahr je 6 Schock zu St. Bartholomäi zahlen soll, nächst künftigen beginnend, bis zur Abzahlung der ganzen Summe, und anstatt einer Bürgschaft versichert er sie ihm auf dem Hause, anders Schule, in welchem er jetzt ist... (,,Littmann zid ucinil smlouvu s Viktorinem z Nymburka o dluh jemu povinny, a to o LVIII kop, ktere jemu za ktize povinovat byl, a to tak, ze jednoho kazdeho roku ma mu platiti po VI kopach pfi casu sv. Bartholomeje, nejprv pfistiho pocinaje, az do vyplneni vsi sumy a misto rukojmi na dorne, jinak Skole, v kterym nyni jest, zastavuje.. In einer Verschreibung vom 3. Mai 1569 (Liber memorabilium I, pag. 287) wird dann von Littmanns Hause gesagt, daß es neben dem Hause SrostÜks liege.!3 Der Vermerk darüber steht im Liber memorabilium I, pag. 291, im Stadtarchiv zu Bidschow: An obgeschriebenen Tag und Jahr (d. i. am 24. Jänner 1569) befreien ihnen Juden, jetzigen und zukünftigen, auch der Herr Bürgermeister und die Ratsherren den Garten, in welchem sie begraben iverden, der neben dem Hohenbrucker Hofe und dem Andreas Lauda gelegen ist, mitsamt dem Gäßchen, wie es abgeteilt und ausgemessen ist, daß ihnen ohne jemandes jetziger oder zukünftiger Verhinderung kein Eingriff geschehen und das Gäßchen und der Garten ihnen nicht entzogen werden soll, solange sie bei dieser Stadt ihre Wohnung haben werden. .. Sie Juden sollen auch zum St. Georgi- und St. Gallitermin eines jeden Jahres je 40 Groschen meiß. zinsen. („Tehoz dne a leta svrchupsan6ho [t. j. 24.1. 1569] zahradu tu, v kterez sepochovdvaji, lezici podle dvoru humburskyho a Vondfeje Loudy, i s tou uliökou, jakz jest rozdelena a vymerena, jim iidüm, nynejsim i budoucim jich, tez pan purgmistr a päni osvobozuji, ze bez prekäzky vsech, jak nynejsich tak budoucich, nemä jim v to vkracoväno byti a te ulicky i zahrady odjimäno potud, pokudz by pf i m£ste tomto byt svüj meli, byti... Oni zide tez pfi casu sv. Jiri a sv. Ha via jednoho kazdeho roku üroku platiti maji po 40 gros, mis.") 14 Vgl. J. Kapras 1. c. S. XVIII-XX. 15 Das Verzeichnis abgedruckt bei Bondy-Dvorsktf, Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien, Bd. I (Prag 1906), S. 530, Nr. 729. Wie bereits der Herausgeber bemerkt hat, ist die Liste nicht vollständig; es fehlt darin vor allem Kolin, dessen Judengemeinde jedenfalls umfangreicher war als jene von Bidschow, die wiederum mit den Koliner (und auch Jungbunzlauer) Juden regen Verkehr unterhielt. Des Interesses halber führe ich an, daß die größte Zahl jüdischer Steuereinheiten in unserem Verzeichnisse bei Baudnitz angeführt ist (23), dem sich Teplitz anschließt (22%); die Jungbunzlauer Judengemeinde erscheint hier mit 16 y2 Steuereinheiten. In der näheren Umgebung von Bidschow sind jüdische 95 241

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