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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 52

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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IRI
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ANMERKUNGEN ZUR EINLEITUNG * Ausgenommen von dieser Regel waren die Festhaltung von Bräuchen und Einführung zeitgemäßer Verordnungen (Takkanot), die allerdings meistenteils örtlich und zeitlich begrenzt blieben. 2 Bei manchen Schriftstellern gehen die Responsen unter dem Namen „Rechtsgutachten". Dieser Name deckt aber nur einen Teil der Responsen, nämlich diejenigen , die sich auf Rechtssachen beziehen, aber nicht alle Responsen, von denen ein mindestens ebenso großer Teil rituelle und andere Fragen behandelt. 3 Baba Kama 116 b. 4 Vgl. auch das. Nr. 134. 5 Baba Batra 7 b. 6 Die Berichte über diese Sendungen beginnen meistenteils mit den Worten : ünto inbtö, d. h. man sandte von dort (aus Palästina), ohne daß wir wissen, ob der Sendbote die Bescheide schriftlich oder mündlich überbrachte (es bestand nämlich ursprünglich ein Verbot, die „mündliche" Lehre niederzuschreiben, welches später aufgehoben wurde). Ausdrücklich als Schreiben wird erwähnt die belehrende Sendung des Amoräers Rabin (Baba Mezia 114 a). 7 Im singul. Gaon, was im Hebräischen Herrlichkeit, hervorragende Größe bezeichnet. S. E. H. Weiß, Gesch. d. Tradition, Ausg. Wien, 4. Teil, S.6, A. 8. Vgl. a. Grätz, 4. Ausg., V, S. 127, A. 2. 8 Wir übergehen hier die verhältnismäßig kurze Periode (etwa 150 Jahre) der unmittelbar auf den Talmud folgenden Gelehrten, die den Namen „Saboräer" trugen, von denen nur wenig auf uns gekommen ist. 9 In diesem Punkte sind besonders hervorzuheben die von den Geonim R. Amram b. Scheschna und R. Saadja b. Josef verfaßten Gebetordnungen. S. dazu J. Elbogen, Der jüdische Gottesdienst , 2. Ausg. S. 359—362. *o So, um die bekanntesten zu nennen, die „Scheiltot" des R. Achai aus Schabcha und die „Halachot Gedolot". Diese vier Sammelwerke sind: 1. „Scheelot u-Teschuwot me-ha-Geonim", 400 Responsen enthaltend, Konstantinopel 1575, Mantua 1596, Prag ohne Jahresangabe. Diese Sammlung enthält weder Namen der Anfragenden noch der Respondierenden. Die Responsen sind ungemein kurz und nur Auszüge aus größeren Responsen, daher bei vielen Autoren mpiDb iniairi benannt. 2. „Sefer Schaare Zedek", 553 Responsen enthaltend, Saloniki, 1792. 3. „Teschuwot Geonim Kadmonim", 152 Responsen zählend, Berlin 1848, mit einem hebräischen Vorwort von S. L. Rapaport und einem deutschen sowie Glossen von D. Kassel, bringt Responsen von vier babylonischen Geonim: Sar Schalom, R. Nachschon, R. Scherira, R. Hai. 4. „Naharot Damesek", Saloniki 1802, Leipzig 1858 und Livorno 1869 (u.d.T. „Schaare Teschuwa"). Diese Sammlung enthält 352 unmotivierte Responsen rituellen Inhalts. Die 1896 von Schechter in der „Genisa" zu Kairo aufgefundenen Responsen der Geonim veröffentlichte Louis Ginzberg, Geonica II, New York 1909. S. a. „Teschuwot ha-Geonim" von A. Harkavy, Berlin 1887, sowie „Teschuwot lia-Geonim" von S. Asaf in „Madoe ha-Jahdut", Jerusalem 1927. *2 S. Joel Müller, „Teschuwot Rabbenu Kelonimos mi-luka", 1891, sowie unseren Artikel über ihn in Encycl. Judaica, Bd. IX, Sp. 844f. *3 S. Joel Müller, die Responsen d. R. Meschullam, Berichte der I^ehranstalt f. d. Wissenschaft d. Judentums, Berlin 1893. Responsen des R. Meschullam und seines Vaters R. Kalonymos bringen auch die „Teschuwot Geonim Kadmonim" (s. A. 11). *4 Von den großen Talmudgelehrten Böhmens des 14. und 15. Jahrhunderts, R. Nathan aus Eger und R. Elia aus Prag, von denen wir wissen, daß sie in lebhaftem gelehrten Briefwechsel mit den zeitgenössischen Autoritäten standen, sind leider keine Responsen erhalten. 16 Das sind: Schalom Schachna, Salomo Luria, Meir Lublin und Mose Isserls. 50 24

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