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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 28

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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83 Vgl. «TElvert, Geschichte von Iglau S. 52. 84 Damit wäre der Autor der im XIX. Jahrhundert gefälschten „Ramschackschen Chronik'4 zufrieden gewesen. Die Chronik enthält nämlich ein Rabbinatsedikt, das entsprechend der allgemeinen Tendenz der Fälschung die Nichteinmischung in religiöse Streitigkeiten empfiehlt und insbesondere den Juden das Mitsingen von hussitischen Liedern verbietet. Vgl. darüber Lieben: Jahrb. d. Ges. f. Geschichte d. Juden in der CSR. I., 331 ff. Lieben ediert alle auf die Hussitenzeit bezugnehmenden Stücke S. 367. 85 ed. Goldmann, Das Judenbuch der Scheffstraße zu Wien: Quellen und Forschungen z. Geschichte der Juden in Deutschland I, Anhang. Vgl. S. Krauss, Die Wiener Geserah von 1421, 1920; dazu die Rezension von Stowasser a. a. O. 86 s. D. Luzzato aus Padua (1818—1865) fand die Handschrift des Maharil und Polak edierte sie in seinem tirp rvto^n iöb oder „Oostersche Wandelingen1', Amsterdam 1846, S. 80 ff. Polak fügt seiner Edition einige erläuternde Bemerkungen von Luzzato bei, in denen sich zwei deutsche Zitate aus Karl von Rottecks „Allgemeiner Geschichte" 1813—1818 finden. Polaks Buch befindet sich im Besitz der Bibliothek der jüdischen Gemeinde zu Prag. Dieselbe Bibliothek besitzt auch einen handschriftlichen Auszug aus diesem Stück, der auch die Rotteck-Zitate bringt, also wohl Luzzatos Handschrift oder — was mir wahrscheinlicher scheint — Polaks Edition als Vorlage benutzt haben muß. Der Bibliothekar Herr Dr. Jakobovits hat mir die Benutzung freundlichst gestattet. Für sein liebenswürdiges Entgegenkommen und seine Unterstützung spreche ich ihm hiermit meinen Dank aus. 87 in deutscher Übersetzung ed. Wiener, 1858. 88 Der Bericht steht in der Handschrift der Prager jüdischen Bibliothek und in Polaks Edition und offenbar auch in Luzzatos Handschrift unmittelbar vor dem Sendschreiben Maharüs. Er kann aber nicht von Maharil stammen; denn er beginnt: „in den Tagen des Maharil" und er weist am Schlüsse auf den folgenden Brief hin mit den Worten: „und siehe hier ist ein Brief, der geschickt wurde von Maharil in dieser Zeit". Maharil spricht dagegen in dem Sendschreiben von sich in der 1. Person. Auch Abraham Geiger (Nachgelassene Schriften III, 178 und Anm. 5) meint, daß der Bericht nicht von Maharil stammt. Er setzt ihn für das Jahr 1449 an. Der Autor könnte vielleicht der Rabbiner einer der jüdischen Gemeinden in Deutschland sein, die das Sendschreiben Maharüs empfangen haben; denn er war im Besitze dieses Sendschreibens, und er kann über die böhmischen Verhältnisse nur indirekt orientiert gewesen sein. 89 Wohl aus der damaligen Form Peheim für Böhmen. 80 s. S. 18. 81 Das Klagelied auf die bei der fürchterlichen Prager Judenverfolgung von 1389 Ermordeten; ed. in deutscher Übersetzung Bondy-Dworsky, Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien, II, Nr. 1133. Abigdor Kara starb 1439. Der angeführte Bericht von 1449 erzählt, daß Rabbi Abigdor Kara „Gunst in den Augen des Königs Wenzel fand, und er rief ihn zu sich, und er lehrte ihn alles, was er wußte, so daß der König zur Einsicht gelangte und erkannte, daß der christliche Glaube eitel sei". 25 25

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