Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2644300-2644311--3404-2647752
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

sondern das niedere Volk beider Städte'4 an dem Aufruhr beteiligte. Während es aber in der Altstadt auch eine ganze Reihe wohlhabender Bürger gab, hatte in der Neustadt des Kleinbürgertum durchaus das Übergewicht. Die im Folgenden zitierte Quelle, die „Stafi Letopisove^' stellen es so dar, als ob nur Neustädter an dem Aufruhr beteiligt gewesen seien. 59 Stafi Letopisove ed. Palackjf, Scriptores Herum Bohemicarum III, 51. 60 ibid. 61 und Altstädter. 62 Stafi Letopisove a. a. O. Vertreter dieser Richtung scheint der Prediger Wenzel Koranda gewesen zu sein. 63 Diese Parallele zieht Mendl S. 182/3, bemerkt aber, daß insofern ein Unterschied besteht, als bei den Aufständen gegen das Stadtregiment in den deutschen Städten das Patriziat häufig beschuldigt wird, die Juden zu beschützen. Davon hören wir in Prag nichts. 64 Vgl. F. Kroupa, Dejiny 2idü v Tabofe: Die Judengemeinden in Böhmen in Vergangenheit und Gegenwart. 65 Der Wucher steht unter 32 aufgezählten sündhaften Gewerben an zweiter Stelle. Vgl. Kolaf, ftemesla i obchodov£, ktefi star^m Täborüm dovoleni i nedovoleni byli: Sbornik historiekych praci prof. M. Koläfe o dejinäch Tabora, 210. Koläfs Angaben übernimmt auch J. Svehla, V täborskö republice pfed 500 16ty 1920, S. 12. 66 VI E 14 der Univ. Bibl. fol. 11 v-12r. Die lateinischen Statuten hat Dudik, Arch. f. österr. Geschichte, Bd. 37, 413ff. herausgegeben. 67 Der Traktat findet sieh in den Hss. X D 10, III G 9 und VIII F 3 der Prager Univ.-Bibl. Die angeführten Stellen stehen in der Hs. VIII F 3 fol. 134 r und 138 r. 68 Vgl. Linhart, Dejiny Zidü v Lounech: Juden und Judengemeinden -9 S. 349, und J. K. Hrase, Dejiny Nachoda. 69 Chron. vet. Collegati Pragensis a. a. O. S. 83. Vgl. auch Contin. relationis ibid. 453. Ibid. 449 wird ein Taboritenführer Nikolaus mit dem bezeichnenden Beinamen „Chud^" genannt. 70 Zur Geschichte des Hussitentums S. 34. 71 ed. Höfler, Geschichtsschreiber II, 345. 72 „Der katholische Klerus wird schlecht behandelt, verfolgt, getötet, und niemand wird deswegen bestraft. Und die Juden erfreuen sich einer größeren Freiheit als die Priester." Palack^, Documenta Nr. 649. 73 a. a. O. 74 s. S. 9. Außerdem findet sieh noch die schon erwähnte Bemerkung von Peter Payne über die jüdische Endzeitvorstellung. Sie lautet: „Daher glauben die Juden fest an die Ankunft ihres Messias, an die Wiederherstellung des Tempels und Jerusalems und an ihre Rückführung dorthin und an vieles andere, das darum (weil die Juden nicht an Christus glauben) niemals geschehen wird", Anglici Tractatus II, „de corpore Christi", ed. Sedlak, Taborsk£ traktaty eucharistick£, S. 36. 75 ed. Palacky C C M, V, 379. 76 Die Zeugnisse dafür sind äußerst zahlreich. Vgl. J. Göll, Quellen und Untersuchungen S. 55. 77 Göll a. a. O. 78 Streitgespräch a. a. O. S. 383. 79 Vgl. darüber auch die j'üdischen Quellen S. 18 und 19. 80 Pekaf, Zizka, I, 86. 81 a. a. O. S. 387. Es muß bei den Taboriten auch eine ausgesprochen judaisierende Sekte gegeben haben, „die lehrt, viele Gesetze des Alten Testaments zu beobachten", wie der Taboritenbischof Nikolaus von Pilgram tadelnd berichtet; ed. BartoS: Cas. Prätel Starozitnosti, 1922, 102. 82 Alberti Krantz, Saxonia, 288; Herrmann Korner, Chronicon ed. Eccard: Corpus historicum medii Aevi II col. 1243; A. Bzovius, Annalium Ecclesiasticorum post Baronium XV, 663. 24 24

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.