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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 35

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in Mainz'12 der das Talmudstudium aus Italien nach Deutschland verpflanzt hat, und seines Sohnes R. Meschullam, genannt der Große.18 Die Responsen dieser drei Männer, die ebenfalls den Titel „Gaon" trugen, ähneln in mancher Hinsicht den gaonäischen und bilden den Übergang von diesen, die im XI. Jahrhundert aufhörten, zu den rabbinischen Responsen. Den Grundstein zu letzteren legten: in Deutschland R. Gerschom b. Jehuda in Mainz (X. u. XI. Jahrhundert), genannt „die Leuchte des Exils" und allgemein bekannt durch seine weisen Verordnungen; in Spanien der erste Gesetzsammler (Kodifikator) aus dem Talmud R. Isaak Alfasi in Lucena (XI. Jahrhundert). Ihnen folgten — hier seien nur die hervorragendsten Autoren, von denen eine beträchtliche Anzahl Responsen vorliegt, genannt — : in Frankreich der berühmte Komentator R. Salomo Jizchaki („Raschi"; XI. Jahrh.), sein Enkel, der hervorragende Tosafist (=Verfasser von tiefgründigen und scharfsinnigen Diskussionen und Erläuterungen zum Talmud, die als gemeinsames Werk von über vierzig Gelehrten unter dem Namen „Tosafot", d. h. Zusätze [zum Talmud], gesammelt sind) R. Jakob Tarn und R. Abraham b. David aus Posquiere (beide im XII. Jahrh.); in Spanien der Schüler Alfasis R. Josef Ibn Migasch (XI. u. XII. Jahrh.), R. Mose b. Maimon (Maimonides, der zwar in Ägypten wirkte, aber zur spanischen Sehlde gehört; XII. Jahrh.), R. Salomo b. Adret in Barcelona (XIII. Jahrh.), dessen Responsenwerk zirka 3000 Responsen zählt (allerdings stammen nicht alle von ihm), der aus Deutschland geflüchtete R. Ascher b. Jechiel in Toledo („Rosch";XIII. u. XIV. Jahrh.) und R. Isaak b. Scheschet (XIV. Jahrh.); in Deutschland — die Tosafisten: R. Elieser b. Nathan in Mainz (XII. Jahrh.), der aus Böhmen stammende R. Isaak b. Mose Or Sarua in Wien (XII. u. XIII. Jahrh.), sein Schüler R. Meir b. Baruch, bekannt unter dem Namen Meir Rothenburg (XIII. Jahrh.), dessen umfangreiches Responsen werk auch die Responsen anderer zeitgenössischer Größen enthält, ferner: R. Jakob ha-Levi (Maharil) in Mainz (XIV. u. XV. Jahrh.), R. Jakob Weil, R. Israel Isserlein, R. Israel Bruna, R. Mose Menz (sämtlich im XV. Jahrh.)14; in Italien R. Josef Kolon und R. Juda Menz (XV. Jahrh.); in der Türkei — einschließlich Palästina und Ägypten — R. Jakob Berab, R. Levi b. Chabib, R. Elia Misrachi, R. Josef Karo und R. David abi Simra (XV. u. XVI. Jahrh.), von denen letzterer allein über 3000 Responsen schrieb. Da die Responsenliteratur seit dem XV. Jahrhundert in stetem Wachstum begriffen ist, so ist der Rahmen unserer Skizze zu eng, um auch nur die hervorragendsten Respondenten der folgenden Zeit hier zu nennen. Wir beschränken uns daher auf die Länder ihres Wohnsitzes. Mit dem XVI. Jahrhundert tritt auch Polen, das im fünfzehnten noch keine eigentlichen Talmudgelehrten besaß (s. Israel Bruna, Rp. Nr. 55), 7 33

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