Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 214)
- Language
- German
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alias Skolnik, Karl Hrones, Georg Policky, Johann Kost'dl, Anton Boura, Wenzel Vesely, Johann Veseli), Johann Neumann (Naiman), Georg Vrbickt), Johann Sourek, Matthias Vlk, Johann Kvasnicka, Matthias Dohnal, Johann Knez, Matthias Kopecktf, Johann Vyletal, Paul Janecek9 Jakob Holmann und dessen Gattin Magdalena Holmannin, Georg Litman (Littmann), die Tochter des Johann Boura, Thomas Veseltf, Wenzel Poldk und Anna Bulkin. Dabei bestimmte das Urteil, diese Verurteilten hätten nach einiger Zeit, bis sie von den Geistlichen in der katholischen Religion entsprechend befestigt wären, besonders gegen den Judaismus, vor dem weltlichen Gerichte den Eid ablegen, am Katholizismus festzuhalten, und allen „Irrlehren" abschwören, namentlich der jüdischen . Gänzlich freigesprochen wurden: Anna Vackin9 Gattin des Johann Vacek, Josef Venclik, Johann Svdb (Schwab), Johann Veselij aus Tfesic, Katharina Vlkin, Thomas Veseljj und Wenzel Veseli) aus Lovcic, Matthias Turek9 Wenzel Cernik und Martin Otava. Endlich bestätigte das Urteil die Freilassung von vier Juden: Samuel Caspar, Elim Schik, Löwl oder Jakob Tausik und Samuel Veith. Ungelöst blieb der Fall des Josef Hdjek, bezüglich dessen das Urteil bemerkte, er würde sicherlich auch vor dem weltlichen Gerichte untersucht werden. Im ganzen verurteilte also das Reskript vom 12. Jänner 1748: 4 Personen zum Tode, 11 Personen zu einjährigem Kerker, bzw. zu Zwangsarbeit, 12 Personen zu halbjährigem Kerker, bzw. Zwangsarbeit, 30 Personen zur Ablegung des katholischen Glaubensbekenntnisses, wobei es sich durchwegs um Christen handelte; zwei Christen und einem Juden wurde die Untersuchungshaft als Strafe angerechnet. Nachträglich sollten sechs Christen und sechs Juden abgeurteilt werden. Schließlich gingen straflos aus 10 Christen und 4 Juden. Man sieht, der Prozeß mit der Sekte der sogen. Bidschower Israeliten war, gemessen an der Zahl der untersuchten Personen sowohl als auch der Verurteilungen, ein richtiger Monstreprozeß. Das Urteil vom 12. Jänner 1748 wurde vom Prager Appellationsgericht wahrscheinlich am 30. Jänner 1748 kundgemacht.86 Die Todesurteile wurden jedoch nicht augenblicklich vollstreckt, da die Verurteilten das Recht auf ein Gnadengesuch hatten und vermutlich auch davon Gebrauch machten. Übrigens schlössen sich den am 12. Jänner 1748 gefällten Todesurteilen bald noch drei weitere an. Nach der Weisung des Reskriptes vom 12. Jänner 1748 verurteilte das Prager Appellationsgericht noch nachträglich zum Tode den Georg Chaloupka vulgo Krcmarik, Lukas Volntf und Georg Psenicka?1 Von den zum Tode Verurteilten war, soviel bekannt, Johann Pita in Bidschow eingesperrt, Lukas Volny und Johann Vacek in Königgrätz, Georg Psenicka und Georg Chaloupka 67 213