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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 51

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644311--3428-2647776
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T. Der Mann einer Frau in Prag59 ist verschollen, und man weiß nicht, was ihm zugestoßen ist. Das kleine Kind, das Töchterchen des Sanwil, erzählte in ihrer Einfalt, daß ihr Vater Sanwil Schranz mit ihm (dem Verschollenen) durchs Feld60 wanderte, wobei der Mann der Frau auf einem Pferde ritt und daß ihr Vater auf ihn so lange einschlug, bis er vom Pferde herunterfiel und daß er ihn in einem Grabe im „Lehm" begrub. Das Kind war ungefähr 6 Jahre alt, und als es die Sache erzählte, war gegen ein Jahr vom Zeitpunkte der [angegebenen] bösen Tat verflossen. Und war ich angegangen worden wegen dieser Frau, der Aguna, worauf ich geantwortet habe, daß da das Kind nicht bald nach dem Geschehen der [angegebenen] Tat ausgesagt hat, man sich auf ihre Erzählung nicht verlassen darf, um die Frau [zur Wiederverheiratung] freizugeben.. .Und der Sohn des Sanwil Schranz sagte vor Zeugen aus, daß er von seiner Mutter gehört hätte, daß er (der Verschollene) vom Pferde gestürzt und gestorben wäre. Und dieser Sohn des Sanwil Schranz hatte sich taufen lassen und ist zu unserer Religion zurückgekehrt. So schrieb ich, daß seine Aussage wertlos ist, denn da er getauft war, ist er nach dem Thora-Gesetz zeugnisunfähig und in Sachen einer Frau als Zeuge unzulässig... 23 49

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