Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 240)
- Language
- German
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St. Galli auch 2 Groschen meiß., und so soll er alle künftige Zeiten fortwährend zahlen (Liber memorabilium I, pag. 151, im Bidschower Stadtarchiv: pridäno jest kus obce k möstisti anebolito domu jemu tu na kläStefisti, kter£ sobe ohradil plotem trsov^m, a mä z toho mista platiti ouroku rocmho IUI grose mi§. rozdilne, pfi sv. Jifim pfistim dati ma II grose a pfi sv. Havle t£z II grose mis., a tak vizdycky platiti mä na budüci casy). Vgl. auch Riha 1. c, S. 15, wo es jedoch unrichtig heißt, die Gemeinde hätte dem Izäcek den Grund „geschenkt". 5 Vgl. die Eintragung im Liber memorabilium I, pag. 81, im Bidschower Stadtarchiv: Der Juden Verschreibung über einen Garten. Im Jahre 1520 wurde das Stück Gemeindegrund hinter dem Szenischen Garten verpachtet, damit sie hier beigesetzt und bestattet würden, und dafür sollen sie zinsen und zahlen jährlich 10 Groschen meiß. auf zwei Termine, auf St. Georgi die eine Hälfte und auf St. Galli die andere, und auch für jeden auswärtigen toten Juden, der hier begraben würde, sollen sie zur Gemeinde je 10 Groschen meiß. zahlen. („Ziduov zäpis o zahradu. Leta XVC XX° pronajat jest ten kus obce za Stechovü zahradü, aby se tu kladli a svuoj pohfeb meli, a z toho ouroka dati a platiti maji rocmho X gr. mi§. rozdelenö, na sv. Havle polovici a na sv. Jiri tez polovici, a tak6 za kazdeho pfespolniho umrleho zida, kter^ by pochovan tu byl, ku obci platiti maji po X gr. mis.") Vgl. Aiha L c, S. 14. 6 Vgl. den Eintrag im Liber memorabüium I, pag. 140, im Bidschower Stadtarchiv: Verschreibung zwischen der Gemeinde und den Juden über den Garten, wo sie begraben werden. Im Jahre 1530 unter dem Verwalter Martin dem Schneider wurde den Juden mit Willen der ganzen Gemeinde genehmigt, daß sie sich einen Garten in der Gasse gemacht haben, die zwischen den Gärten des Stech, Churan und Koneön^ ist, und zwar, daß sie sich zwei Querzäune zu diesen Gärten machen sollen so, wie es ihnen ausgemessen wurde, in diesen beiden Zäunen sollen sie zwei Türen machen, damit man dort gehen könne, wie dies von altersher üblich war, und davon sollen sie künftig zahlen zu jedem Zinstermin sowohl zu St. Georgi wie zu St. Galli je 16 Groschen meiß. („Zapis mezi obci a zidy o tu zahradu, kde se pochovävaji. L6ta MVCXXX za hospodare Martina Krajöiho dopu§t$no jest s völi v§i obce zidöm, ze sob6 zahradu udelali v t6 ulici, kterä jest mezi zahradü Stechovü, Churanovu a KoneönSho tak, ze sobe* maji dva ploty pHcni ud&lati k tymz zahradäm tak, pokud jim jest vymSreno, v tech plotech obou maji udelati dvoje dv6fe, aby chozino bylo tudy, jakz jest od starodävna, a z toho budücnfc platiti maji kazdelio ouroku jak svatojifsk£ho tak svatohavelskäho po XVI gr. mis.) Vgl. Riha 1. c. S. 14. Vgl. Archiv Cesky^ Bd. XVII, S. 230, und J. Kapras, Kniha svedomi m£sta Noveho Bydzova z 1. 1311-1470, S. XVII. 8 So schlichtet z. B. i. J. 1514 der Bidschower Stadtrat den Streit zwischen Pesek (Besek) und dem Juden Lazar um ein verlorenes Fäßchen mit Waren, welches Lazar in Kuttenberg dem Pesek zum Transport übergeben hatte; als Lazar den Offenbarungseid über den Wert der Ware ablehnte, entschied der Stadtrat, Pesek sei ihm nicht verpflichtet den Schaden zu ersetzen; Liber memorabüium I, pag. 14, im Bidschower Stadtarchiv. 9 Die Verfügungen der Bidschower Gemeinde zwecks Hintanhaltung von Feuerschäden sind eingetragen im Liber memorabüium I, pag. 154—155, im Bidschower Stadtarchiv; in der Einleitung findet sich eine Nachricht über die Feuersbrunst: Über den Brand zu Bidschow. Im Jahre 1531 zu St. Wenzeslai (28. IX.) wurde dieser Gemeindebeschluß eingetragen und für künftige Zeiten festgehalten: Wir Bürgermeister und Rat ut supra geben mit diesem Eintrag bekannt allen, sowohl den Jetzigen als auch unseren Nachkommenden auf künftige Zeiten, wie dieses obgeschriebene Jahr etc. den Montag nach St. Aegidi (d. i. 4. IX.) eine halbe Stunde vor Abend aus der Zulassung Gottes bei der Marta B£lej§i aus dem Schweinestalle Feuer auskam. Man hat zwar nicht sicher ermitteln können, wie es entstanden, doch vermuteten die Leute, man habe geschnittene Schweine gewärmt, eine andere Vermutung der Leute war, der Bierbrauer habe unvorsichtig Kohle über den Hof getragen und so das Feuer angesteckt. Und dieser Brand hat so großen Schaden 93 239