Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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ist das Grab gemeint, das das eigentliche, weil ewige Haus des Menschen ist (abgeleitet aus Ps. 49,12), mit dem Gasthaus — das Wohnhaus, das nur die kurze Spanne Zeit des Lebens vom Menschen benutzt wird, und Kindersegen bringt Unordnung auf dem Tische. 32 s. über ihn Freimann a. a. O. Nr. 127 und Brann a. a. O. S. 113, A. 5, ferner Anhang III, S. LVII, Nr. 91. Freimann identifiziert ihn mit dem angesehenen Talmudgelehrten Salomo Schapira, der Rabbiner in mehreren Städten in Deutschland war, während Brann in ihm den in mehreren Breslauer Urkunden als Geldverleiher angeführten „Rabi Salomo" sieht, der 1453 in der Nacht vor den Judenverbrennungen in Breslau Selbstmord begangen hat. 83 Wo R. Pinchas Rabbiner war und sein Beth-Din (Gerichtshof) hatte (s. A. 26). 34 Eigentlich Fürst, hier im Sinne eines Fürsten der Thora. Der Titel stammt aus der gaonäischen Epoche (über diese s. Einleitung), wo er den Jeschibahäuptern beigelegt wurde. Später wurde er auf jeden mehr oder minder bedeutenden Talmudgelehrten angewendet. 35 In Anlehnung an Nehem. 5, 13. 36 Sanhedrin 5 a. 37 Ascher b Jechiel, genannt der „Rosch" (XIII. u. XIV. Jahrhundert), Verfasser eines Kompendiums des Talmud. 38 S. A. 28. 39 Vor der Mitte des XIV. Jahrhunderts, als die bekannten grausamen Judenverfolgungen wegen des schwarzen Todes begannen (wenn in den folgenden Jahrhunderten von Verfolgungen [geserot] ohne nähere Bezeichnung gesprochen wird, so sind eben diese Verfolgungen gemeint). Damit will der Verfasser gesagt haben, daß der Autor des „Agudah"-Buches noch in der Zeit lebte, wo die talmudische Gelehrsamkeit unter den Juden in Deutschland in voller Blüte stand, während sie durch die Verfolgungen stark gelitten hat und seitdem sich nicht mehr auf derselben Höhe befindet. 40 S. A. 29. 41 Ausführliche Begründung s. in Rp. Nr. 163. 42 Beide Lehrer Weils, s. o. Biographie. 43 Prov. 5, 18. 44 Bruna. Vgl. seine Responsen Nr. 53 und 216, wo derselbe Fall von ihm und Isserlein behandelt wird. 45 Eine an ihren verschollenen Mann gebundene Frau. 46 Hebraisiertes griechisches Wort, im Talmud und Midrasch für Gesicht gebraucht. Die Juden pflegten ihre deutsche Sprache mit hebräischen und talmudischen Wörtern zu untermengen. 47 Titel erster Stufe für einen Talmudgelehrten. 48 Zeuge vor Bruna in Regensburg. S. Bruna Rp. Nr. 53. 49 R. Nathan wird hier von WeiJ zu den großen rabbinischen Autoritäten Deutschlands gezählt. Vgl. Bruna Rp. Nr. 227. Da Weil dieses Responsum 1446 schreibt (s. folgende Anm.) und darin R. Nathan als Verstorbenen erwähnt, so ist dieser vor 1446 gestorben (in Jerusalem; s. Pes. Rp. Nr. 161 u. Bruna Nr. 278). 50 Nach Bruna Nr. 53 haben er und Isserlein der Frau die Erlaubnis zur Wiederverheiratung erteilt. Da sich nachweisen läßt, daß Bruna in dieser Sache im Jahre 1446 korrespondierte, und, wie aus diesem Responsum zu ersehen ist, der Bruder des Ermordeten zwei Jahre früher Weil in derselben Angelegenheit aufsuchte, so wird sich die Begebenheit im Jahre 1444 zugetragen haben. 51 Diese „vier Meister" bildeten den Vorstand der Gemeinde. Über diese Einrichtung s. Brann a. a. O. S. 70 und dazu A. 5 sowie a. a. O. S. 88 f. 52 D. h. kein Wissen, in Anlehnung an Jes. 3, 7. 53 R. Pinchas, Rabbiner in Schweidnitz, s. o. A. 26. 54 Diese Einleitung voll demütiger Bescheidenheit und überschwenglicher Lobpreisung des Adressaten ist bei Weil — ebenso wie bei seinem Lehrer Jakob Mölln — sehr häufig anzutreffen. 54 28